Das ist doch endlich mal ein Fantasy-Roman, der schon allein sprachlich anrührt. Okay, das Muster ist wie immer bei Fantasy-Geschichten: „Gut" kämpft gegen „Böse" und natürlich siegt auch das „Gute". Letztendlich ist ja aber die künstlerische Darstellung das Entscheidende und die ist in „Jenseits des blauen Planeten" nun wirklich gegeben. Vielleicht ist es gerade die Sprachgewalt, die den Roman so lesenswert macht. Darin einordnen würde ich die Gedichte, die jeweils einem Kapitel voranstehen: Sie sind fast ausnahmslos wunderschön, wecken Interesse und regen zum Nachdenken an. Dann sind es aber auch die Beschreibungen der gegensätzlichen Welten, in denen die „Gemini" und die „Occuluni" leben, die nicht besser hätten sein können. Es gibt kaum Erzählungen, die mit wenig Dialog auskommen können, „Jenseits des blauen Planeten" kann es. Und deswegen darf der Roman meiner Meinung nach in keiner guten Bibliothek fehlen. Ich hoffe, dass dies noch viele, viele Leser erkennen werden.