Die Leiche einer 14-jährigen wird nach 3 Wochen im See angetrieben. Sie ist schwanger, nahm Drogen und ihre gut situierten Eltern hatten nicht mal eine Vermisstenanzeige aufgegeben.
Im dritten, 2006 vorgestellten Jesse-Stone-Film "Totgeschwiegen" nach dem Roman "Death in Paradise" von Robert B. Parker verändert sich vieles. Jesse (Tom Selleck, 61) beginnt auf Veranlassung seiner Ex-Frau eine Gesprächstherapie bei Dr. Dix (William Devane, 67). Gleichzeitig entwickelt sich eine neue Beziehung zu der Schuldirektorin Lilly Summers (Orla Brady, 45). Und schließlich wird Jesses Assistent "Koffer" (Kohl Sudduth, 32) lebensgefährlich verletzt.
Die nötige Konstanz liefert die grimmige Molly (Viola Davis), die viel lieber selbst Chief geworden wäre, statt dem Neuen den Kaffee zu bringen.
Laut IMDB liegt der Film im Format 1,37:1 vor - auf meiner Leinwand sah es mehr nach 1,85:1 aus, was die wieder einmal umwerfende Fotografie des Kameramanns David Gribble noch eindrucksvoller zur Geltung bringt. Es ist schon eine Augenweide, was der Mann insbesondere in melancholischem Mischlicht zaubert.
Jesse klärt natürlich auch diesen Fall auf ganz eigene Art und Weise - und durchaus überraschend. Das Drumherum aber, insbesondere die bekannt trockenen Dialoge, kamen bei den beiden ersten Filmen vielleicht eine Nuance witziger.
Dennoch entsteht auch wieder das gute Gefühl, mit dem man stets nach einem Jesse Stone Film aufsteht und sich ein Glas gönnt - Wasser, versteht sich.
film-jury 4* A0652 20.6.2011e 6A Genre: Krimi | Drama