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Jesu

Jesu Audio CD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (18. April 2005)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Hydra Head (Indigo)
  • ASIN: B00076NYPK
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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5.0 von 5 Sternen K U N S T ! ! ! 1. März 2006
Von kwichybo TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Kaum einen Longplayer habe ich im vergangenen Jahr öfter gehört, als das offizielle Debut-Album von JESU. So ungefähr 70 – 80 mal habe ich die 76 Minuten dieses fantastischen Albums in voller Länge in mich aufgesogen. Und diese Dauerrotation nimmt und nimmt kein Ende...
Die ebenfalls gutklassige 2-Track E.P. „Heartache“ ließ ja schon großes erahnen. Aber was Ex-NAPALM DEATH und GODFLESH Mastermind Justin K. Broadrick auf „Jesu“ abliefert, gehört einfach zum besten, bewegensten, impulsivsten und mitreißendsten, was im Jahr 2005 überhaupt auf CD gepresst wurde. Vielleicht sogar eines der komplettesten und feinfühligsten Alben des 20. Jahrhunderts. Unterstützt durch Ted Parsons, den viele von euch sicherlich aus seiner Zeit als PRONG-Schlagzeuger in Erinnerung haben, zelebriert Broadrick mit JESU auf diesem 8-Tracker ein wirklich unglaubliches Melancholie-Klangerlebnis, dass mich schon seit einer halben Ewigkeit vor Begeisterung dahinfließen lässt.
Dabei überzeugen monotone Übersongs wie „Tired of me“ , „Sun day“ oder „We all faulter“ nicht nur durch ihre Detailverliebtheit, sondern vor allem durch die wohlige Wärme, die den Hörer bei jedem neuen Hördurchlauf überkommt. Andern als bei z.B. GODFLESH, die ihren Sound vorrangig über verstörende und lebensverneinende Industrial-Doom-Walzen definierten, geht es hier nicht um den Abbau destruktiver Aggressionen. Musikalische Schönheit heißt hier das Zauberwort. Auch JESU finden ausschließlich im überaus langsamen Zeitlupen-Tempo statt, sind aber dabei weitaus positiver.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jesu - Jesu 15. Februar 2006
Von Third_Eye
Format:Audio CD
Justin Broadrick. Dieser Name ist aus der Musikgeschichte nicht mehr wegzudenken. War er es doch, der Anfang der 90ér mit Godflesh den Industrial Metal auf eine neues Qualitätslevel erhob, welches bis heute nur sehr wenige Bands zu erreichen vermochten. Und wer ließ die Gitarren bei Napalm Deaths bahnbrechendem Debutwerk kreischen? Richtig! Justin war maßgeblich für "Scum" verantwortlich. Ein Album, welches noch heute in seiner Melange aus Härte, Geschwindigkeit und purer Intensität Maßstäbe setzt.
Broadrick hats irgendwie mit der Religion. Erst Godflesh, dann God und nun Jesu. Wer Godflesh Songs der Marke "Christbait Rising" oder "Streetcleaner" kennt, weiss allerdings, dass er nicht den Kuschelkurs fährt, sondern ziemlich harsche Kritik übt. Bei Jesu entfernt er sich von dieser Thematik. Viel mehr konzentriert sich Broadrick auf den Menschen als Individuum, welcher immer wieder den Erwartungen und Vorgaben von Partnern, Institutionen oder gesellschaftlichen Normen ausgesetzt ist. Versagen, Schuld, Enttäuschung, Trauer, Hoffnung, Liebe, Tod ... all dies verpackt Broadrick in schlaue und interessante Texte, die er, wie bei späteren Godflesh Alben üblich, mit weicher, immer etwas schräger Hall- Stimme vorträgt. Gut singen konnte Broadrick noch nie. Einen gewissen Charme kann man seiner leicht dissonanten Stimme aber nicht absprechen.
Soundtechnisch knüpft Broadrick zwar an seine frühere Band an, betont aber verstärkt die langsamen, sphärisch-schleppenden Elemente des ursprünglich für Godflesh charakeristischen Sounds, während die aggressiven Parts in den Hintergrund treten. Schwere Industrielle Töne sind auch hier noch gegeben, ja.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Musikalisches Hochwasser 1. September 2005
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Dies gehört zu den langsamsten Platten der Welt. Niemand muss hier etwas beweisen. Die meisten Gitarren- und Bassbreitwände (mit einigen Keyboardlichtern) wurden ohnehin von einem einzigen Menschen aufgetürmt: Justin Broadrick, ehemals bei Godflesh und Techno Animal. Hilfe holte er sich beim Schlagzeug, das dann aber weit, weit nach hinten gemischt wurde und meist nur den Puls markiert. Wie bei fast allen Bands dieser Art (Isis liegt etwa auf der Linie) bleibt der Gesang spartanisch und unverständlich. Die Stimme erinnert gelegentlich an Peter Hammill. Schlammige Urgewalten in Zeitlupe - ein Äquivalent zu den Hochwässern, die diese Erde heimsuchen. Was in Dreiteufelsnamen aber hat Jesus damit zu tun? Wir werden es noch erfahren.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotion pur 15. März 2006
Format:Audio CD
Wer nach zig genialen GODFLESH-Alben Justin Broadricks Kreativität erschöpft vermutete, wird hier eines besseren belehrt. Langsame Tracks mit ultra-tiefen Gitarren überwältigen den Hörer in Kombination mit wahnsinnig schönen Melodien und sehnsuchtserweckendem Gesang. Trotz aller Schwere und Monotonie ist dieses Debut emotional ohne Ende - ich habe noch nie ein so ehrliches Album gehört. Weltklasse!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Doom - nicht ganz... 13. Januar 2006
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Diese Platte schlicht als Doom zu bezeichnen wäre ein bißchen zu einfach. Sicher werden Doom Fans (vor allem aufgeschlossene Funeral Doomster) ihre Freude an dem selbstbetitelten Longplay-Debüt von Jesu haben. Stellenweise erinnern Justin Broadrick's Kompositionen aber an eine ultralangsame Version von Fear Factory (ja, in der Tat bzw. zumindest mich) - vor allem die verzerrten Bässe, die tieftönenden Gitarren und die cleanen Gesangslinien. Trotzdem sollte ein Fear Factory Fan hier nicht unbedingt unbedacht zugreifen.
In aller Kürze: ein monotones, enigmatisches, be-(un?!)-ruhigendes und zugleich aufwühlendes Werk.
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