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Jenseits der Stille


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Produktinformation

  • Darsteller: Tatjana Trieb, Sylvie Testud, Howie Seago, Emmanuelle Laborit, Sibylle Canonica
  • Komponist: Niki Reiser
  • Künstler: Gernot Roll, Jakob Claussen, Caroline Link, Patricia Rommel, Susann Bieling, Thomas Wöbke, Beth Serlin, Luggi Waldleitner
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Euro Video
  • Erscheinungstermin: 7. November 2001
  • Produktionsjahr: 1998
  • Spieldauer: 108 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (90 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005QIY4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.242 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Das Mädchen Lara hat als Kind taubstummer Eltern eine schwierige, aber dennoch glückliche Kindheit - bis sie ihre Liebe zur Musik entdeckt, einer Welt, in die ihr ihre Eltern nicht folgen können. Jenseits der Stille spricht von Gehörlosen, von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, von erster Liebe und großem Kummer mit einer Leichtigkeit, die einfach Spaß macht. Jenseits der Stille ist einer der schönsten Filme des Jahres, eine Liebeserklärung an das Leben an sich.

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Wunderschöne, witzige und wunderbar berührende Coming-of-Age-Geschichte von Caroline Link, die für ihr Regiedebüt mit etlichen deutschen und bayerischen Filmpreisen überschüttet wurde. Erwachsen und selbständig wird darin Lara (Entdeckung Sylvie Testud, die auch in Caroline Links Nachfolgefilm, der modernen Adaption des Kästner-Klassikers Pünktchen und Anton eine wichtige Rolle spielt), die als Tochter gehörloser Eltern nicht so schnell von ihnen losgelassen wird. Als Kind übersetzt sie alte Liebesmelodramen im Fernsehen für die Mutter in Gebärdensprache und nutzt ihre Übersetzerfunktion schon mal beim Elterntag in der Schule zu ihren Gunsten aus. Als sie älter wird, beginnt sie sich fürs Klarinettenspiel zu interessieren. Ihr Vorbild ist Clarissa (Sibylle Canonica, die sonst in den Münchner Kammerspielen auf der Bühne steht), die Berufsmusikerin ist und von ihrem Mann (TV-Veteran Matthias Habich in einer prägnanten Nebenrolle) getrennt lebt. Doch Laras Vater, der keinen Sinn für die Welt der Musik hat, will ihr die Musikhochschule verbieten. Lara muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Weg gehen will.

In wunderschönen, poetischen Bildern (Kamera von Profi Gernot Roll), z.B. Schneefall vor den Fenstern oder ein Tanz auf dem Eis, erzählt Kinoregiedebütantin Link ihre ergreifende Geschichte ohne die Behinderten-Thematik kitschig-süßlich oder pädagogisch-engagiert auszuwalzen. Zur melancholisch-lebensfrohen Stimmung des Sleeperhits, der knapp zwei Mio. Menschen in die deutschen Kinos zog, bei Filmfestivals in Tokio und Chicago Preise gewann und sogar beim Oscar-Rennen mitmachen durfte, trägt maßgeblich die Musik von Niki Reiser bei, der beim Score sowie bei Vorführstücken von Lara Klezmer-Musik einbaute. --Heike Angermaier -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

58 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lilah am 29. Dezember 2008
Format: DVD Verifizierter Kauf
Mit einer unglaublichen Feinfühligkeit und Leichtigkeit geht dieser Film an ein recht schwierige Thema heran.

Das hörende Kind gehörloser Eltern entdeckt die Musik für sich, als es von seiner Tante eine Klarinette geschenkt bekommt. Mit wunderbaren Klängen wird die Musik im Herzen des Mädchens (Lara) immer größer, bis es sich entschließt tatsächlich Musikerin zu werden. Das bleibt nicht ohne Konflikte mit dem Vater, da durch die Musik die Kluft zwischen der Tochter und den Eltern immer größer wird. Die Musik wird Auslöser eines Generationenkonflikts und eines Problems, das schon lange unter der Oberfläche gebrodelt hat. Der Keil zwischen Lara und ihrem Vater scheint immer größer zu werden, bis die Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt.

Tatsächlich kommt der Film ohne Klischees, Kitsch und Übersentimentalität aus. Er denunziert weder die eine, noch die andere Gruppe. Stattdessen ist er gespickt mit Poetik und Sensibilität.

Zudem rutscht der Film trotz Konflikt zwischen Vater und Tochter nie ins Überdramatische hinein. Man hat immer die Möglichkeit mit den Charakteren mitzufühlen und ihre Standpunkte zu verstehen. Außerdem wird die Handlung oft von einer mitreißenden Leichtigkeit und einem hoffnungsvollen Frohsinn mitgetragen.

Außerdem ist Lara kein stilles Mäuschen, sonder selbstbewusst und sicher zu ihrem Weg stehend.

