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Ich beziehe mich hier auf die englische Version.
Das Buch ist aus mehreren Interviews mit Jesse Livermore entstanden, und dann auch ihm gewidmet worden. Es ist fiktiv gehalten, spiegelt doch sehr akkurat Livermore's Leben wider.
Man kann viele Börsenweisheiten herauslesen. In der Tat hat sich nach über 100 Jahren wenig geändert. Was heute das Internet ist waren vor 100 Jahren die Morsezeichen mit der man seine Order in Auftrag gab. Was heute die Online-Broker sind waren vor 100 Jahren die Bucket-Shops.
Diese Buch hat mehr einen Unterhaltungswert als einen Bildungswert. Bildungswert weil es über die Geschichte lehrt, und die damalige Zeit sehr gut darstellt (das Original ist sogar in altem Englisch geschrieben, und bis heute so belassen worden).
Die Pyramiden haben die Sklaven gebaut. In diesem Buch erfährt man wie die Wolkenkratzer gebaut wurden und welche Persönlichkeiten dahinter standen.
Die Firmen- und Aktienkultur in Amerika ist so anders und bietet mehr Vorteile, als die in Europa oder die hier in Deutschland. Und in diesem Buch kann man auch gut mitbekommen, wie sich diese Kultur entwickelte. (Allein die Möglichkeit Leerverkäufe zu tätigen ist für mich Grund genug mein Geld in den USA anzulegen.)
In den USA liefert dieses Buch immer wieder für Gesprächsstoff auf Parties, an dem viele Aktionäre und Händler teilnehmen.
Man liest dieses Buch vornehmlich wegen der Weisheiten und um sich mit anderen Händlern auszutauschen.
Falls ein Leser überhaupt keine Ahnung vom Handel hat, so wird er hier nicht so viel über den eigentlichen Handels-Hergang erfahren. Dafür gibt es wieder andere Bücher.
In den USA ist das das Buch, das nicht jeder Händler lesen MUSS, sonder jeder Händler liest, gelesen hat und kennt.
Livermore hatte fast Heldenstatus für mich. Man muss sich jedoch im Klaren sein, dass Livermore ein Vollblutt-Spekulant war, und kein Investor (wie zum Beispiel Kostolany).
Für alle, die es interessiert. Hier ein paar Fakten, die nicht im Buch stehen: man machte Jesse Livermore für den grossen Crash im Jahre 1929 verantwortlich (aus dem er auch sehr profitierte), er erhielt deswegen Morddrohungen; er heiratete eine berühmte New Yorker Tänzerin (Name vergessen), sie erschoss Jahre später aus Streitigkeiten ihren gemeinsamen Sohn; Livermore beging nach seiner letzten Pleite Selbsmord.
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