Es dauert nicht mehr lange, bis Jeff Wayne's War of the Worlds wieder auf Tour geht. Anfang 2013 soll es mehrere Aufführungen in Deutschland geben. Das Stück soll für die neuen Aufführungen musikalisch und inhaltlich überarbeitet worden sein. Auf Grund der inhaltlichen Änderungen wurde mit Liam Neeson ein prominenter Nachfolger für Richard Burton gefunden.
Auf diesem DVD-Set ist noch die alte Live-Fassung zu sehen, die sich an die ursprüngliche Version des Stücks aus dem Jahr 1978 hält. Sowohl die Aufführung als auch die DVD sind toll gelungen und haben ihre 5 Sterne auf jeden Fall verdient.
Die Aufführung
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War of the Worlds wurde nicht als Musical konzipiert. Dementsprechend wurde es auf der Bühne konzertant umgesetzt. Die Bühne wird weitgehend von Band und Orchester eingenommen. Die Darsteller treten während ihres Gesangsparts nach vorn und bewegen sich gegebenenfalls entsprechend der Handlung. Es gibt keine durchgehend gespielte Handlung.
Obwohl es kein eigentliches Bühnenbild gibt, wurde erheblicher technischer Aufwand getrieben um die Handlung darzustellen. Hinter dem Orchester ist eine riesige Leinwand zu sehen, auf der die Handlung als Animationsfilm abläuft. Während der Aufführung gleitet ein großer Tripod auf die Bühne herab. Vor der Bühne werden Effekte gezündet, die allerdings auf dem Video nicht so gut herüberkommen.
Jeff Wayne hat sich dafür entschieden, den Part des Erzählers nicht neu zu besetzen. Richard-Burtons Stimme wird vom Band eingespielt. Wie ich finde, eine sehr gute Entscheidung. Damit ist den Aufführungen der Charme des Originals erhalten geblieben. Ich bin sehr gespannt, wie die neuen Aufführungen mit Liam Neeson als Erzähler werden.
Gewöhnungsbedürftig ist die visuelle Realisierung des Erzählers. Vor der Leinwand hängt ein riesiger Kopf, der während der erzählenden Parts mit den Zügen des jungen Richard Burton animiert wird. Aus seitlichen Kameraeinstellungen wirkt das noch halbwegs gelungen, da der Kopf fast in den Film integriert erscheint. Aus anderen Perspektiven gesehen wirkt der Kopf dagegen für mich etwas deplaziert.
Musik und Gesang werden natürlich live performt. Und das ganz hervorragend! Neben einigen Darstellern der ersten Stunde kommen auch junge (für mich) unbekannte Darsteller zum Einsatz. Dabei hat Jeff Wayne ein gutes Händchen bewiesen. Sowohl alte als auch neue Darsteller beweisen, wie toll sie singen können. Und nicht zu vergessen: auch Band und Orchester erledigen ihre Arbeit ganz hervorragend.
Die Aufführung wurde um einen weiteren Prolog ergänzt, in dem die Marsmenschen die Gründe für ihren Angriff darlegen. Als alter War of the Worlds-Fan finde ich diesen Part nicht so gelungen. Er kann nicht das Gänsehaut-Feeling vermitteln wie der Original-Anfang. Aber keine Angst, nach dem Prolog kommt die Stimme von Richard Burton und spätestens mit dem Einsetzen der Musik kommt auch die gewohnte Gänsehaut.
Umsetzung auf DVD
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Auf DVD-Box enthält die gesamte Aufführung und mehrere Stunden Extras.
Der Sound ist in DTS 5.1, Dolby Digital 5.1 und Stereo verfügbar. Der DTS-Sound ist hervorragend, sehr räumlich und differenziert. Ein echter Fortschritt gegenüber der alten Stereoaufnahme.
Das Bild ist OK, wenn auch nicht überwältigend. Es ist nicht besonders scharf und gerade bei Großaufnahmen der Musiker ist teilweise ein deutliches Rauschen zu entdecken. Insgesamt ist das Bild aber in Ordnung. Man ist halt sehr durch Blu-Ray verwöhnt.
Die DVD ist wie ein Musikvideo teilweise sehr schnell und mit kurzen Einstellungen geschnitten. Der Schnitt trägt gut zur dynamischen Atmosphäre des Stücks bei. Totalen wechseln mit Einblendungen der Musiker und der Hintergrundvideos. Die räumliche Auflösung des Klangs und die Großaufnahmen performender Musiker bewirken, dass man die Musik viel intensiver und detaillierter wahrnimmt.
Auf Wunsch können große und gut lesbare deutsche Untertitel eingeblendet werden. Allerdings gibt es nur für die gesprochenen Texte Untertitel. Die Songtexte werden nicht angezeigt.
Die Extras sind sehr umfassend, wobei ich den Eindruck habe dass sie sich teilweise doch sehr überschneiden. Sie sind sehenswert, wenngleich ich zugeben muss dass ich nicht alle Extras gesehen habe.