"Er hatte eine Tätowierung..." So beginnt die Liebesgeschichte zwischen Jenny und Will. Die beiden haben keine guten Voraussetzungen. Jenny wird als einziges Kind eines wohlhabenden jüdischen Ehepaares behütet, aber auch eingeengt. Will ist vorbestraft und schlägt sich als Tankwart durchs Leben. Die beiden verbindet eine große leidenschaftliche Liebe. Mit Will entdeckt Jenny ihre Sexualität, das Leben, sich selbst. Als sie schwanger wird, wollen Will und sie abhauen. Aber alles kommt anders...
Bis hierher die schönste, ergreifendste Liebesgeschichte.
Leider sind die folgenden zwei Drittel des Buches etwas zäh. Jenny muss ihr Kind zur Adoption freigeben und landet Jahrzehnte später in einer Vernunftehe. Claudia, ihre leibliche Tochter, wächst bei Adoptiveltern in unspektakulären Verhältnissen zu einer unspektakulären Person heran, die sich irgendwann auf die Suche nach ihren Wurzeln macht. Und irgendwo da draußen in Amerika gibt es auch noch Will, den lonesome wolf.
Obwohl die Autorin das hohe Niveau der ersten Kapitel nicht halten kann, ist "Jennys Baby" ein unwiderstehliches Buch. Lesen!