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Jesus von Nazareth: Befreiung zum Frieden, Band 2: Glauben in Freiheit
 
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Jesus von Nazareth: Befreiung zum Frieden, Band 2: Glauben in Freiheit [Gebundene Ausgabe]

Eugen Drewermann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Jesus von Nazareth: Befreiung zum Frieden, Band 2: Glauben in Freiheit + Glauben in Freiheit oder Tiefenpsychologie und Dogmatik. Band I: Dogma, Angst und Symbolismus.: BD 1 + Der sechste Tag. Die Herkunft des Menschen und die Frage nach Gott: 3. Glauben in Freiheit. Religion und Naturwissenschaft 1: BD 3.1
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 819 Seiten
  • Verlag: Walter; Auflage: 4., Aufl. (18. Juni 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3530168971
  • ISBN-13: 978-3530168976
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 17,5 x 5,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 90.357 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eugen Drewermann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Durch Jesus von Nazareth haben Menschen die Hemmnisse ihres Lebens überwunden und gelernt, auf Gewalt mit Güte zu antworten, auf das Verbrechen mit Verstehen und auf Haß mit noch vermehrter Liebe. Eugen Drewermann geht in diesem Buch der Frage nach, wie die "Entschuldung" des Menschen in der Botschaft Jesu die Strukturen unseres Geld- und Wirtschaftssystems verändern und wie eine Pädagogik des Friedens für unsere Kinder aussehen könnte. Der Theologe und Psychotherapeut Drewermann schildert Person und Botschaft des Jesus von Nazareth auf aufwühlende und revolutionäre, aber auch sehr tröstliche Weise.

Autorenportrait

Eugen Drewermann, geboren 1940, ist habilitierter katholischer Theologe. 1991 Predigtverbot und Suspension vom Priesteramt. Er ist heute als Schriftsteller und Therapeut tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen, z.B.: 'Kleriker', 'Tiefenpsychologie und Exegese', 'Worum es eigentlich geht', 'Ich steige hinab in die Barke der Sonne', 'Giordano Bruno oder Der Spiegel des Unendlichen' und 'Was uns Zukunft gibt'. Er lebt heute in Paderborn.

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50 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Jesus von Nazareth - Die Befreiung zum Frieden"

Kann die friedensstiftende Botschaft des Jesus von Nazareth in unseren Alltag übersetzt werden, so daß nach 2000 Jahren Christentum eine Befreiung vom scheinbar unüberwindbaren Zwang zu Gewalt und Krieg tatsächlich möglich wird? - "Wir müssen einmal versuchen, die Botschaft Jesu aus der Schönrednerei der Sonntagspredigt herauszunehmen; wir müssen uns auf den verschiedenen Ebenen fragen, wie das, was Jesus war und wollte, beitragen kann, zur Befriedung der Welt." - Die "verschidenen Ebenen", das bedeutet einen auf über 800 Seiten entwickelten und auf den Worten des Jesus v. Nazareth aufbauenden interdisziplinären Dialog von Verhaltensforschung , Individual- und Sozialpsychologie, Gruppendynamik und der Ökonomie. Drewermann zeigt auf, wie zerstörisch und kriegsfördernd eine Politik und ein Wirtschaftsystem wirken müssen, die einzig der Durchsetzung des gesellschaftlichen Gruppenegoismus dienen, und er gibt Hinweise, wie eine sinnvolle Friedenspädagogik im Umgang mit unseren Kindern aussehen müßte. Ausführlich schildert Drewermann darüberhinaus den engen Zusammenhang von Dichtung, Religion und Therapie. Abgerundet wird dieses vielseitige und informative Werk durch die Deutung einiger mythischer Szenen der Bibel, indem etwa die Erzählung vom "Sündenfall" und die Bilder von "Tod und Auferstehung" auf ihre ursprungliche Entstehungsgeschichte zurückgeführt und im Bezug zu den Problemen der Gegenwart aktualisiert werden. Jenseits der althergebrachten Dogmensprache abergläubischer Bibelinterpretationen, stellt dieses Buch ein ergreifendes Plädoyer für den Frieden dar - für den Frieden mit uns selber, zwischen den Menschen und mit der Natur in der wir leben.

