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Jesus von Texas
 
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Jesus von Texas (Broschiert)

von DBC Pierre (Autor), Karsten Kredel (Übersetzer)
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 383 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb; Auflage: 1 (20. Mai 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374662150X
  • ISBN-13: 978-3746621500
  • Originaltitel: Vernon God Little
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 108.799 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Woher kennen wir Amerika? Durch die Medien, Die Simpsons, Ally McBeal oder Bowling for Columbine. Was der Australier D.B.C. Pierre in seinem Debütroman über das Land erzählt, lässt nur einen Schluss zu: Es ist alles noch viel schlimmer!

"Shit Happened" heißt der erste Akt dieser Tragikomödie und benennt damit ein Leitmotiv. Vernon Little ist knapp 16, als Jesus, sein einziger Freund, durchdreht und 16 Mitschüler erschießt. Während der eine schießt -- auch Pierre lässt keinen Kalauer aus --, muss der andere scheißen. Das rettet ihm das Leben und versaut es. Weil Vernon das peinliche Alibi für sich behält und der "Mexikaner-Bengel2 Jesus tot ist, bekommt er die volle Wucht des Volkszorns zu spüren. Und die manipulative Macht der Medienmeute, die für die Karriere sprichwörtlich über Leichen geht und die eigene Mutter verleugnet.

In diese Versuchung gerät auch Vernon, denn Doris Little, die schon mal Selbstmordversuche mittels Elektroherd unternimmt, macht ihn "abwechselnd wütend und traurig". Wie Doris mit ihren Freundinnen kurz nach dem Massaker über Diäten diskutiert oder ihrer neuen Kücheneinrichtung entgegenfiebert, das wäre zum weinen, wenn es nicht so komisch wäre. Dann wirft sie sich dem TV-Journalisten Lally an den Hals und als dessen Intrigen ihren Sohn in die Todeszelle bringen, stellt sie liebevoll eine Henkersmahlzeit zusammen, mit Krautsalat, "wegen der Gesundheit".

Wer einen Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen -- nach diesem Motto werden wir über einen Jahrmarkt der Eitelkeiten geführt. Dort taumelt ein rundherum unschuldiger Held durch medial inszenierte Geisterbahnen und Spiegelkabinette und glaubt bis zum Schluss daran, dass "die gute alte Wahrheit im Anmarsch ist". Keine Institution, ob Schule, Justiz oder Fernsehen, bleibt ungeschoren. Vernons Leben gerät zur ultimativen Reality-Show: Kameras im Todestrakt, per TED werden Kandidaten für die Giftspritze ermittelt.

Die Politik hat abgedankt, Richter und Reporter haben das Sagen -- fiese Figuren, überzeichnet, aber beängstigend real. Lally und die anderen "Bösen" sind nur Teil des allgemeinen "menschlichen Schleimgulaschs", einer pervers-bigott-materialistischen Gesellschaft, für die die Diagnose lauten muss: unheilbar krank.

Was so sozialkritisch klingt, ist über weite Strecken ein Heidenspaß. Wegen der saftigen Sprache, weil die Moral von der Geschicht fehlt und Vernon mit seinen Verbalattacken schnell unser Herz gewinnt. Für einige ist es "das erste Buch des Jahres", eventuell die Übersetzung des Jahres. Huckleberry Finn, Holden Caulfield, bitte aufrücken! --Patrick Fischer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Ein brillianter, ein umwerfender Roman, eine feurige, scharf gewürzte Satire." (Süddeutsche Zeitung)

