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Jenseits des Muttermythos. Über die Trennung von Gebären und Aufziehen
 
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Jenseits des Muttermythos. Über die Trennung von Gebären und Aufziehen [Broschiert]

Ursula Zingeler


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Kurzbeschreibung

In diesem Buch wird das vielschichtige Phänomen Mutterschaft aus einem besonderen Blickwinkel betrachtet, indem die biologische, als "natürlich" angesehene Einheit von Gebären und Aufziehen aufgegeben wird. Gegenstand dieser ideologiekritischen Analyse sind zweierlei Mütter: diejenigen, die ein Kind zur Welt bringen, aber nicht selbst großziehen und jene, die ein Kind aufziehen, das sie nicht selbst geboren haben. Dabei wird sowohl die biologische als auch die soziale Mutterschaft unter drei zentrale Perspektiven gestellt. Ein Schwerpunkt des verhaltensbiologischen Teils liegt auf dem Weg von den Tierprimaten über die hominiden Vorformen bis hin zum Homo Sapiens. Es wird nachgezeichnet, was diese Entwicklung für die Mutter-Kind-Einheit und für die Trennung von Gebären und Aufziehen bedeutet.
Im historischen Teil werden die Adoptionsgesetze im antiken Rom einer gründlichen Analyse unterzogen, da sie im neuzeitlichen Europa vielfach als Grundlage für das Adoptionsrecht gedient haben. Im völkerkundlichen Teil werden verschiedene Traditionen des Mutter-Kind-Verhältnisses betrachtet. Am Ende steht als krassestes Beispiel einer Trennung von Gebären und Aufziehen der Adoptionsvorgang.
Das besondere Augenmerk gilt jeweils dem ubiquitären Mythos der Blutsbande, der gleichsam als unhinterfragter zusätzlicher Faktor für unnötige Verwirrung sorgt. Gerade angesichts der wachsenden Zahl sogenannter "Patchworkfamilien" kommt dieser kritischen Analyse eine hohe Relevanz zu.

Über den Autor

Ursula Zingeler, Jg. 1943, Dipl.-Psych., Dr. phil., ist als approbierte Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis niedergelassen. Sie ist außerdem Dozentin an der Fakultät Pädagogik der Universität Bielefeld, Arbeitsgruppe Pädagogische Diagnose und Beratung.

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