Volker Brokop, Wuppertal

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Die Bibel des Pazifismus 25. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Man sollte sich keine Illusionen machen. Der Pazifismus gehört zur aussterbenden Gattung. Es gib zwar einzelne Individuen, meistens gehören dazu mutige Theologen und Priester (nicht zu verwechseln mit den kirchlichen Institutionen!), die gegen den Krieg auf den Straßen protestieren, aber in der Politik sucht man nach pazifistischen Stimmen vergeblich (vielleicht mit Ausnahme der Linkspartei, deren Engagement gegen die kriegerische Außenpolitik der Westmächte oder der NATO von den anderen Parteien aber nicht ernst genommen wird). Es wäre aber gleichzeitig seitens der Priester und Politiker ein Irrtum zu glauben, dass man den Krieg wegpredigen oder verbieten könnte. Auch Schuldzuweisungen helfen hier nicht weiter an, denn "kein großer Staat ist ohne Zuhilfenahme des Zwanges, ohne Aufsagung kleiner Kollektive entstanden. Wenn der Gebrauch der Kraft absolut schuldig ist, sind alle Staaten mit einer Erbsünde behaftet." (Raymond Aron, Frieden und Krieg, S. 698) Wenn die internationale Politik immer Machtpolitik gewesen ist, dann sollte man nicht mit dem moralischen Zeigefinger diesen oder jenen Staat verurteilen. Im Gegenteil gilt es, "als erstes die Hilflosigkeit und Unfreiheit des Menschen zu begreifen, gerade in dem, was er an "Bösem" tut."
Was wir dringend brauchen ist eine gründliche Aufarbeitung des politischen, wirtschaftlichen, psychischen und gesellschaftlichen Zustandes, in dem Kriege immer noch möglich und wahrscheinlich sind. Eine solche Durcharbeitung hat Eugen Drewermann mit seinem Buch "Jesus von Nazareth - Befreiung zum Frieden" geliefert. Der gegenwärtige Zustand unserer Außenpolitik ist zunächst einmal erschreckend und skandalös: "Wir arbeiten, um Geld zu verdienen, doch mit dem Geld, das wir erarbeiten, finanzieren wir in der Bundesrepublik immer noch eine Politik, die Jahr um Jahr die ungeheuere Summe von mehr als 25 Milliarden Euro für Waffen und Rüstung verschlingt; wir verschieben Jahr für Jahr Kriegsgeräte an alle möglichen Völker, nur um mit dem Leiden anderer noch mehr Geld zu verdienen, - unser Staat, die BRD, steht, nächst den USA, bereits an der zweiten Stelle aller waffenexportierenden Ländern der Erde! Und als wäre das allein nicht schon genug, unterstützen wir mit Handelsaufträgen in Höhe von vielen Milliarden Euro Diktatoren und Menschenschinder im Nahen wie im Fernen Osten... Es scheint uns ganz normal, dass wir, so heißt es, zum Schutz unserer Freiheit unsere Achtzehnjährigen viele Monate darauf trainieren, unseren "Verbündeten" dabei behilflich zu sein, den millionenfachen Tod aus den Bombenschächten ihrer Flugzeuge und aus den Gefechtsköpfen ihrer Raketen über Großstädte und Kontinente zu tragen."

