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Jesus von Texas: Roman [Taschenbuch]

DBC Pierre , Karsten Kredel
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

20. Mai 2005
Vernon Little sitzt im städtischen Gefängnis von Martirio, der »Barbecuesaucen-Hauptstadt von Texas«. Er hat ein ernsthaftes Problem: Sein Kumpel Jesus hat soeben 16 Klassenkameraden ins Jenseits befördert und sich anschließend selbst erschossen. Auf Vernon konzentrieren sich nun die gesamten Rachegelüste der Stadt und die Sensationsgier der Medien. Ausgezeichnet mit dem renommierten Booker-Preis, bejubelt von der Kritik, wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste – eine literarische Sensation. »Wütend wie ein Song von Eminem und witzig wie ein Film von Tarantino.« Bayerischer Rundfunk »Raffinierter und treffsicherer als Michael Moore. Wir schwören, etwas Besseres hat man lange nicht gelesen.« AMICA »Die böseste und beste Satire auf Amerika.« Die Welt »Ein perfektes Buch.« Literaturen
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Jesus von Texas: Roman + Licht aus im Wunderland: Roman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 383 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 5 (20. Mai 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374662150X
  • ISBN-13: 978-3746621500
  • Originaltitel: Vernon God Little
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 185.832 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Woher kennen wir Amerika? Durch die Medien, Die Simpsons, Ally McBeal oder Bowling for Columbine. Was der Australier D.B.C. Pierre in seinem Debütroman über das Land erzählt, lässt nur einen Schluss zu: Es ist alles noch viel schlimmer!

"Shit Happened" heißt der erste Akt dieser Tragikomödie und benennt damit ein Leitmotiv. Vernon Little ist knapp 16, als Jesus, sein einziger Freund, durchdreht und 16 Mitschüler erschießt. Während der eine schießt -- auch Pierre lässt keinen Kalauer aus --, muss der andere scheißen. Das rettet ihm das Leben und versaut es. Weil Vernon das peinliche Alibi für sich behält und der "Mexikaner-Bengel2 Jesus tot ist, bekommt er die volle Wucht des Volkszorns zu spüren. Und die manipulative Macht der Medienmeute, die für die Karriere sprichwörtlich über Leichen geht und die eigene Mutter verleugnet.

In diese Versuchung gerät auch Vernon, denn Doris Little, die schon mal Selbstmordversuche mittels Elektroherd unternimmt, macht ihn "abwechselnd wütend und traurig". Wie Doris mit ihren Freundinnen kurz nach dem Massaker über Diäten diskutiert oder ihrer neuen Kücheneinrichtung entgegenfiebert, das wäre zum weinen, wenn es nicht so komisch wäre. Dann wirft sie sich dem TV-Journalisten Lally an den Hals und als dessen Intrigen ihren Sohn in die Todeszelle bringen, stellt sie liebevoll eine Henkersmahlzeit zusammen, mit Krautsalat, "wegen der Gesundheit".

Wer einen Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen -- nach diesem Motto werden wir über einen Jahrmarkt der Eitelkeiten geführt. Dort taumelt ein rundherum unschuldiger Held durch medial inszenierte Geisterbahnen und Spiegelkabinette und glaubt bis zum Schluss daran, dass "die gute alte Wahrheit im Anmarsch ist". Keine Institution, ob Schule, Justiz oder Fernsehen, bleibt ungeschoren. Vernons Leben gerät zur ultimativen Reality-Show: Kameras im Todestrakt, per TED werden Kandidaten für die Giftspritze ermittelt.

Die Politik hat abgedankt, Richter und Reporter haben das Sagen -- fiese Figuren, überzeichnet, aber beängstigend real. Lally und die anderen "Bösen" sind nur Teil des allgemeinen "menschlichen Schleimgulaschs", einer pervers-bigott-materialistischen Gesellschaft, für die die Diagnose lauten muss: unheilbar krank.

