Und der kurze Klappentaxt am Buchrücken dazu:
"Nichtweit von uns gibt es eine Gemeinde, die 20 Millionen in den Umbau des Gemeindezentrums investiert hat. Etwas zeitgleich brachte die Lokalzeitung einen Leitartikel über die Armut in unserer Stadt - jeder Fünfte ist davon betroffen. Das ist ein Buch über diese beiden Zahlen."
Die Intention und Stoßrichtung dieses Buch trifft punktgenau ins Schwarze. Ist die Gemeinde Jesu von ihrer Vision abgewichen. Und wenn ja, wie bekommen wir sie wieder? Rob Bell und Don Golden nehmen uns mit auf der Suche nach der Antwort auf diese Frage. Von Kain und Abel, über Sinai bis in die Gegenwart.
Das Buch bekäme auch fünf Sterne, wenn, ja wenn nicht die Textgestaltung wäre.
Denn
sie
ist
wirklich
nervenaufreibend.
Diese Art, Sätze mitten drinnen abzutrennen, und dann damit eigentlich nur Seiten zu füllen ist äußerst antrengend. Man bekommt außerdem den Eindruck, diese Art der Inhaltspräsentation ist an Leser gerichtet, die gerade einmal die Vorschule absolviert haben. Tatsächlich richtet sich das Buch aber an Erwachsene als Hauptzielgruppe. Vor allem stört der unterschwellige Pathos, der durch solche abgetrennten Sätze mitschwimmt. Leider, denn Thema und Inhalt sollten behandelt werden. Und leider muss man sagen, dass die beiden Autoren immer nur an der Oberfläche bleiben. Nach solch kurzen Sätzen, wie oben illustriert, fehlt die klärende Weiterführung der Aussage. Und damit werden sie leider nichtssagend.
Man kann einfach nicht eine Aussage machen, ohne dann zumindest eine rudimentäre Beweisführung seiner Thesen oder Theorien zu erbringen. Es ist das, um einen modischen Begriff zu gebrauchen, ultimative No-Go im literarischen Bereich. Vielleicht kann man solch ein Gebaren noch im prosaischen Gebiet entschuldigen, bei einem Sachbuch jedoch ist er unverzeihlich.