- Gebundene Ausgabe
- Verlag: Hatje Cantz Verlag (2001)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3775710167
- ISBN-13: 978-3775710169
- Größe und/oder Gewicht: 28,2 x 21,4 x 1,4 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.230.981 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Produktinformation
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Die einzelnen Collagen entwarf Koons zunächst am Computer. Als Material dienten ihm dabei die bunten Werbeanzeigen der amerikanischen Lebensmittelindustrie, Magazinbilder und Landschaftsdarstellungen. Anschließend übertrugen seine Mitarbeiter die Vorlagen in traditioneller Öltechnik auf riesige Leinwände. Die fotorealistischen Arbeiten, in deren Mittelpunkt die banalen Waren des alltäglichen Konsums stehen, bannen den Blick des Betrachters durch ihre verwirrende Komposition und die magische Verführungskraft der glänzenden Objekte.
Die sieben Arbeiten entstanden im Auftrag der Deutschen Guggenheim Berlin. Im vorliegenden Band werden sie zusammen mit mehreren Fotografien vorgestellt, die während der Entstehungsphase der Bilder im Atelier des Künstlers gemacht wurden. Auch zahlreiche Beispiele früherer Werke Koons sind abgebildet und werden von ihm im Rahmen eines Interviews mit dem Kunstkritiker David Sylvester erläutert.
Jeff Koons, der 1955 in Pennsylvania geboren wurde, arbeitete zunächst als Warenmakler an der Wallstreet, bevor er sich der Kunst zuwendete. Bekannt wurde er Ende der 80er-Jahre durch seine Bilder und Skulpturen der Serie "Made in Heaven". Sie zeigten ihn mit seiner damaligen Frau, der Pornodarstellerin Cicciolina, beim Liebesakt, und sorgten für viel Furore. Jeff Koons begreift sich selbst als nichtelitären Künstler, der eine allen verständliche Kunstsprache spricht. In Easyfun -- Ethereal beweist er erneut, wie gut er sich darauf versteht, Massenkultur in Kunst zu verwandeln. --Britta Müller
»Food, fun and fashion«: Dies sind die Themen von Jeff Koons' neuen großformatigen Ölbildern mit dem Titel »Easyfun - Etheral«, in denen er Motive wie Schokoladen-Doughnuts, grell geschminkte Lippen und leuchtend bunte Haarlocken zu collagenhaften Ensembles verwebt. Dazu sammelt Koons Vorlagen aus Werbeillustrationen, die er am Computer zusammenmontiert und anschließend in fotorealistischer Perfektion auf die Leinwand überträgt. Die Ästhetik der Ölbilder erinnert an die Pop Art von James Rosenquist oder an David Salles Bildkompositionen. Körperlose Lippen und Augen verweisen auf René Magritte und Salvador Dalí, Klecksspuren auf Jackson Pollock. Barocke Bildelemente und ein dynamischer Bildaufbau sollen den Betrachter anziehen, Optimismus wecken. Koons' Arbeiten enthalten sich jeder Sozialkritik und feiern in populistischem Idiom Vergnügungslust und Selbstbezug der »Spaßgeneration«. Die Publikation stellt anhand exemplarischer Werke auch Jeff Koons' bisherige Arbeit vor sowie seine Kernaussagen zur Bedeutung von Kunst in Zeiten medialer Übersättigung. In einem faszinierenden Beitrag beobachtet Robert Rosenblum den Künstler bei der Arbeit. Zum Künstler:
Jeff Koons *1955 in York, Pennsylvania. Studium am Maryland Institute of Art, Baltimore und am Art Institute of Chicago. 1980 erste Einzelausstellung im New Museum of Contemporary Art, New York. 1990 Biennale Venedig mit der Skulptur »Made in Heaven«.
Ausstellung: Deutsche Guggenheim Berlin 27.10.2000-14.1.2001
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