Wer hätte gedacht, dass gerade dieser Song aus Paul McCartneys aktuellem Album "Chaos and Creation in the Backyard" als Single ausgekoppelt wird?
Doch auf den zweiten Blick erscheint die Wahl als logisch: Das hauptsächlich von den Klängen einer akustischen Gitarre getragene Stück beweist eimal mehr, dass McCartney dann am besten ist, wenn er nicht versucht, seine Kunst neu zu erfinden, sondern einfach das tut, was er am besten kann - wunderschöne Melodien schreiben.
"Jenny Wren" steht McCartneys eigener Aussage zufolge in der Tradition des Beatles-Klassikers "Blackbird". Ähnlichkeiten zu früheren Solo-Songs von "Macca" wie etwa "Put It There" (1989) oder "Calico Skies" (1997), die ebenfalls ihre ganze Kraft aus ihrer Schlichtheit und Geradlinigkeit zogen, sind sicherlich ebenfalls unübersehbar. Und sollten wir hierzulande wieder das Glück haben, Paul McCartney live zu erleben, wird "Jenny Wren" ganz sicher auf der Setlist stehen.