Jeffrey Jones ist mir von seiner Einseiterserie "Idyll" aus den frühen Schwermetall-Ausgaben immer ein Begriff geblieben,obwohl in Deutschland niemals wieder sonst etwas von ihm publiziert wurde. Der Maler und Zeichner,dessen textlich skurrile Arbeiten für ein deutsches Publikum anscheinend einfach zu merkwürdig und sperrig sind,ist in Amerika nach wie vor aktuell. Der amerikanische Verlag IDW brachte erst neulich ein fettes Buch über ihn heraus. Dieses Skizzenbuch,dessen erste Auflage mit leicht anderem Cover als hier gezeigt im Juni 2000 erschien,präsentiert im Heftformat auf über 100 Seiten in s/w Bleistiftskizzen und fertig getuschte Zeichnungen von Jones. Diese illustrieren ein Interview,das David Spurlock und George Pratt am 23. März 2000 mit Jones bei ihm zuhause führten. In dem lockeren Gespräch erzählt Jeffrey etliches über sich,und alles liest sich leicht und ungezwungen.Die Skizzen selbst reichen von wildem Gescribble über undefinierbare Darstellungen bis hin zu genialen Illustrationen. Woher Jones seine merkwürdigen Textideen hat,wird natürlich nicht geklärt,aber auch,wenn ich über manchen seiner Sachen mit offenem Mund hänge und mich frage,was das jetzt wieder soll,so mag ich seinen Kram doch irgendwie trotzdem.