Da hat die Brentford-Reihe von Robert Rankin so gut begonnen und jetzt das. "Der Antipapst" war hervorragend, "Die Akte Brentford" sogar noch besser, aber ebenso wie bei der Armageddon-Trilogie konnte Rankin das Niveau beim dritten Teil nicht mehr halten. So ist Jenseits von Ealing "nur" noch ein gutes Buch, kein phantastisches mehr.
Die Handlung ist gewohnt abgedreht (und hat mich ein wenig an den Film "Futureworld" erinnert), die Hauptfiguren sind die selben wie in den beiden Vorgänger-Romanen (+ prominente Unterstützung *g*), aber die Atmosphäre kommt einfach nicht an die ersten beiden Teile heran, aber das war wohl bei dieser Handlung einfach nicht möglich. Die gemütliche Lebenskünstler- bzw. Pub-Atmosphäre konnte bei der allgegenwärtigen Bedrohung durch Gates & Windows ... ups ... ich meine natürlich die Tore & Fenster Corp. nicht aufkommen. Beklemmung statt Skurilität - kein guter Tausch für Bücher, wie sie Robert Rankin schreibt.
Zu bemerken ist noch, daß die teilweise Zerstörung von Brentford, welche im Zuge der Ereignisse am Schluß von "Die Akte Brentford" stattgefunden hat, in diesem Buch nicht berücksichtigt wurde. Brentford steht da wie gewohnt. Allerdings mache ich das Robert Rankin nicht zum Vorwurf: Was wäre das für ein Buch geworden, wenn es in einer Trümmerlandschaft gespielt hätte?
Und natürlich sind erneut die nervigen Kommentare des Übersetzers und seines Lektors enthalten. Warum können die nicht endlich begreifen, daß es ihre Aufgabe ist, Bücher möglichst originalgetreu ins Deutsche zu übersetzen? Wenn sie unbedingt kreativ sein wollen, sollen sie eigene Bücher schreiben!
Fazit: Das Buch ist deutlich schwächer als die beiden ersten Teile, aber dennoch lesenswert und ich werde mir auch noch den vierten Teil kaufen.