Als die US-Army am Vorabend des Zweiten Weltkriegs 135 Unternehmen aufforderte, Entwürfe für ein Allzweck-Fahrzeug mit Allradantrieb einzureichen, war keiner so überzeugend wie der der Firma Willys-Overland: Der Jeep war geboren. Von den 135 Automobilherstellern hatten sich überhaupt nur drei getraut, ein Modell in der Kürze der Zeit zu präsentieren. Die US-Army hatte nach einem besonders leichten, aber robusten Allzweckfahrzeug mit Allradantrieb gesucht. Auch nach 1945 durfte der schmucklose Militär-Lastesel zeigen, was in ihm steckte. Tatsächlich avancierte der Jeep zum Urahn einer ganzen Modellfamilie, die Autogeschichte schrieb.
Der Autor Arch Brown dokumentiert hier für die Interessenten und die Fans den Stammbaum dieser illustren Sippe in allen Einzelheiten. Der Reigen beginnt bereits mit den Vorläufern des Jeep im Jahre 1906 im Kapitel 1, über die Zeiten von 1940/41 zur Kriegszeit des Jeep 1942-1944. Die Kapitel 4 bis 11 beschäftigen sich dann detailliert mit den verschiedenen Nachkriegs-Episoden der Jeep Modelle, auch unter Berücksichtigung der wechselvollen Firmengeschichte unter ihren diversen Eigentümern. Jedes Kapitel ist nicht nur leicht lesbar geschrieben, sondern wird vor den Augen direkt lebendig durch die vielen zeitgenössischen Fotos, Kopien der zeitgenössischen Werbung. Besonders interessant finde ich dabei auch die vielen Abildungen, mit denen das Innenleben und die Technik der diversen Modelle plastisch dargestellt werden.
Im Anhang findet man schließlich noch, was vielen derartiger Publikationen oft fehlt: eingehende Technische Daten und Produktionsziffern der Modelle.
Insgesamt 240 Seiten, die man einfach "verschlingen" - oder aber auch als Nachschlagewerk benutzen kann. Insgesamt ein Buch, das man immer wieder in die Hand nimmt, egal, ob man selbst eines dieser Fahrzeuge vor der Tür stehen hat - oder ob man einfach nur davon träumen möchte. (Für mich) sehr empfehlenswert.