Was so sozialkritisch klingt, ist über weite Strecken ein Heidenspaß. Wegen der saftigen Sprache, weil die Moral von der Geschicht fehlt und Vernon mit seinen Verbalattacken schnell unser Herz gewinnt. Für einige ist es "das erste Buch des Jahres", eventuell die Übersetzung des Jahres. Huckleberry Finn, Holden Caulfield, bitte aufrücken! --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Wütend wie ein Song von Eminem und witzig wie ein Film von Tarantino." (Bayerischer Rundfunk)

"Raffinierter und treffsicherer als Michael Moore. Wir schwören, etwas Besseres hat man lange nicht gelesen." (AMICA)

"Die böseste und beste Satire auf Amerika." (Die Welt)

"Ein perfektes Buch." (Literaturen) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
74 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Hammer! 4. Februar 2004
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im vergangenen Frühjahr quälte Elke Heidenreich Nick McDonnells "Zwölf" in
die Bestsellerlisten; die Literaturgemeinde ihrerseits quälte sich mit
diesem oberflächlichen, pubertierenden und belanglosen Roman, versuchte
das menschenmögliche, dem mageren Büchlein eines immerhin erst
Siebzehnjährigen Authentizität abzugewinnen, zog Schlüsse, mühte sich mit
politischen, sozialen, pädagogischen Vergleichen. Aber der Roman blieb,
was er ist: Ein müdes, aufgesetztes, gezwungen cooles, nihilistisches
Traktat knapp über Schulaufsatzniveau. Doch es ist Land in Sicht, dann das
Versprechen, das "Zwölf" zu geben schien, hält "Jesus von Texas" umso mehr
ein.
DBC steht für "dirty, but clean" - der Autor ist kein adeliger Franzose,
sondern ein rechtschaffen abgedrehter, zweiundvierzigjähriger Amerikaner,
dessen Vita sich wie die einer Figur aus "Reservoir Dogs" liest. Pierre
a.k.a. Peter W. Finlay hat einiges auf dem Buckel, zuletzt einen schweren
Autounfall, dem eine Gesichtsoperation folgte - also Krönung, sozusagen.
Seine Vita läßt nichts aus - Filmproduzent, Schmuggler, Betrüger. Die
Einnahmen aus "Jesus von Texas" (OT: "Vernon God Little"), das den
britischen Booker-Price 2003 - verdient - gewann, sollen auch dazu dienen,
einigen der früheren Opfer Schadenersatz zu zahlen.
Martirio, Texas, ist das, was man gemeinhin ein "elendes Pißnest" nennen
würde.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jesus Maria, was ein Kracher. 25. Mai 2004
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist schon ziemlich lange her, dass mich ein Buch derart zum Lachen gebracht hat wie „Jesus von Texas". Andererseits ist das Buch eine sehr ernste Angelegenheit. Ein Buch über die intime Tyrannei der Medien, über die Sensationslust einer gelangweilten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, die nicht nur immer spektakulärere Spektakel, sondern auch einen personifizierten Sündenbock braucht, auf den die eigenen Frustrationen, Sorgen und Qualen übertragen werden können. Einen modernen Jesus (von Texas) eben. (In dieser Hinsicht hat sich seit 2000 Jahren offenbar nicht viel verändert). Somit ist Jesus nicht nur der Name des durchdrehenden Schulfreundes des Protagonisten Vernon Little. „Jesus von Texas" beschreibt m.E. auch die Rolle dieses 16-jährigen Anti-Helden, der zu Unrecht des Mordes angeklagt und von den Medien gehetzt wird und als Sündenbock herhalten muss.
Grandios geschrieben, mit vielen Ideen auf zu wenig Seiten kommt dieses Buch wie eine bitterböse Abrechnung mit einer medienverseuchten Gesellschaft daher. Ironisch, sarkastisch, urkomisch und todtraurig. Das Werk eines Autors, der offenbar auch selbst fast alles Miese der Welt gesehen und erlebt hat. Ansonsten kann man so einen Kreuzgang des 21. Jahrhunderts wohl kaum schreiben.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen soziale Degeneration als Justizirrtum 9. Dezember 2005
Von Esther TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Vernon Gregory Little ist 15 Jahre alt und überlebt den Amoklauf seines Besten Freundes Jesus als einziger Schüler in seiner Klasse. Die Mitbewohner der Stadt Martirio in Texas zelebrieren sein Überleben als gefundene Projektion all ihren Scheiterns und wollen ihn als Schuldigen anklagen, was ihnen auch gelingen soll. Die Charaktere sind eine Ansammlung aus gescheiterten Existenzen ohne Aufgaben und Erfolg, die alles dafür geben, einmal Anerkennung und Beachtung zu erleben. Seine Mutter Doris benimmt sich wie ein selbstsüchtiger Teenager, ihre Freundin Pam regelt ihr Leben über den "Fastfood-Haushalt" ihres Magens. Ein Journalist möbelt seine Karriere mit dem produzierten Verfall von Vernon auf. Ein Psychologe der mit Knabenpornos im Internet seine Geschäfte macht, ein Lehrer, der seine Schüler "genießt" und sie alle sagen im Prozeß gegen Vernon aus. Und dabei ist allein der Leser von Vernons Unschuld überzeugt, weil ihn niemand sonst anhören will. Der große Fehler des Angklagten ist seine Gleichgültigkeit, die ihn dazu verleitet seine Situation nicht ernst zu nehmen. Sogar die Flucht nach Mexiko soll ihm gelingen - der Leser atmet auf.
Das Magische an diesem Buch ist die Gesellschafts- und Justizstruktur, die selbst Michael Moore nicht klarer darstellen kann. Den 5. Stern halte ich vor, weil ich einfach von Anfagn bis Ende schockiert war.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das gefehlt hat 4. Juli 2005
Format:Taschenbuch
Ein gutes Buch: Gute Idee (reale Ereignisse aufzugreifen), gute Geschichte (Anfang, Ende, Mittelteil), gut und treffend beobachtet (Personen, Innenleben, Tendenzen der modernen Gesellschaft), gut gemeint (nicht nur witzig, sondern bitterböse). Alles drin: Eine Mischung aus Komödie, Satire, Abenteuer-, Zukunftsroman, Pupertätsdrama. Sicher ein richtiges Buch zur richtigen Zeit, sozusagen Michael Moore in Romanform, was seinen Erfolg besonders bei kritischen Menschen hierzulande ausmacht. An was man sich gewöhnen muss ist der schnodderige Umgangston des jugendlichen Erzählers, sofern man nicht selbst so spricht. Leider nicht an einem Stück lesen (da nicht spannend wie ein Krimi), dafür gibt es Sätze, die man genauer lesen muss und die dafür sprechen, dass dieses Buch nicht einfach mal so leicht und locker geschrieben wurde, wie man ab und zu beim Lesen auch mal denkt.
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5.0 von 5 Sternen Die Welt ist schlecht - Best book of all time
Vernon Little ist ein wandelnder Spiegel. Er vereint in einer einzigen Person, die doch so gut wie möglich jeder nur erdenklichen Schwierigkeit aus dem Weg zu gehen versucht,... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von BlackDisposal veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Flach und langatmig
Also ich hatte Mühe, das Buch bis zu Ende zu lesen. Das einzig Positive sind einzelne witzige Beschreibungen (daher 2 Sterne) des heimatlichen amerikanischen Umfelds des... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2012 von Leser
5.0 von 5 Sternen DBC Pierre: Jesus von Texas
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Veröffentlicht am 11. November 2011 von Andreas Köhler
5.0 von 5 Sternen Komisch-sozialkritisch. Geht das? Ja.
Der 15jährige Vernon Little gerät durch eine Verkettung unglücklicher Umstände als vermeintlicher Mittäter an einem Schulmassaker in die Todeszelle. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. November 2011 von Andreas Köhler
4.0 von 5 Sternen "...was soll denn das für ein Scheißleben sein?"
Zum Inhalt:

