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Produktinformation
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Im Gegensatz zu Norman Jewison, der das Ganze als Blumenkinder-Botschaft auslegte und das Aufbegehren der Jugend, den umstürzlerischen Zündstoff und die Gesellschaftskritik herausstrich, konzentriert sich Regisseurin Gale Edwards in ihrer Interpretation auf die religiösen Inhalte. Jesus ist bei ihr der Unverstandene, in dem jeder etwas anderes sieht. Das Eigentliche jedoch -- seine Heilslehre -- nimmt kaum einer wahr. Selbst seine Anhänger missverstehen ihn als Revolutionsführer, der sie mit Waffengewalt von den römischen Besatzern befreien soll. Erst ganz am Schluss wird klar, dass ihnen der Messias mit seinem Opfertod ein spirituelles Geschenk gemacht hat.
Für die vorliegende Version wurde all das bühnen- bzw. filmtechnisch hervorragend in Szene gesetzt. Die Songklassiker ("I Don't Know How To Love Him", "Jesus Christ Superstar", "Herod's Song" etc.) erklingen in packenden Neueinspielungen, der Darstellerstab ist exzellent besetzt (besonders zu erwähnen wären Renee Castle als Maria Magdalena und Jerome Pradon in der Rolle des Judas), und die Choreographie von Anthony Van Laast sowie die Kostüme von Roger Kirk zu guter Letzt sorgen dafür, dass diese Produktion visuell höchst zeitgemäß herüberkommt. --Harald Kepler
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Die Soundqualität ist in dieser Version tatsächlich nicht sehr gut, was jedoch verständlich ist. Die Gesangsleistung lässt an vielen Stellen zu wünschen übrig. Jedoch passen die individuellen Stimmen immer zu den Darstellern und deren Rollen, was ja nicht umbedingt als Nachteil zu werten ist. Die Kostüme sind nach der damaligen Mode entworfen und lassen den Film heute etwas albern erscheinen. Aber man gewöhnt sich an alles.
Die Darsteller sind nach meiner Meinung besser als in der 2000er Version. Sie wirken nicht so arg übertrieben und künstlich. Sie bewegen sich einfach natürlicher. Außerdem hat jede Figur einen ganz eigenen Charakter, der aus mehreren Perspektiven beleuchtet wird. In der 2000er Version scheint es lediglich gut und böse zu geben. Jesus zeigt mehr Gefühle als in der jüngeren Version, bewegt sich allerdings nicht von einem Extrem zum anderen (siehe 2000), sondern wirkt immer menschlich.
Zum Schluss ein großes Plus der Version 1973: Die Hintergründe. Während sich in der jüngeren Version scheinbar alles in einem Keller abspielt (steril und kühl), bekommt man hier atemberaubende Landschaften zu sehen. Allein das rechtfertigt schon den Kauf.
Fazit: Wenn man sich erst einmal an den schielenden Darsteller, den damals modernen Gesang und die Klamotten gewöhnt hat ist der Film nicht übel, um nicht zu sagen sogar recht gut. Der Knüller ist Barry Dennen in der Rolle des Pilate.
Ach ja, der Film ist auch nicht so brutal wie der andere, also für die etwas empfindlicheren unter euch...
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