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Jesus.
 
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Jesus. [Taschenbuch]

Rudolf Bultmann
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 159 Seiten
  • Verlag: UTB, Stuttgart (1. Januar 1988)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3825212726
  • ISBN-13: 978-3825212728
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,9 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 599.128 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Jesusbuch von Rudolf Bultmann, erschienen in den zwanziger Jahren, hat in der Theologiegeschichte einen bedeutsamen Platz. Seine Aktualität ist unverändert geblieben. Der heutige Leser begreift unmittelbar, was Bultmann unter einer höchst persönlichen Begegnung mit der Geschichte versteht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Über den historischen Jesus können wir so gut wie nicht wissen, da die Quellen fragmentarisch und von der Legende überwuchert sind".
Diese Erkenntnis ist der Grundtenor des Jesus-Buches des Marburger Neutestamentlers, das auch 75 Jahre nach seiner Erstabfassung eines der ganz großen Werke der Jesusforschung ist.
Bultmann sah früh ein, daß der Jesus, den die Evangelisten darstellen, nur wenig mit der historischen Person Jesus von Nazareth zu tun hat, sondern vielmehr eine Perspektive des Glaubens der frühen Christenheit darstellt.
Eine Biographie Jesu ist daher nach Bultmann nicht erstellbar. Was hingegen beschrieben werden kann, ist die Verkündigung Jesu, über die wir Informationen haben. Jesus als Prediger von Gottesherrschaft und göttlichem Willen - wer es genauer wissen will, muß das Buch lesen.
Geschrieben ist es übrigens seinerzeit für Laien, also für jeden interessierten verständlich. Aber, so sagt Bultmann in dem Vorwort, in dem er genial über seine Methode Rechenschaft ablegt: Es handelt sich bei Jesus eigentlich um ganz einfache Dinge, wir haben aber den Blick für das Einfache verloren. Deshalb fällt uns heute die Beschäftigung mit Jesus so schwer.
Alles in allem: neben dem Jesus-Buch von Crossan sicherlich das empfehlenswerteste und wissenschaftlich am besten zu verantwortende, was derzeit auf dem Markt ist.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fleischer, Christoph TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
1926 war Rudoilf Bultmann gerade einige wenige Jahr Professor für Neues Testament in Marburg. In seinem ersten Hauptwerk "Die Geschichte der synoptischen Tradition" (1921) hatte er gezeigt, dass die Berichte der Evangelien so stark durch Überlieferungsprozesse geprägt sind, dass es unmöglich ist, in ihnen einen glaubwürdigen Bericht über Jesu Leben zu sehen. Außerdem fehlen an einer Biographie wichtige Züge, wie die Charakterisierung der Person Jesu und eine ausführliche Schilderung seines Werdegangs. In seiner "Theologie des Neuen Testaments" bezieht sich Bultmann hauptsächlich auf Paulus und läßt die Jesus - Überlieferung außen vor. Um so erstaunter bin ich nun bei der nachgeholten Lektüre des Jesusbuches. Es kommt ja bei der Beschreibung des Lebens Jesu nicht auf die Quantität an, denn das kann bei der Kürze der Dokumente dann ja nur Phantasie sein. Anhand der wichtigen Themen seiner Verkündigung und unter der Voraussetzung eines richtigen Zugangs des Verstehens historischer Texte in der aktuellen Zeit gelingt es Bultmann durchaus die Person Jesu deutlich werden zu lassen. Die Linie, die Jesus noch stärker aus dem Zusammenhang seiner jüdischen Religion versteht, nimmt hier erst seinen Anfang. Interessant ist es, nachzulesen, wie die Rudolf - Bultmann - Gesellschaft im Jahr 2001 die Erkenntnisse des Jesus Buches neu gewertet hat: Ulrich Körtner (Hg.). Jesus im 21. Jahrhundert. Bultmanns Jesusbuch und die heutige Jesusforschung. Neukirchener Verlag 2001. Das gesicherte historische Datum der Kreuzigung hat Bultmann so gewertet, dass dem auch aus heutiger Sicht nichts entgegenzusetzen ist: "Jesus wurde durch den römischen Prokurator Pontius Pilatus gekreuzigt. Welche Rolle dabei die jüdische Behörde gespielt hat, der die christliche Überlieferung die Hauptschuld zuschiebt, ist nicht mehr klar zu erkennen. Es ist wahrscheinlich, dass sie, wie sonst, im Interesse der politischen Ruhe mit den Römern Hand in Hand arbeitete. Es kann aber kaum zweifelhaft sein, dass Jesus wie andere Aufrührer als messianischer Prophet am Kreuze starb." (S.22) Geschrieben am Karfreitag 2003.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Wer sich die Aufgabe stellt, über eine charismatische Gestalt wie Jesus zu schreiben, muß - trotz aller persönlichen Liebe und Verehrung eben dieser Gestalt gegenüber - bei seiner Betrachtung wenigstens einen Schritt zurücktreten, diese - dennoch durchaus liebevolle - Distanz schaffen, die notwendig ist, um sich einen objektiven und auch objektivierbaren Überblick zu verschaffen.

Im vollen Bewußtsein der heftigen Kritik all jener, die dies nicht vermögen, weil eine traditionell anerzogene, auf Paulus und die Evangelien fokussierte Sicht ihnen den Blick verstellt, sie sich in ihrer alltäglichen "Erlebnisfrömmigkeit" wie auch in ihrer Sonntagsreligiosität eines "verfälschten Erlösungsgedankens" gestört fühlen, ist es Bultmann gelungen, jeglichem Vorwurf einseitiger, subjektiver Sichtweise den Wind aus den Segeln zunehmen. Er öffnet - getragen durch ein außerordentliches historisches Fachwissen und eine exzellente humanistische Bildung - keinen schmalwinkligen Scheuklappenblick, sondern übermittelt ein 360° - Panorama, das die wahre Gestalt Jesu von allen Seiten und aus allen Aspekten sichtbar werden läßt. So muß Theologie sein in unseren Tagen. Lange genug hat es ja gedauert, bis das endlich möglich wurde.Sehr empfehlenswert und auch sprachlich sehr stilvoll!
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