Seit der dramatischen Verlegung von Camp 7 ist nichts mehr wie gewohnt. Nach Zan Yants Tod wird Camp 7 mit dem jungen Kornell "Uli" Divini ein neuer Chirurg und somit Jos Vondar auch ein neuer Mitbewohner zugeteilt. Auch auf der Medstar Sanitätsfregatte hat es eine wichtige personelle Veränderung gegeben und nach Admiral Bleyd hat nun Erel Kersos das Kommando übernommen, der rein zufällig auch Jos Onkel ist und seinem Neffen nicht unähnlich einst wegen der Liebe zu einer "Außenstehenden" von seiner Familie verstoßen wurde. Nun spricht er Jos gegenüber die Warnung aus, nicht auch diesen Fehler zu begehen und holt unter einem fadenscheinigen Vorwand Tolk auf die Medstar, um sich ein genaueres Bild von ihr zu machen.
Kurz darauf kommt es jedoch zu einer schweren Explosion an Bord der Fregatte und auch im Camp überschlagen sich die Ereignisse, als es auf dem eigentlich tropischen Drognar zu schneien beginnt und der Schild möglicherweise manipuliert wurde. Als dann auch noch die Bota-Pflanze ihre Wirkung zu verlieren droht, naht bereits ein Frontalangriff der Separatisten, die nun offensichtlich nichts mehr zu verlieren haben...
In Medstar II Jedi Healer erreicht die Handlung um Camp 7 ihren finalen Höhepunkt, in der nun alles auf dem Spiel steht und doch so weiter gehen muss wie bisher, denn der Strom an Verwundeten reißt nich ab. Mit einem undurchsichtigen Spion unter ihnen, ist es für die Bewohner von Camp 7 jedoch nicht leicht, ihre Stellung zu halten. Die besten Voraussetzungen für ein spannungsgeladenes Finale also, welches den Vorgänger sogar noch übertrifft, wohl auch um die Kritik am "actionarmen" ersten Band nun abzufangen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, doch daran dürfte für begeisterte Leser von Battle Surgeons ohnehin kein Zweifel bestanden haben.
Mit Uli Divini bringen Michael Reaves und Steve Perry einen neuen Charakter ein, der noch unverbraucht und auch ein wenig naiv in die Klonkriege gezogen wird. Uli muss sich erst im Lager einfinden und hat es mit dem nach Zan Yants noch eine Spur verbitterten Jos, dessen Beziehung zu Tolk schon wenig später auf die Probe gestellt wird, nicht gerade leicht. Die in Battle Surgeons entwickelten Nebenhandlungen um die einzelnen Charaktere gelangen langsam aber sicher zu ihrem Ende und somit fällt der Verlust des Black Sun-Plots um Admiral Bleyd auch umso leichter, wird die Lücke doch durch die intensiveren zwischenmenschlichen Aktionen und das Vorrücken der Separatisten geschlossen, ohne Spannungseinbrüche zuzulassen.
Fazit:
Ein furioses Finale das in so ziemlich jeder Hinsicht überzeugt.