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Buchnotiz zu : Die Zeit, 31.12.2003
Es gibt so einiges, was die Rezensentin Constanze Stelzenmüller an diesem Buch ärgerlich findet - doch die Schuld für Versäumnisse sieht sie weniger beim Autor, dem Cap Anamur-Gründer Rupert Neudeck, als bei seinem Lektor, der so manche Schludrigkeit im Text stehen ließ. Dass Neudeck kein sorgfältiger Reporter und Rechercheur ist, sondern mit der Stimme eines Mannes spricht, "der mit heißem Herzen denkt", macht für Stelzenmüller sogar die Qualität dieser "Brandpredigt" aus. Denn Neudeck habe tatsächlich eine Menge zu erzählen über die von der Staatengemeinschaft und ihren Organisationen enttäuschten Menschen in Afghanistan: "er schreibt, um ihrem Leiden und ihren enttäuschten Hoffnungen Gehör zu verschaffen" - und das "spontan, direkt, eindringlich, anklagend". Insofern lautet der Vorschlag der Rezensentin: das Buch lesen und dann "fragen Sie an, wie Sie helfen können".
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Kurzbeschreibung
"Jenseits von Kabul" liegt das wahre Afghanistan - aber die meisten Journalisten und Diplomaten lernen es niemals kennen. Sie ziehen es vor, die schwer bewachte Hauptstadt nicht zu verlassen, an deren Grenzen der Schutz durch die ISAF-Truppen endet und das eigentliche Abenteuer beginnt. Rupert Neudeck gehört nicht zu ihnen. Er hat Afghanistan oft bereist und das Land wie kaum ein anderer Deutscher kennen gelernt. Sein neues Buch ist eine Liebeserklärung an ein faszinierendes, geheimnisvolles Land.