Welch' ein Film! Ein Film, der absolut und wahrhaftig einzigartig anmutet. Die Geschichte von Jesus,angefangen von Geburt bis zu seinem Tod, wurde hier von Franco Zeffirelli meisterlich in Szene gesetzt. Historisch lehnte sich Franco Zeffirelli hauptsächlich an das ersten Evang. nach Matthäus an. Es ist zwar eine biblische Geschichte, dennoch fühlt sich auch ein sogenannter "NichtChrist" beim Zuschauen ertappt, wenn er bei den erzählten Gleichnissen und Geschehnissen automatisch Vergleiche mit seinem eigenen Leben zieht. Diese Geschichte erzählt nichts anderes, als die Wahrheit über die Liebe Gottes zu den Menschen, die in Jesus' Geburt und Tod seine Erfüllung findet. Schauspielerisch umgesetzt in hochdekorierter Form mit absoluten Weltstars, wie E.Borgnine, P.Ustinov, C.Plummer, A.Bancroft, R.Steiger, C.Cardinale, Sir Lawrence Olivier,....>! In diese elitäre Riege hat sich ein Mann gespielt, der voher relativ unbekannt war. >>Robert Powell<< !!! Zeffirelli hätte keinen besseren finden können. Durch Powell's beeindruckende Darstellung und seinen feinsinnig, verklärten Gesichtsausdruck entsteht der reale Eindruck, daß Jesus WIRKLICH SO AUSGESHEN HABEN MUß !!! Ich denke Gott war wirklich mit ihm und in ihm, als er die Rolle spielte und ausfüllte. Kein anderer Schauspieler hat mich bisher jemals wieder so beeindruckt und in seinen Bann gezogen, als Robert Powell - ich nenne so etwas einen magischen Moment! Zeffirelli erzählt seine Jesus-Geschichte nicht abwegig verklärt, sondern fesselnd realistisch und dennoch mit biblischem Pathos, der absolut gerechtfertig ist. Es gibt ein paar Szenen, die der Regisseur nach seinen Gedanken ausgelegt hat, vielleicht auch aufgrund persönlicher, historischer Recherchen, die uns bisher nicht bekannt waren. Zum Beispiel die Ankunft der drei Könige an den Stall. Waren sie mit den Hirten am gleichen Abend dort oder erst später, nach der Warnung des Engels?! Die Kreuzigung vor den Toren Jerusalems. War das wirklich der Ölberg und warum diese Gerüste? Hatten die Römer Jesus nicht an ein einzelnes Kreuz geschlagen oder war diese Gerüstbauweise üblich bei ihnen damals?! Auf jedenfall interessant darüber zu diskutieren. Denn vieles ist bisher nicht eindeutig, historísch belegbar gewesen. Insgesamt ist dieses Meisterwerk mehr als lang, aber in keiner Sekunde langatmig. Zeffirellis meisterhafte Regiekunst, die schauspielerische Leistung aller Akteure und die historische Filmkulisse machen diesen Film zu einem einzigartigen Stück Filmgeschichte, der schon jetzt ein Stück "Ewigkeit" in Anspruch nimmt - und zu recht !!! Es ist nur schade, daß - eventuell aufgrund seiner Länge - dieser Film nur einmal im Fernsehen lief, nachdem er fertig abgedreht war. ich glaube Viele kennen ihn gar nicht und es wäre wünschenswert in wieder einmal ins öffentliche Fernsehen zu bringen oder sogar in die Kinos, als "Director's Cut" ! Ich habe sogar eine Szene aus ihm in mein persönliches Hochzeits-Video miteinschneiden lassen. Wer diesen Film noch nie gesehen hat, der hat ein Stück seines Lebens versäumt. Ehrlich wahr !!!