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Produktinformation
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Von der Mitte des letzten Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs reicht die Zeitspanne, die diese große amerikanische Familiensaga umfaßt. Sie erzählt die Geschichte der Trasks und der Hamiltons: die Geschichte von Charles und Adam, den ungleichen Brüdern, die um die Liebe ihres Vaters buhlen und den Reizen derselben Frau erliegen. Von eben jener Cathy die ihren Mann und die neugeborenen Zwillinge verläßt, um sich ihren Lebensunterhalt in einem Bordell zu verdienen. Und von Aron und Caleb, ihren beiden Söhnen, deren spannungsgeladenes Verhältnis in einer modernen Version des biblischen Kainsmythos gipfelt.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Steinbecks literarisches Testament,
Von
Rezension bezieht sich auf: Jenseits von Eden: Roman (Taschenbuch)
Steinbeck hat Jenseits von Eden sein literarisches Testament genannt. Vielmehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. Wer dieses Buch jedoch nur liest weil er Elia Kazans Verfilmung gesehen hat, wird vermutlich von seiner Vielschichtigkeit überrascht sein, denn dieser Film deckt nur einen Bruchteil der Handlung des Romans ab. Der Roman besteht aus zwei Handlungsfäden, den Trasks und Steinbecks eigener Familie der Hamiltons. Tatsächlich hatte er in der ersten Version des Romans vorgehabt, die Kapitel, die seine eigene Familie betreffen immer mit einer Einleitung für seine Söhne zu beginnen. Bei einer späteren Bearbeitung wurde dieses Konzept jedoch fallengelassen. Der Roman begleitet die Familie Trask über drei Generationen hinweg bis zu dem Beginn des ersten Weltkrieges. Die Hauptfigur ist Adam Trask, den der Leser von seiner Kindheit an verfolgt. Gezeigt wird sein gestörtes Verhältnis zu seinem jüngeren Bruder Charles, seine Beziehung zu dem Vater Cyrus und seine Liebe zu Cathy, seiner Frau die ihn später verläßt, nachdem sie ihm zwei Söhne, Aaron und Caleb geboren hat. Steinbeck läßt hier die Geschichte von Kain und Abel wieder auferstehen. Und auch seine Geschichte zeigt das verzweifelte Ringen Kains (Charles und Calebs) um die Liebe seines Vaters und die Zurückweisung. Eingeflochten in die Trask-Geschichten sind die Geschichten um die Familie Hamilton, von der Steinbeck mütterlicherseits abstammt. Die Kapitel sind zum Anfang des Romans streng alternierend einmal den Trasks und den Hamiltons zugeordnet. Zur Mitte des Buches lockert sich jedoch die Struktur auf. Das einzige was negativ auffällt ist die Übersetzung ins Deutsche. Die ist gelinde gesagt grauenhaft steif. Der wundervolle Ton des Originals kommt nicht einmal annähernd rüber. Daher auch der Abzug bei den Sternen. IM ORIGINAL LESEN! Ist es wert!
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Philosophisches Meisterwerk, von dem nicht loszukommen ist,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jenseits von Eden: Roman (Taschenbuch)
Es gibt Bücher, die liest man zur Freude und zum Kummer. Es Gibt Bücher, die liest man aus Interesse oder zur Beschäftigung. Und es gibt Bücher, die man lesen muß, da sie das Leben auf unnachahmbare Weise bereichern. Im Roman "Jenseits von Eden" von J.Steinbeck wird von den Familien Trask und Hamilton erzählt, vom Vater Cyrus Trask, seien ungleichen Söhnen Adam und Charles, von den Kindern Adams, den wiederum ungleichen und ungleich geliebten Zwillingen Cal und Aron, von denen der eine verbittert um die Liebe seines Vaters kämpft und somit seinen Vater und seinen Bruder ungewollt in den Tod treibt. Es wird erzählt von der gewissenlosen und zutiefst bösen Ehefrau Adams. Ebenso wie von Samuel Hamilton und seiner Familie erzählt wird, dem Schmied von solch hoher Gelehrtheit und Inteligenz, in dessen Brust die Leidenschaft und Liebe zu allem Guten in unvorstellbarem Maße geballt ist. Es wird erzält von Lee, dem Chinesen und Haushälter Adams, der die Menschen und das Leben verstehen und ergründen kann. Bei alldem erzählt und handelt der Roman eigendlich nicht von einer Geschichte, er behandelt DIE Geschichte. Die einzige und niemals endene Geschichte der Welt, die Geschichte von Gut und Böse, dem ewigen Kampf im Menschen. Wer entscheidet diesen Wettschtreit zwischen Tugend und