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Jesu Traum.
  
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Jesu Traum. [Unbekannter Einband]

Christoph: Türcke
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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Springe, zu Klampen 2009. (2009)
  • ASIN: B0074JYI9E
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Christoph Türcke
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
So groß wie der Buchtitel des renommierten Autors ist auch die Enttäuschung bereits nach wenigen Seiten. Das Objekt der Psychoanalyse ist weniger das Neue Testament selber denn seine imaginierten Protagonisten, über die der Autor alle paar Seiten selber schreibt, dass man eigentlich nichts über sie wisse. Da hat er recht, und wäre er doch dabei geblieben!
Offensichtlich ist dem Autor der Stand der historisch-kritischen Exegese nicht geläufig. Daraus erwächst der Grundmangel das Werks: Dem Genre nach ist die Bibel eben kein historisches Werk, genauso wenig wie ein biologisches oder geographisches, sondern ein theologisches. Versucht man, die erprobten und bewährten Werkzeuge der Psychoanalyse darauf anzuwenden, kommt ein so verzerrtes Ergebnis heraus als wolle ein Physiker anhand der Luftschwingungen eine Beethovensymphonie erklären.
Immerhin kann ein guter Physiker dabei unterhaltsame Kenntnisse in Akustik vermitteln. Türcke schafft dies mit einem grundlegenden Überblick über die Methode der Psychoanalyse im Allgemeinen und der Traumdeutung im Besonderen, die Lust auf mehr macht. Nur bitte zukünftig an einem anderen Werkstück!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Audiator
Format:Gebundene Ausgabe
Der Verf. hat sich auf 150 S. die Psychoanalyse des Neuen Testaments zur Aufgabe gemacht - ein hohes Ziel, an der er als Philosophieprofessor wohl nur hatte scheitern können. Seine Thesen: die Jünger und Jüngerinnen Jesu haben dessen Auferstehung halluziniert, weil sie durch den Kreuzestod Jesu traumatisiert waren und sich wegen ihrer Feigheit schuldig fühlten. Die gleiche Begründung findet der Verf. auch für das Wirken Jesu: dieser sei zunächst Lieblingsjünger des Johannes des Täufers gewesen, dann aber von ihm in die Wüste verstoßen worden (warum bleibt offen). Derart traumatisiert habe Jesus das Kommen des Reiches Gottes ersehnt und es in seinem Auftreten zu beschwören versucht, um dadurch entsühnt zu werden. Seine Kindlichkeit sei "eine durch keine äußere Realität zu löschende Glut" gewesen (144).
So originell diese Thesen klingen mögen, so wenig plausibel kann der Verf. sie begründen. Denn sein psychoanalytisches Wissen erstreckt sich auf die Kenntnis latenter Trauminhalte und auf den Mechanismus der Umkehrung, den er ausschließ-lich anwendet. Entsprechend werden die von ihm entdeckten "versprengten und verdrehten Versatzstücke" in den Evangelien dadurch plausibel, dass er sie "nur umgekehrt" liest (149). Wenn er sich auf Freud beruft (zitiert nur nach der Studienausgabe), dann mit Herablassung: Freud habe die Reichweite seiner "tiefsten Einsicht" (in den Primärvorgang) "gründlich unterschätzt" (23 f.). Leider zeichnet sich das Buch auch sonst durch überhebliche Äußerungen und abwertende Unterstellungen aus, so z. B. über Paulus: "Genau das war für den Zeloten Paulus die krumme Tour: ein Privileg nehmen, ohne das Äquivalent dafür zu geben" (54, vgl. auch 65, 70, 86, 95, 115, 128, 136). Das theologische Wissen des Autors zeigt sich in seinen wenigen veralteten Zitaten, die von den Hinweisen auf eigene Werke zahlenmäßig übertroffen werden.
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Voll in die Hose gegangen 20. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Zunächst fand ich den Titel attraktiv. Doch nach ein paar Seiten merkte ich, dass hier einer mit "Schablone brutal" operiert: Jesu Traum sei ein T r a u m a, das darin bestehe, das Jesus angeblich von Johannes in die Wüste geschickt worden sei(Sündenbock statt Lamm Gottes). Alles weitere, was Jesus sagte und tat, habe im Dienste der Verarbeitung dieses Traumas gestanden, die Gleichnisse insbesondere, aber auch das Vaterunser. Der Vater im "Gebet des Herrn" sei gar nicht Gott, sondern "Vater Johannes", dem Jesus seine Schuld (an ihm, weil er Jesus vertrieben habe, der ohnehin unehelicher Sohn der Maria gewesen sei) vergebe. Exegetisch auf dem Stand von Käsemann - (also vor fast 50 Jahren!)- muss diese Jesus-Deutung "voll in die Hose" gehen. Leider kann ich solch ein Buch für meines über Gott, an dem ich gerade arbeite, in keiner Weise brauchen, weil es einfach nur schlau verpackter "Stuss" ist. Holger W.H. Fischer
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