Inhalt:
Für Calliope Reaper-Jones ist die Welt in Ordnung - bis der Vergessenszauber, den sie sich vor einigen Jahren selbst auferlegt hat, weil sie mit ihrer Familie und dem Familienunternehmen, der Jenseits GmbH, nichts zu tun haben will, plötzlich von Jarvis, dem Assistenten ihres Vaters, aufgehoben wird und ihr wieder einfällt, wer sie ist: die Tochter des Todes persönlich! Jarvis hat sie aufgesucht, weil ihr Vater entführt wurde und ihre ganze Familie droht die Unsterblichkeit zu verlieren. Um dies zu verhindern und ihren Vater zu finden, soll Callie die Leitung der Jenseits GmbH und den Job des Todes übernehmen. Um ihre Familie zu retten, bleibt ihr nichts anderes übrig, als das Erbe des Sensemanns erst einmal anzutreten. Doch zuvor muss sie drei äußerst schwierige Aufgaben lösen. Allerdings beansprucht Daniel, der unverschämt attraktive Protegé des Teufels, ebenfalls den Posten des Todes für sich und kommt Callie so manches Mal in die Quere. Zum Glück kann Callie auf Jarvis und ihre geniale Schwester Clio zählen, die ihr bei den Aufgaben helfen. Ebenso wie ihr Zerberus-Welpe und die indische Todesgöttin Kali, die ihr mehr als einmal aus der Patsche helfen. Doch irgendjemand hetzt Callies Familie gegen sie auf, und sie gerät in den Verdacht, die Entführung selbst angezettlet zu haben...
Von der Grundidee her fand ich die Geschichte ganz gut... warum mir aber letztendlich das Buch doch nicht so gefallen hat, liegt schlicht und einfach an der Heldin! Ich hatte eine toughe Heldin erwartet, wie sie in der Urban Fantasy so beliebt ist, wurde hier aber sehr enttäuscht. Callie kann nämlich in erster Linie nur eines - sich selbst bemitleiden: sie beklagt sich permanent, egal, ob es um ihren Job, die Suche nach ihrem Vater oder ihr mehr oder weniger nicht vorhandenes Liebesleben geht. Sie schwankt ständig zwischen jammerndem Geheule und albernem Gekicher(über ihre Witze konnte ich leider nicht lachen). Außerdem ist sie oberflächlich(interessiert sich nur für Markenmode - die dauernde Schleichwerbung hat mich sehr genervt!) und leider ist sie auch nicht sehr clever, dafür hechelt sie aber fast jedem Mann, der ihr über den Weg läuft hinterher, auch wenn er ihr nicht sympatisch ist. Sie hat keine Ahnung und auch keine Lust irgendetwas, das ihre Familie rettet, selbst zu erarbeiten, sondern bekommt ständig Hilfe, die sie nicht zu würdigen weiß. Sie wird nicht selbst aktiv, sondern lässt sich permanent von diversen Personen oder ihrem Hund retten. Und wenn es mal nicht nach ihrem Willen geht, dann reagiert sie so trotzig, dass ich das Gefühl hatte, es handle sich um einen 13-jährigen verzogenen Teenager, und nicht um eine 27-Jährige!
Mein Fazit: Wer eine Heldin im üblichen Sinne erwartet und dazu eine nette Liebegeschichte, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Wer jedoch nichts gegen eine "Antiheldin" und ein offenes Ende hat, dem könnte es ganz gut gefallen .