Laster? Ist der Mensch als gut oder böse vorherbestimmt? Der Mensch verfügt über die Freiheit der Wahl, nur er allein bestimmt über Gut und Böse. Durch die Herrlichkeit der eigen Wahl wird der Schwachheit,Feigheit und Faulheit der Boden unter den Füßen weggezohgen. Durch sie ist die Leiter, auf der der Mensch zu den Sternen emporklimmen kann. Steinbeck beschreibt die Charaktere, wie kein Zweiter. Sein Wissen über die damalige Zeit und ihre Umstände ist grandios. Die leserische Qualität umwerfend und seine Vorhersagen uber den Wandel der Geschichte wahrhaft prophetisch. Wer immer in der Ethik und Moral des menschlichen Handelns belehrt werden möchte, wer für ein gerechtes und ehrliches Leben unverzichtbare Weisheiten erlangen will, der ist für Steinbeck bestimmt. Wer Steinbeck anfängt zu lesen, hört niemals damit auf. Wer sich in die Philosophie verliebt, kommt nicht um ihn herrum. Wer ihn versteht, wird Zeit seines Lebens im Geiste mit Lee und Samuel Hamilton reden, ihre Weisheiten und Ideen studieren, ausarbeiten und verbreiten und wird unerschüterlich an die Freiheit der eigenen Wahl glauben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Der Weg liegt offen vor dir." (Lee),
Von
Rezension bezieht sich auf: Jenseits von Eden: Roman (Taschenbuch)
"Jenseits von Eden " des Literaturnobelpreisträgers John Steinbeck ist die Geschichte zweier Familien, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.Der Roman spielt im Kalifornien des 19. Jahrhunderts und reicht bis hin zum Ende des 1. Weltkrieges. In Amerika herrscht Gründerzeitstimmung und die Industrialisierung sowie die wachsende Infrastruktur prägen den Zeitgeist. Charles und Adam Trask wachsen auf einer Fram auf und die beiden Bruder buhlen um die Gunst ihres Vaters. Dieser ist besessen von dem Gedanken, eine ehrenvolle Aufgabe im Militär zu bekommen, was ihm als Invalide jedoch versagt bleibt. Während Charles die Farm bewirtschaftet, wird Adam zur Armee geschickt. Als er nach Jahren wieder zurück kommt, voll von schrecklichen Erlebnissen, findet er die schwer verwundete bildhübsche Cathy und pflegt diese gesund. Beide Brüder verlieben sich in die eigenartige Frau. Im zweiten Teil heiraten Adam und Cathy und sie wird mit Zwillingen schwanger. Liebestrunken kauft Adam eine Farm und will sie zum trauten Heim umbauen. Doch Cathy negiert ihre Schwangerschaft und verlässt nach der Geburt der Zwillinge in einer dramatischen Szene Adam und die beiden Säuglinge. Wieder ist Adam traumatisert und Lee, der chinesische Diener, sowie Samuel Hamilton, ein weiser Erfinder, nehmen sich der Trasks an. In der Folge wiederholt sich die Geschichte- nun sind es die Brüder Caleb und Aron, die um die Gunst des Vaters kämpfen. "Jenseits von Eden"-dieser Titel bezieht sich auf ein Zitat aus dem 1. Buch Mose in der Bibel. Nachdem Kain aaus Wut seinen Bruder Abel erschlagen hat, wird er von Gott aus dessen Nähe vertrieben und siedelt "jenseits von Eden" in dem Lande Nod. Die Figuren der alttestamentlichen Ur-Familie stehen sinnbildlich für die im Roman charakterisierten Personen. Es dreht sich alles um die Ur-Frage des Menschen, der schon Eva im Paradies ausgesetzt war: Wie kommt es dazu, dass der Mensch sich bei der Wahl zwischen Gut und Böse oft für das Böse entscheidet? Dass der Mensch eine Wahl hat und verantwortlich für sein Tun ist, erörtert Steinbeck meisterhaft in einem Gespräch zwischen Lee und Sam Hamilton- für mich ist dies der Höhepunkt des Buches. Es geht um die Bedeutung des hebräischen Wortes "timschal", dem in der Kain-und-Abel-Geschichte eine entscheidende Bedeutung zukommt. In dem Wörtchen steckt kein Befehl, sondern eine Verheißung, eine Wahl. Die Entscheidung für sein Handeln liegt beim denkenden Menschen, der sich nicht aus der Verantwortung für sein Tun herauswinden kann. Dieser rote Faden zieht sich durch alle Protagonisten dieses Buches, ob sie sich für das Übel (wie Cathy) entscheiden oder für den Weg der Tugend wie Samuel Hamilton. "Jenseits von Eden" ist ein wundervolles Buch, gespickt mit Lebensweisheiten, gefüllt mit herrlichen Landschaftsbeschreibungen und gewürzt duch ausgefeilt Charakterisierungen. Ein Meisetwerk der Literatur. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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