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Jenseitsnovelle
 
 

Jenseitsnovelle [Kindle Edition]

Matthias Politycki
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Stilvoll und raffiniert erzählt Politycki von den Abgründen einer in die Jahre gekommenen Ehe. Und er erzählt es auf diesem Hörbuch tatsächlich selbst, als Sprecher, oder besser Vorleser. Das schafft Nähe, wirkt persönlich, bisweilen gar intim. [...] Nina Petri, deren Stimme hervorragend mit Polityckis harmoniert, zeigt sich einmal mehr als leidenschaftliche Vorleserin, klingt angemessen zurückgenommen und wirkt dennoch sehr präsent. Das Hörbuch [...] lebt von der puren Kraft der Worte und der gelungenen Dynamik des Vorlesens. (MDR figaro)

Traumhaft schön bis zur letzten Minute. (hörBücher, 4/2010)

Dass sowohl Matthias Politycki als auch Co-Sprecherin Nina Petri mit geschulter Stimme lesen, macht das Hörbuch zu einem wirklichen Genuss. Die Beiden verstehen es mühelos, die Stimmlagen der jeweiligen Gemütsstimmung anzupassen und diesem eher ruhigen Werk durch verschiedene Sprechtempi Spannung zu verleihen. Dass der Autor selber spricht, rückt die einzelnen Passagen ins richtige Licht und ist für die ganze Geschichte eindeutig eine wertvolle Zugabe. (Rita Dell'Agnese, leser-welt.de)

Kurzbeschreibung

Eine mitreißende Liebesgeschichte - und ihr schlimmster Albtraum zugleich. In einer Novelle von bedrückender Dichte erzählt Matthias Politycki vom Glück und Unglück der Liebe und wie der Tod all ihre Gewissheiten zunichtemachen kann. Eine atemlose Reise in die Abgründe von Treue und Betrug, das Drama einer Liebe in unserer Zeit.Hinrich Schepp ist unter die Sehenden geraten. Nach Jahrzehnten starker Kurzsichtigkeit möchte er den Frauen und ihrer grandioser Unbegreiflichkeit endlich auf den Grund kommen. Umso mehr, als er in seiner Stammkneipe eine verführerische Schönheit an der Bar beobachtet, die - für einen Schepp entsetzlich verwerflich und glückverheißend zugleich - von ihrer Begleiterin erst geküsst, dann sogar in den Hals gebissen wird. Sein Leben gerät endgültig in Schieflage, als ebenjene Frau wenig später wieder in seiner Kneipe auftaucht - als Bedienung. Aber was hat das alles mit den Notizen seiner Frau Doro zu tun, die er eines Morgens auf dem Schreibtisch findet? Und was mit dem dunklen kalten See, in den die Frischverstorbenen laut Doro alle hineinmüssen, um darin ein zweites Mal zu sterben?

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Matthias Politycki
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Kundenrezensionen

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein schönes Buch 1. Juli 2010
Von www.zeilenreisende.de TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Jenseitsnovelle ist gar nicht so einfach zu beschreiben, und sogar noch schwieriger zu bewerten. Hinrich, der Protagonist, findet eines schönen Tages seine Frau tot über Papieren gebeugt auf. Doch statt zu trauern und den Arzt zu holen beginnt Hinrich zu lesen. Zuerst springen ihm ein paar Kommentare in Auge. "Fahr doch zur Hölle" Warum schrieb seine Doro so etwas? Ist es an ihn adressiert? Nun kann Hinrich nichts anderes als sich Satz für Satz durchzukämpfen. Nach und nach wird ihm bewusst, dass seine Frau etwas vermutete. Dachte sie etwa er habe sie betrogen? Wie konnte sie nur darauf kommen?

Im Grunde durchlebt Hinricht alle möglichen Gefühle. Nicht nur Trauer, sondern auch Wut erwachen in ihm und dann die traurige Erkenntinis und die Einsamkeit.

Das Ende der Novelle zeigt eine völlig unerwartete Wendung. Im Grunde geht der Autor davon aus, dass sogar kleine Entscheidungen das komplette Leben verändern können. Ist unser Leben, so wie es ist nur ein Zufallsprodukt? Würden wir uns in einer Situation anders entscheiden, hätten wir dann ein ganz anderes Ende zu erwarten?

Gerade dieses Ende hat mich dazu gewegt dieser Novelle die volle Punktzahl zu geben. Denn zuvor war ich noch ein wenig enttäuscht - das Buch schien sich in die völlig falsche Richtung zu entwickeln doch der Autor hat es doch noch geschafft etwas tolles daraus machen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wunderbarer Erzählstil 26. Dezember 2009
Von Karin Fiedler VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Schwer über dieses Buch zu schreiben.
Schwer, ganz einfach deshalb weil ich nicht zu viel verraten möchte.

An einem sonnigen Herbsttag erwacht Hinrich Schepp, Professor für chinesische Sprache (Sinologie). Er steht auf - geht zu seiner Frau Doro, die er im Arbeitszimmer vermutet - und sieht sie, wie schon so oft schlafend, den Kopf auf dem Schreibtisch gelegt. Nachdem sie die ganze Nacht seine Arbeiten lektoriert hat.
Wenn nur nicht dieser Geruch gewesen wäre, dieser Geruch. So als hätte Doro das Blumenwasser nicht gewechselt.

