Laibach bedienen sich überall dort, wo es ihnen gefällt. Sie nehmen „Jesus Christ Superstar“ und drehen es durch ihren ureigenen Fleischwolf. Dieser heißt: monotone Rhythmen, eine Stimme, die nicht einen Augenblick lang singt und auf diesem Album sogar Riffs aus dem Heavy Metal. Das ist typisch für ein Kollektiv, das mich mehr als einmal an die Borg erinnerte, als ich Laibachs Geschichte studierte. Im Kontext der Platte angewendet mutieren die Metal- Riffs zu Sklaven des Laibach- Sounds und unterwerfen so symbolisch ein ganzes Glaubenssystem wie das des Heavy Metal. Ein weiteres Glaubenssystem, das Christentum im speziellen und der Glaube an den einen Gott wird ebenfalls „assimiliert“. Das alles mag man nun für Kunst halten, es kann auch gerne Provokation genannt werden oder schlicht hochwertige Unterhaltung. Oder von allem etwas. Fakt ist: Laibach sind und bleiben interessant und überraschend. Und endlich wissen wir auch, woher Rammstein einen Großteil ihrer Inspiration bezogen...