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55 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Witzig, unterhaltsam, aber mit kleinen Längen, 26. Januar 2007
Von ludwigwitzani (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Dbc ("dirty but clean") Pierres Roman. "Jesus von Texas" gehört in die Kategorie von Büchern, die von der ersten bis zur letzten Seite einen ganz eigenen Ton anschlagen, mit dem sie den Leser zuerst überrumpeln und dann für sich gewinnen. "Ganz ehrlich, wäre meine alte Dame mit einer Gebrauchsanweisung geliefert worden, hätte garantiert irgendwo dringestanden, dass man ihr am Ende deinen Tritt in den Arsch geben soll." (S.9) Ein solcher Ton frappiert und amüsiert zugleich, womit ziemlich genau auch die Diktion beschrieben wird, in dem solch der vorliegende Roman bewegt. Benutzt wird diese Diktion von Vernon Little, einem jugendlichen Texaner, der einem fiktiven Leser ausschließlich aus seiner eigenen Innenperspektive die Geschichte eines Schulmassakers in dem texanischen Ort Martirio erzählt, in deren Verlauf er von seiner Umgebung immer unwiderstehlicher zu Täter und Sündenbock gestempelt wird. Seine durchgeknallte allein erziehende Mutter, ihre nicht weniger abgedrehten Freundinnen ("Sie verwalten die Datenbank deiner Blödheiten." S. 59), der schmierige Lally, der wie ein böser Engel aus dem Nichts auftaucht und das Rad des Verhängnisses dreht. (vgl. Larrys Theorie des "Paradickmannwechsels" am Beispiel zweier Finger, die im Hintern stecken auf S. 49 ), die skurrile Polizistengemeinde und die schöne aber hirnlose Taylor Figueroa bilden die Staffage für eine ätzende Parabel auf die amerikanischen Provinz, an deren Ende es dem kleinen Vernon mächtig an den Kragen geht. Denn seine Unschuldbeteuerungen interessieren keine Sau, sein Therapeut ist ein hinterlistiger Drecksack, seine Flucht nach Mexiko wird von der ungetreuen Taylor verraten, und in einem einzigen Alptraum von Prozess wird er zum Tode verurteilt. Am Ende des Buches sitzt er in der Todeszelle und muss Woche für Woche darauf hoffen, dass ihn die Abonnenten eines Fernsehsenders unter einer Anzahl von Todeskandidaten nicht per Big Brother Abstimmung für die Todesspritze auswählen. Schon mit der Todesspritze an der Vene wird er im letzten Augenblick durch den Fund seiner Fäkalien weitab vom Tatort entlastet und gerettet.
Na, Gott sei Dank, denkt man sich, aber was hat mir die Lektüre gebracht? Es war alles in allem eine flott berichtete Geschichte in einem ganz eigenen ironisch-sarkastischen Ton, doch gerade dieser Ton hat als Stilmittel den Nachteil, das er sich auf die Dauer ganz besonders abnutzt, da unterscheidet sich "Jesus von Texas" nicht vom "Fänger im Roggen". Außerdem ist der Roman, obgleich sorgfältig durchkonstruiert, in seinem Mittelteil nicht ganz frei von Längen, und bei der finalen Errettung des Protagonisten hat ganz zweifelfrei der Herrn Deus ex Machina mitgeschrieben. Auf der anderen Seite ist dem Autor mit Vernon Little eine sympathische Figur geglückt, ein moderner Simplicissimus, dessen Detailbeobachtungen mitunter frappieren. Vier Punkte für einige unterhaltsame Abende mit dem einen oder anderen Gähner.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Jesus Maria, was ein Kracher., 25. Mai 2004
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Jesus von Texas (Gebundene Ausgabe)
Es ist schon ziemlich lange her, dass mich ein Buch derart zum Lachen gebracht hat wie „Jesus von Texas". Andererseits ist das Buch eine sehr ernste Angelegenheit. Ein Buch über die intime Tyrannei der Medien, über die Sensationslust einer gelangweilten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, die nicht nur immer spektakulärere Spektakel, sondern auch einen personifizierten Sündenbock braucht, auf den die eigenen Frustrationen, Sorgen und Qualen übertragen werden können. Einen modernen Jesus (von Texas) eben. (In dieser Hinsicht hat sich seit 2000 Jahren offenbar nicht viel verändert). Somit ist Jesus nicht nur der Name des durchdrehenden Schulfreundes des Protagonisten Vernon Little. „Jesus von Texas" beschreibt m.E. auch die Rolle dieses 16-jährigen Anti-Helden, der zu Unrecht des Mordes angeklagt und von den Medien gehetzt wird und als Sündenbock herhalten muss.
Grandios geschrieben, mit vielen Ideen auf zu wenig Seiten kommt dieses Buch wie eine bitterböse Abrechnung mit einer medienverseuchten Gesellschaft daher. Ironisch, sarkastisch, urkomisch und todtraurig. Das Werk eines Autors, der offenbar auch selbst fast alles Miese der Welt gesehen und erlebt hat. Ansonsten kann man so einen Kreuzgang des 21. Jahrhunderts wohl kaum schreiben.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen bitter, treffend, einfach klasse, 23. Dezember 2007
Von Christian Bleis (Hannover, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
An Ihrer Stelle würde ich mir nicht zu viele Rezensionen zu diesem Buch durchlesen, sondern das Buch schnappen und anfangen zu lesen. Es ist eine nicht nur amerikanische Gesellschaftskritik, die mit Wucht und sehr bitterem Witz geschrieben wurde. Chapeau! Unbedingt LESEN!!!!!!!
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Im Ernst: Dieses Buch hat mir mehr beigebracht als die Bibel, der Talmut und sämtliche Schulbücher meiner Laufzeit zusammen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Verdammt gut
Achtung man sollte sich bei diesem Buch nicht von dem Anfang einschüchtern lassen. So kommt dieses Buch schwer in Gang und wirkt etwas verworren, doch das gibt sich so nach 50-60... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von J. Hoppe veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Jenseits von jeglicher Leseempfehlung
Jesus Navarro war der Freund Vernon Gregory Little. Beide leben im verschlafenen Martirio. Eines Tages läuft Jesus Amok und tötet 17 Mitschüler. Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen DBC Pierre
Seine Ausdrucksweise ist kompromisslos und hart, aber sehr empfehlenswert für Menschen, die Probleme mit ihren Eltern und der Gesellschaft haben. Lesen Sie weiter...
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Völlig zu recht hat DBC Pierre für das Buch den Booker- Preis bekommen.
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5.0 von 5 Sternen Ein verdienter Bookerpreisträger!
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"Jesus von Texas" ist einfach ein tolles Buch. Es bedient sich des gleichen Motives wie der Film "The Big Lebowksi": Der eigentlich befremdliche Protagonist treibt durch (s)ein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. November 2007 von de_Bergh

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