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Produktinformation
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Die literarische Vorlage zum Film von Regisseur Sebastian Niemann stammt von Andreas Eschbach und ist seit ihrer Veröffentlichung im Jahre 1998 ein Muss für jeden Freund guter Bücher. Doch während Eschbach in seinem Roman fundamentale Fragen im Stile eines "Was wäre wenn...?"-Spiels angeht und mit seiner Auflösung für Überraschung sorgt und einen sinnierenden Leser zurücklässt, hat sich Drehbuch-Autor Martin Ritzenhoff bei seiner vom Roman stark abweichenden Adaption vorrangig auf erprobte Action und wenig Tiefgang konzentriert. Mit Darstellern, deren leicht bis mittelschwer klischeelastiges Spiel dem Zuschauer keine zu starke Konzentration abverlangt, wunderschönen Drehorten und jeder Menge exzellent choreografierter Action verwirklicht das Team Ritzenhoff/Niemann souverän sein Ziel der leichten Fernsehabendunterhaltung.
Das Jesus Video ist ein Film, der nicht anstrengt und gut unterhält. Allein für diese Leistung verdient er Lob und die Nachsicht, manch größeres Loch im Drehbuch geflissentlich zu übersehen. Einzig dem Kenner des Romans mag der Gedanke kommen, dass man aus diesem Stoff auch etwas anderes hätte machen können. Doch um einen sehenswerten actionlastigen SF-Thriller zu produzieren, war diese Umsetzung durchaus erfolgreich. --Mike Hillenbrand
2 Sterne, weil der Film (ohne Kenntniss des Buches) einigermassen (mit Bauchweh) OK ist. Für Leser: Null, 0!
Fantastische Drehorte, ein gut besetzter Hauptdarsteller, das sind die Pluspunkte. Und ich bin gewillt, hierfür zwei Sterne zu geben. Aber bitte, der ganze Rest ist unterirdisch, wie die Kanäle des alten Jerusalem, in die Protagonist Steffen entgegen der Romanvorlage unschlüssigerweise eintaucht. Zugpferd der filmischen Unkunst ist das Drehbuch. Nichts, aber auch wirklich nichts hat der Drehbuchautor begriffen von der Mystik, der Philosophie und dem langsam ansteigenden Spannungsbogen des Buches, der sich am Ende in einem völlig unerwarteten Gänsehaut-Ende entlädt. Stattdessen gibt's Hau-drauf-Bilder, viel Blut und Klischees...Warum hat man sich hier die Mühe gemacht, ein komplett neue Story zu konstruieren, wo Autor Eschbach eine brillante Vorlage geliefert hat? Die Dialoge sind hölzern, die Story unglaubwürdig und vorhersehbar, die Schauspieler sind fehlbesetzt und wirken wie bei einer Schulaufführung, wo die Lehrer der weichen Pädagogik auch mal den bösen Mr. Kaun geben dürfen.
Schon im Vorspann wird man ja gewarnt: "Film nach Motiven des Autors Andreas Eschbach". Also: Ich versuche mich vom Buch zu lösen, den Film isoliert zu betrachten (soweit das geht). Entgegen schwappt mir ein billiges Indiana-Jones-Plagiat, das einen immer wieder in Erstaunen versetzt ob der stets unvorhersehbaren und gleichsam kinderfilm-freundlichen Effekte.
Nach dem Film bleibt eine Leere, ein unendliches Bedauern, dass hier ein offensichtlich interessantes Thema so vertan wurde. Und wenn man dann noch an die geniale Auflösung der Buch-Story denkt (die ganz anders ist als im Film), kriegt man gleich das große Heulen.
Nein, meine Herren von Regie und Drehbuch, so nicht. Sechs, setzen. Nachhilfe.
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