Seit 1994 bin ich Anne Rice Romanen verfallen und habe alle ihre Romane verschlungen. Ich liebe sowohl ihren Vampyre-Zyklus, als auch den Mayfairhexen- Zyklus.
Mit dem Roman Hohelied des Blutes (Originaltitel "Blood Canticle" hat Anne Rice leider den letzten Band sowohl meines geliebten Vampyre-Zyklus als auch meines geliebten Mayfair-Hexen-Zyklus geschrieben. =(
Anne Rice wird aber zukünftig wahrscheinlich weitere Romane einzelner Charactere der Zyklen zu schreiben, wie sie es auch schon bei Pandora, Vittorio und vorallem Hohelied des Blutes getan hatte.
Schon nach der Veröffentlichung von Hohelied des Blutes kündigte sie an, einen Roman über das Leben Jesus Christus schreiben zu wollen. Es dauerte allerdings bis Ende 2007, bis der Roman "Jesus Christus: Rückkehr ins Heilige Land" auch hier in Deutschland veröffentlicht wurde.
Spätestens seit Die Königin der Verdammten hat Anne Rice beim Vampyre-Zyklus und von Anfang an beim Mayfairhexen-Zyklus Religion als Hauptbestandteil mit ins Spiel gebracht.
Zwar war es vorallem beim Mayfairhexen-Zyklus die christliche Religion und beim Vampyre-Zyklus die ägyptische, griechische und auch römische Religion, aber spätestens bei ihrem Roman Nachtmahr vermischten sich endlich beide Zyklen, worauf ich solange gewartet hatte.
Vorallem in dem nachfolgenden Roman des Vampyre-Zyklus, meinem absoluten Lieblingsroman, Memnoch der Teufel ist es Anne Rice sehr gut gelungen über Religion zu schreiben =)
Nicht nur bei den Romanen der Zyklen die jeweils von anderen Vampyren oder Mayfairhexen erzählt werden, wie
* Armand,
* Pandora,
* Merrick,
* Blood and Gold (erzählt von Marius),
* Blackwood Farm
sondern auch bei dem göttlich schönen Roman Engel der Verdammten (Servant of the Bones) verwendet Anne Rice bewusst eine andere Ausdrucksweise um die Persönlichkeit der erzählenden Person besser zu verdeutlichen. Das hat sie meiner Meinung nach jedes Mal absolut perfekt getan.
Anne Rice hat also bisher mindestens sechs verschiedene Ausdrucksweisen gewählt und nicht erst plötzlich bei Jesus Christus: Rückkehr ins heilige Land getan. Die teilweise kurzen Sätze mir der schlichten Ausdrucksweise soll anscheinend die Tatsache verdeutlichen, dass Jesus erst zwischen 8 und 9 Jahre alt sein soll. Gegen Ende des Romans wird die Ausdruckweise immer komplexer, weil Jesus immer erwachsener wird.
Fazit:
Ich freue mich schon auf den nächsten Roman und werde auch Jesus Christus: Rückkehr ins heilige Land sicherlich öfters verschlingen, wie ich es auch bei allen bisherigen Romanen getan habe.