Und hier breche ich auch schon ab, mit meiner Inhaltsangabe.

Was uns mit diesem Roman erwartet ist sehr vielschichtig. Der Autor, Matthias Politycki, wechselt im Buch mehrmals den Erzählstil. Im Roman selbst erwartet uns noch ein Auszug eines Romanes, geschrieben von Schepp. Dieser weißt einige parallelen zu dessen Leben auf und langsam verwirrt uns der Autor mit immer neuen Tatsachen. Mögen manche Details in diesem Buch makaber wirken, so bedient sich der Autor an einfacher und häuslicher Wohlanständigkeit, sowie auch an gewöhnlicher und unfeiner Sprache.

Für mich ist dieses Buch ein Meisterwerk der Sprachvielfalt.
Hingerissen vom Leben des Protagonisten und dem Mitleid, welches man für Doro empfindet. Trotz allem vermag man es nicht, sich auf die Seite der Protagonisten zu stellen. Vielmehr geht man zusammen mit ihnen ihren Weg. Und am Ende des Weges erwartet uns die Krönung der meisterhaften Verwirrung. Politycki hat den Schalk im Nacken und neckt seinen Leser. Ich persönlich danke ihm dafür und für dieses sprachliche kleine Feuerwerk der Literatur.

Ein Tipp:
Informiert euch nicht zu sehr über das Buch. Schaut euch den Trailer an und dann lest es. Ihr werdet es nicht bereuen.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mit Angst und Bangen schaut die noch junge Dorothee Wilhelmine Renate Gräfin von Hagelstein auf ihr Ende, weil sie die unmöglichsten Jenseitsvorstellungen plagen. Sie gehörte in jungen Jahren zu den hoffnungsvollsten Sinologen an der FU in Berlin! Als der angehende und etwas glücklose Professor Schepp, ebenfalls Sinologe, sich mit ihr zusammen tut, kann er sie trösten. Vor einem Bild in der Nationalgalerie mit einem Felsen im See hält er ihre Hand und verspricht ihr, sie in ferner Zeit zu dem imaginären See zu begleiten, hinter dem Doro das Jenseits vermutet. Bald darauf ist sie mit ihm verheiratet!

Nun sind sie alt geworden und der große See ist nicht mehr fern!

Schepp findet seine Frau eines Morgens tot am Schreibtisch. Der unerwartete Tod versetzt ihn in Schock, Trauer und Erklärungsnotstand, denn seine Frau hat ihm ein schriftliches Vermächtnis hinterlassen. Auf diese Weise kommt eine lange verborgene Wahrheit ans Licht.
Das scheinbar korrekte Bild seiner Ehe mit Doro zerfällt nach ihrem plötzlichen Tod in viele Einzelteile, die den Leser irre machen und vielfältige Assoziationen wecken.

Hin und her gerissen zwischen irdischem Sein und der sich eröffnenden Perspektive auf eine ganz und gar nicht so reine Ehe, wie sie uns Schepp weismachen will, erfahren wir Wahrheiten aus dem Leben eines Mannes, der sich im schönen Schein gesonnt hat.

Matthias Politycki scheut vor keinem makaberen Detail zurück. Der Stil wechselt zwischen weihevoller und bürgerlicher Wohlanständigkeit und der Lebensgier eines ausgehungerten Casanovas. Wer ist dieser Mann, der sich hinter dem Schein eines Wesens versteckte, das seine Frau zu durchschauen glaubte?
Ausgeburten von Fantasien beschreiben Szenen, in denen man sich den Professor durchaus als ausschweifenden Lüstling vorstellen kann. Noch jetzt, im Angesicht des Todes, kann er nicht fassen, was er da zu lesen bekommt.
Ist er ein Tölpel? Hat er den Anschluss an die Realitäten des Lebens verpasst? Wir dürfen uns überraschen lassen!

Mit spitzer Feder und den fein beobachteten Fehleinschätzungen von Hinrich Schepp und seiner Frau Doro über die gegensätzlichen Vorstellungen ihrer Ehe demonstriert uns Matthias Politycki die Wirklichkeit. Das gelungene Soziogramm einer langjährigen Beziehung kann uns das Fürchten lehren über die Grenzen von Verständnis, die Eifersucht und die verwegenen Pfade, in denen eheliche Bindungen enden können.

Der Autor ist mit der Geschichte des unglücklich- glücklichen Hinrich Schepp eine interessante und ausgezeichnete, kurze und inhaltsreiche Novelle gelungen, die mit Erkenntnissen aus dem wahren Leben zwischen Mann und Frau aufwartet. Man ist entzückt über so viel Lebensweisheit und die realistisch -bezaubernde Geschichte, die uns die Welt so nahe bringt und den ganzen Reichtum des Lebens in sich birgt.
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nichts für Dünnhäutige
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Mathias Politycki - Jenseitsnovelle
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Veröffentlicht am 5. November 2009 von hasewue
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