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Produktinformation
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Bekannt wurde David Safier mit dem Überraschungs-Bestseller Mieses Karma, in dem eine beliebte Talktante mittels des Waschbeckens einer russischen Raumstation in eine Ameise verwandelt wird. Ähnlich kafkaesk geht es bisweilen auch in Jesus liebt mich zur Sache zur Sache -- beziehungsweise dostojewskisch, denn beim russischen Autor kommt in Der Großinquisitor ja auch der Heiland auf die Erde zurück. Allerdings ist große Literatur Safiers Sache nicht. Eher setzt der Autor auf teils kalkulierbare, teils platte, teils aber auch recht witzige Gags. Kein Wunder -- schließlich wirkte er durch seine Drehbücher wesentlich mit am Erfolg von TV-Serien wie Mein Leben & ich oder Berlin, Berlin.
So kommt Jesus liebt mich über weite Strecken daher wie eine transkribierte, bisweilen schräge TV-Serie über eine Frau im Gefühlsstrudel, in der es ja inzwischen obligatorisch auch eine Laufpass-vor-dem-Traualtar-Nummer geben muss. Selbst die eingestreuten Comic-Strips kennt man schon aus solchen Serien. Macht aber nichts. Denn Spaß hat man auf jedem Fall beim Lesen -- und das nicht nur dann, wenn in der Vorabendzeit der Fernseher kaputt gegangen ist. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
„Mieses Karma", das war der große Bestseller von David Safier, der sich zuvor als Drehbuchautor von Serien wie „BerlinBerlin" einen Namen gemacht hat. In seinem neuen Roman trifft die chaotische Lokaljournalistin Maria auf Jesus, der auf die Erde zurückgekehrt ist. Was er hier macht, was sich für eine Romanze entwickelt und welchen ganz irdischen Charme transzendente Gestalten entwickeln können, verrät er im Amazon.de-Interview. Frage: Sie erzählen eine aberwitzige Geschichte, in der sich Jesus, der Erzengel Gabriel und Satan ein Stelldichein auf Erden geben. Wie und wo kamen Sie auf die Idee?
David Safier: Bei meinen Büchern suche ich nach Ideen, bei denen der Leser sagt: „Wow, das habe ich ja noch nie gehört!" Und eine romantische Komödie über Jesus zu schreiben, fand ich, ist so eine Idee. Und bekommen habe ich sie bei einem Spaziergang. Meine Lektorin scherzte: „Das war vielleicht eine göttliche Eingebung."
Frage: Die Botschaft des Titels - „Jesus liebt mich" - kennt man hinlänglich von Kirchentagen und Papstbesuchen. Doch scheint diese Liebe hier noch irdischer zu sein als gemeinhin von der Kirche propagiert. Wessen Liebesgeschichte erzählen Sie hier?
David Safier: Ich erzähle die Geschichte einer stinknormalen Frau mit stinknormalen Problemen, die sich in Jesus verliebt, der wegen des Jüngsten Gerichts wieder auf Erden wandelt. Das führt dazu, dass sie nicht mehr ganz so stinknormale Probleme hat (und mit Gott einen ungewöhnlichen potenziellen Schwiegervater).
Frage: Pfarrer Gabriel fragt sich im Roman, was denn der Messias ausgerechnet von der Lokaljournalistin Maria will. Welche Erklärung können Sie anbieten?
David Safier: Maria ist die erste Person seit über 2.000 Jahren, die in Jesus nicht den Messias sieht, sondern den Menschen. Und damit berührt sie seine Seele.
Frage: Sie erzählen die Geschichte aus der Perspektive von Maria. Woher nehmen Sie das Wissen um die Nöte dieser und anderer Frauen, deren Selbstbewusstsein regelmäßig beim Errechnen des Body-Mass-Index' in unterirdische Tiefen sinkt?
David Safier: Nun, mein Body-Mass-Index gibt ja auch Anlass zu Klagegebeten.
Frage: Was macht für Sie den besonderen Reiz dessen aus, transzendente Lichtgestalten mit einer ganz und gar irdischen Realität zu konfrontieren?
David Safier: Zum einem ist es der große Gegensatz zwischen den beiden, aus dem ich tolle Funken für eine Komödie schlagen kann. Und zum anderen war für mich die spannende Frage: Was bedeutet Jesus für uns heutige Menschen, und was bedeuten wir für ihn?
Frage: Man merkt dem Roman durchaus an, dass Sie von Haus aus Drehbuchautor sind. Dennoch: Was unterscheidet das Schreiben an einem Drehbuch von der Arbeit an einem Roman?
David Safier: Beim Schreiben eines Romans muss ich nicht auf ein Produktionsbudget achten, und das bedeutet: Ich kann meiner Fantasie komplett freien Lauf lassen.
Frage: Mit „Mieses Karma" und „Jesus liebt mich" haben inzwischen zwei Weltreligionen ihr Fett weg bekommen. Wird in Ihrem nächsten Roman der Prophet Mohammed „behandelt"? Und haben Sie für diesen Fall schon Ihren Eintrag im Telefonbuch löschen lassen?
David Safier: Nein, ich möchte nicht zu dem Autor werden, der jetzt von Buch zu Buch die Weltreligionen durchnimmt und dann bei Buch 27 über Fruchtbarkeitsgötter auf Papa Neuguinea schreibt. Obwohl ... eine romantische Komödie mit einer stinknormalen Frau und einem Fruchtbarkeitsgott wäre vielleicht eine Idee ...
Die Fragen stellte Henrik Flor, Literaturtest.
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