Die Geschichte spielt in Martirio in Texas; einer Kleinstadt, in der offensichtlich jeder jeden kennt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. August 2011 von satsche
4.0 von 5 Sternen Amok laufen
In dieses Buch musste ich mich erst einlesen. Abgesehen von jenem bundesdeutschen Slang, mit dem amerikanische Umgangssprache für gewöhnlich übersetzt wird (und in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. April 2011 von Werner Schuster
4.0 von 5 Sternen Böse, aber gut
Ich gebe es ja zu: Der Klappentext, der (zu Recht) eine Mischung aus Eminem und Tarantino versprach, hat mich gelockt - ohne dass ich mich zunächst weiter mit dem Inhalt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2011 von Thorsten Bayer
5.0 von 5 Sternen Vernon WOW! Little
Oh, wie man sich nur verschätzen kann... Als ich das Buch gekauft habe, wusste ich noch nicht so recht, was ich davon halten sollte: Der Titel schien eine religiöse... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2010 von RaphaelSinclair
5.0 von 5 Sternen Mein Meister!
Im Ernst: Dieses Buch hat mir mehr beigebracht als die Bibel, der Talmut und sämtliche Schulbücher meiner Laufzeit zusammen. Lesen Sie weiter...
Am 16. Dezember 2009 veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Jenseits von jeglicher Leseempfehlung
Jesus Navarro war der Freund Vernon Gregory Little. Beide leben im verschlafenen Martirio. Eines Tages läuft Jesus Amok und tötet 17 Mitschüler. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Juni 2009 von Heinz Ketchup
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