Die musikalische Untermalung ist atemberaubend schön. Die Klarinettenstücke schwanken zwischen Fröhlichkeit und Melancholie und stehen parallel zum Geschehen.

Fazit: Dass es sich hier nicht um ein Blockbusterkino mit überschäumender Dramatik und hochspannungsgeladener Stimmung handelt, dürfte wohl klar sein. Das alles braucht der Film auch gar nicht um sich in die Herzen des Zusehers zu spielen.
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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 28. November 2001
Format: DVD
Durch Zufall schaltet man den Fernseher kurz vor Weihnachten ein und wird sogleich von den ersten Bildern gefesselt - so fing die erste Begegnung mit dem besten deutschen Spielfilm seit langer Zeit an. Nun also auf DVD: hervorragende Schauspieler, sorgfältig entwickelte Charaktere, bezaubernde Augenblicke, anrührende Klarinetten-Musik, wundervolle Landschaften, durch die meisterliche Kameraarbeit perfekt in Szene gesetzt - es gibt keine Stelle, über die es etwas Negatives zu schreiben gäbe. Ein dickes Lob gebühren Tatjana Trieb als "kleine" Lara mit starker Ausdruckskraft, Sylvie Testud mit ihren neckischen Szenen als erwachsene Lara und Emanuelle Laborit, die sehr viel von der Ausdrucksfähigkeit der Marlee Matlin in "Gottes vergessene Kinder" hat, was nicht wundert, da sie die Rolle der Sarah in Frankreich am Theater spielte. Alles in allem: dieser Film macht auch noch beim fünften, sechsten Ansehen Spaß, rührt an und bezaubert durch eine Atmosphäre, die sich selbst durch die längste Rezension einfach nicht beschreiben lässt. 10 Sterne, wenn es das denn gäbe, und unbedingt zulegen!
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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "juliaborgas2" am 11. Juni 2004
Format: Videokassette
Dieser Film ist einfach sehenswert. Zum einen wird die Geschichte des kleinen Mädchen mit seinen gehörlosen Eltern sehr realistisch dargestellt, auch die Gehörlosigkeit der Eltern. Auf der anderen Seite wird auch eine Liebesgeschichte eingebaut, duch die deutlich wird, dass man Verständnis und Geduld für den anderen aufbringen muss, wenn man ihn wirklich liebt.
Wer Fan von dem Klarinettisten Giora Feidman ist, der muss sich schon allein deswegen den Film anschauen. Wer bisher nichts für diese Art von Musik abgewinnen konnte, der wird sie hinterher lieben und nicht mehr aus seinen Ohren kriegen!!!
Also nichts wie ran an den Film!!! ;o)
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stephan Seither TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 21. April 2009
Format: DVD
Die kleine Lara hat es nicht gerade leicht - in der Schule hinkt sie den Leistungen ihrer Mitschüler hinterher, die eigenen Eltern können die Defizite nicht ausgleichen - Vater und Mutter sind nämlich gehörlos... - Einzelkind Lara wächst somit von Kindesbeinen an in die Rolle der Vermittlerin zwischen gehörlosen Eltern, Verwandten, Bankberatern, Lehrern usw. hinein....

Caroline Link ist es gelungen u.a. den Abnabelungsprozess zwischen Eltern und Kind zu thematisieren, dieser nicht gerade konfliktfreie Prozess wird hier zudem verstärkt durch das spezielle Band der besonderen Abhängigkeit(en) zwischen behinderten Eltern und der von Handicaps verschonten Tochter, die über die Musik eine Welt entdeckt, in der ihre Eltern nicht folgen können.

Die Handlung nimmt den sicherlich schnell gefesselten Zuschauer mit in eine Welt, von der man als hörender Mensch nicht viel ahnt, in der man sich oft ganz andere Fragen stellt - so z.B. die, welches Geräusch der Sonnenuntergang wohl verursachen mag?

In welches Genre ist der Film denn nun einzuordnen? In die Schublade "Komödie" passt er beim besten Willen nicht und für eine Tragödie fehlt dem Film, per klassischer Definition einer Tragödie, schlicht der tragisch gescheiterte Held! Vielmehr entwickeln sich alle Protagonisten während der 112 Minuten Filmerlebnis, in durchaus unterschiedliche Richtungen, weiter.

Fazit:
Von Kitsch keine Spur, die Trändendrüsen werden nicht überstrapaziert und selbst die Tatsache, dass man der "älteren" Lara (gespielt von Sylvie Testud) ansieht, dass deren unverändert eingesetzte Mutter (gespielt von Emmanuelle Laborit) wenigstens gleichaltrig sein müsste, in Wirklichkeit ist Sylvie Testud sogar ein knappes Jahr älter, stört nur ganz kurz, kaum der Rede wert - was bleiben wird ist die Erinnerung an einen absolut sehenswerten Film!
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