Für Drewermann stellen die ungeheuren Ausgaben für das Militärbudget, die Waffenexporte in brenzlige und heikle Gebiete, unser kapitalistisches Geld- und Wirtschaftssystem und die militärische Erziehung junger Generationen somit das Hauptproblem dar. Er orientiert sich an der Person und der Botschaft Jesu, um die Frage zu beantworten, wie man sich aus diesem Teufelskreis von Gewalt und Vergeltung, jenseits aller Machtpolitik, befreien kann. Jesus ist für Drewermann ein beispielhaftes Exempel, wie man ein existentielles, dichterisches, auf Gott vertrauendes Leben führen kann, wie man auf Menschen gütig und helfend zugehen kann ohne jede Moralisierung und Verurteilung ("Nicht die ethisch verordnete Gerechtigkeit (oder das selbst gerechte Moralisieren) war sein Bemühen, sondern Durcharbeitung der Not des Menschen auf allen Ebenen seiner Existenz") und wie man schließlich mit solch einer Haltung auf Gewalt mit Güte, auf das Verbrechen mit Verstehen und auf den Hass mit noch vermehrter Liebe antworten kann. Dem nachzuahmen sollte das Ziel eines jedes friedliebenden Menschen sein und eine Religion würde erst dann eine wahrhaft erlösende Religion sein, wenn es ihr gelinge, den "Einzelnen aus den kollektiven Zwängen" herauszulösen. Nach Drewermann kann die gesamte Kriegs- und Militärmaschinerie nur solange funktionieren, solange es ihr gelingt das einzelne Individuum für bedeutungslos zu erklären, solange ein bestimmtes Ideal der Männlichkeit in der Gesellschaft und in den Kasernen propagiert und eingetrichtert wird, solange sich der Einzelne mit einer bestimmten Gruppe identifiziert, die Ausschlüsse und Feindschaft zur Folge haben und solange wir uns nicht von gewissen archaischen Motiven des Handelns befreien. Das erste was die Soldaten in jeder Kaserne lernen ist, "dass sie als Personen nichts sind." Die ganze militärische Erziehung, "die Uniformen, der Stahlhelm, das Marschieren in Reihe und Glied, die absurden Appelle mit den marionettenhaften Bewegungen: Gewehr über, Gewahr ab... all dieser demonstrierte Unsinn hat einzig den Sinn, lebende, fühlende, denkende Wesen in die mechanisch funktionierenden Räder einer kalt kalkulierten Apparatur zum präzis gelenkten Töten von möglichst vielen Menschen in möglichst kurzer Zeit zu verwandeln." Das Militär ist ein System der Gefühlszerstörung (Liebesbeziehungen zwischen Mann und Frau werden während der Ausbildungszeit ausgeklammert), es kann nur wirksam sein, wenn alle menschlichen Empfindungen beiseite geräumt sind. Das Militär ist zudem männlich dominiert, jede Kriegsdienstverweigerung und Fahnenflucht gilt als "unmännlich" oder "weibisch". Im Grunde sind alle militärischen Gruppen Nachfahren der archaischen Männerbünde, "mit dem einzigen Unterschied, dass jenen selbstverständlich war, was uns Heutigen nur durch ein mühsames Wiederabquälen des eingetretenen psychischen Fortschritts aufzuerlegen ist." Das militärische System ist eines der zentralen Gründe, warum der Krieg immer noch eine ultima ratio in der Außenpolitik darstellen wird, denn ohne das Militär gebe es keine Kriegsmentalität und vielleicht auch keine Kriege. Dabei geht es nicht Drewermann darum, die einzelnen Soldaten im Geiste von Kurt Tucholsky als Mörder zu bezeichnen. Er zeigt vielmehr und umgekehrt, wie die jungen Männer zu den ersten Menschenopfern dieser grausamen, brutalen, mechanischen, gewalttätigen und das Individuum zerstörenden Militärmaschinerie werden. Wenn man hier jemandem einen Vorwurf machen kann, dann einer Gesellschaft und einer Politik, die sich nicht schämt jungen Männern und mittlerweile auch jungen Frauen (in diesem Punkt stimme ich Ratzinger zu, dem es bei dem Gedanken schaudert, "wenn man die Frauen zu Soldaten wie die Männer machen will, wenn sie, die doch Hüter des Friedens waren und in denen wir eigentlich die Gegenkraft gegen den männlichen Rauf- und Kriegswillen gesehen haben, jetzt auch mit Maschinengewehren herumlaufen und zeigen, dass sie genauso kriegerisch sein können." (Gott und die Welt, S. 91)) das Handwerk des gezielten Tötens beizubringen, um sie irgendwann in Kriegsschauplätze zu schicken, in denen sie töten müssen oder selber getötet werden und die sie auf ewig zu körperlichen und psychischen Krüppeln machen. Wir sollten uns nicht scheuen, mit Kurt Hiller einen solchen Staat, "der mit dem Krieg als Mittel der Politik spielt und ernstmacht, einen Mörder-Staat zu nennen; seine Verantwortlichen, mögen sie Kaiser oder Präsidenten, Generale oder Parlamentarier sein, vor allem die Geschäftemacher mit dem Krieg.... Sie führen bewusst den Tod Ungezählter herbei, ohne ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Auf den Soldaten trifft das nicht zu."

Eine mögliche Überwindung des Krieges und somit auch einen Neuanfang sieht Drewermann nicht nur auf der Ebene des Einzelnen und der Gruppen, sondern auch und vor allem auf der Ebene der Politik und der Wirtschaft. Entgegen allen Behauptungen von politischen Theologen wie zum Beispiel den Befreiungstheologen oder verschiedenen christlichen Sozialpolitikern wie zum Beispiel einem Heiner Geißler, muss betont werden, dass Jesus keine politische Botschaft verkündet hat: "In keinem einzigen sozial und politisch relevanten Punkte hat der Mann aus Nazareth durch Wort oder Tat sich erkennbar gegen die Mißstände seiner Zeit gewandt." Drewermann weist auf die religiöse Relativierung des Politischen in der Verkündigung Jesu hin, auf die "extreme Innerlichkeit der religiösen Grundeinstellung Jesu, mit der er das politische Prinzip radikal entgöttlicht, ihm seinen bisherigen Absolutheitsanspruch nimmt und es auf eine rein pragmatisch-funktionale Außenseite reduziert." Diese Relativierung und Begrenzung des Politischen bzw. der nationalen politischen Interessen hat zur Folge, dass ein Individuum auf der einen Seite sich nicht von der Politik sagen wird, wie es zu leben und zu handeln hat (und wenn es dies tut, dann offenbart es nur seine Machtpolitik!), auf der anderen Seite wird das Individuum dadurch nicht "unpolitisch", sondern aufgrund einer individualisierten Existenz und der Unabhängigkeit von allen Gruppenreglements wird der Einzelne, "wenn er sich in seiner Menschlichkeit wirklich begreift, zu einem Kosmopoliten, zu einem natürlichen Verfechter einer alle Kulturen, Religionen und Völker umgreifenden geistigen Verbundenheit."

Eine der Hauptursachen der Kriege sieht Drewermann in wirtschaftlichen Ursachen. Das Geld war schon für Jesus ein Problem, mehr als gegen den Teufel predigte er gegen den "Mammon", der für ihn ein Gegengott war und der seine Hörer aufforderte zwischen Gott und dem Götzen Geld zu wählen. Lesen Sie weiter... ›
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