Da ich derzeit ziemlich viel lese, was die Themen "Tod, Jenseits" etc. behandelt, habe ich nun auch zu dem Buch "Jenseitswelten" von James von Praagh gegriffen.
Zum einen fand ich in dem Buch sehr klassische Elemente aus der Esoterik wieder (der Weg der Seele nach dem Abstreifen der physischen Hülle) zum anderen las ich in dem Buch Neues, das mir noch nicht geläufig war und das ich "sehr persönlich" (aus der Sicht des Autors) nennen möchte.
Wenn es stimmt, dass es im Jenseits richtige "Häuser" (Traumhäuser) gibt, die wir uns mithilfe von himmlichen Architekten bauen können, dann ist das einfach eine schöne und tröstliche, ja, geradezu beflügelnde Vorstellung, dass wir im Jenseits endlich die Wohnung beziehen können, die wir wirklich wollen. Ob es der Wahrheit entspricht, weiß ich nicht. Es kommt mir sehr "amerikanisch" vor - das ist meine Meinung -, weil es teilweise sehr verblümt klingt und etwas klischeebeladen rüber kommt. Anderseits habe ich mich schon oft genug dabei ertappt, wie ich mir im Geiste meine "Traumwohnung" vorstellte.
In so fern kann es nur schön und positiv sein, dass wir das alles glauben. Das Buch vermittelt eine positive Stimmung, tut gut, macht "happy" (ich finde, dieser Ausdruck passt recht gut) und James von Praagh wirkt sympathisch und -trotz allem- glaubwürdig.
Ob man es nun glaubt oder nicht, sei dahingestellt, aber das Buch tut gut und hinterlässt ein positives Gefühl und dem Buch zufolgte braucht sich niemand vor dem Tod fürchten.
Die von ihm beschriebenen "Readings" sind sehr anrührig, man fühlt mit, man ist - im positiven Sinne - betroffen und berührt. Ich gestehe allerdings, dass es mir dann - auf die Dauer - zu viel wurde. Nachdem man einige "Readings" gelesen hat, erkennt man, worum es geht und das Ganze kommt etwas langatmig rüber.
Dennoch: Alles in allem ein tröstendes, schönes, Mut machendes, positives und auch erklärendes, stimmiges Buch, das vor allem dann beruhigt, wenn man schon einen geliebten Menschen verloren hat oder sich mit dem "Tod" auseinandersetzt. Außerdem ist es weder zu platt, noch zu abgehoben, bewegt sich also auf dem goldenen Mittelweg und daher für jederman empfehlenswert, der sich mit dem Thema befassen möchte.