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Jedes Kind kann schlafen lernen. Vom Baby bis zum Schulkind: Wie Sie Schlafprobleme Ihres Kindes vermeiden und lösen können
 
 
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Jedes Kind kann schlafen lernen. Vom Baby bis zum Schulkind: Wie Sie Schlafprobleme Ihres Kindes vermeiden und lösen können [Gebundene Ausgabe]

Annette Kast-Zahn , Hartmut Morgenroth
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (398 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 157 Seiten
  • Verlag: Oberstebrink Verlag GmbH; Auflage: 12. A. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3980449300
  • ISBN-13: 978-3980449304
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 16 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (398 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.730 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Annette Kast-Zahn
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Klein-Charlotte schlummerte nur noch an meiner Brust ein und wachte drei Mal in der Nacht auf, weil sie meine Nähe vermisste. Eine Freundin verreiste nicht mehr ohne Sitzball, weil ihre Tochter in den Schlaf gewippt werden wollte, eine andere schob nächtelang den Kinderwagen umher. Falls Sie ein ähnlich kräftezehrendes Ritual mit Ihrem Baby praktizieren, kann "Das Ein- und Durchschlaf-Buch" von Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth für Sie die Rettung sein.

Die Psychologin und der Kinderarzt zeigen, wie sich Babys und auch Schulkinder in nur wenigen Tagen von ungünstigen Schlafgewohnheiten abbringen lassen -- behutsam, und ohne seelischen Schaden zu nehmen. Kernstück ist der "Behandlungsplan", der kontrolliertes Schreienlassen beinhaltet. Wer sich hierzu durchringt (wenn der Leidensdruck groß genug ist), wird innerhalb kürzester Zeit mit einem Baby belohnt, das friedlich in seinem Bett einschlummert und sich erst am nächsten Morgen wieder meldet.

Neben konkreter Hilfestellung vermitteln die Autoren eine Menge Wissenswertes über den kindlichen Schlaf, über Schlafstörungen und Schlafverhalten. Der Ratgeber ist mit zahlreichen Fallbeispielen illustriert. --Judith Kunz

Klappentext

"Jedes Kind kann schlafen lernen" bietet jetzt eine wertvolle Hilfestellung mit anschaulichen Fallbeispielen und zahlreichen Tips zur Vorbeugung und Behandlung von Schlafproblemen. Kernstück des Buches ist der Behandlungsplan. Mit seiner Hilfe - und mit der Unterstützung von Vater und Mutter - kann jedes Kind in wenigen Tagen lernen, allein einzuschlafen und gut durchzuschlafen. Das Buch: "Mein Kind will nicht einschlafen! Mein Kind schläft nicht durch! Wenn Babys und kleine Kinder die Nacht zum Tag machen, sorgen durchwachte, schlaflose Nächte für eine gehörige Portion Streß. Die ganze Familie und oft auch die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern wird dadurch belastet. Alle jungen Eltern kennen das - und für viele wird es zum ernsthaften Problem. Mit der Lösung dieses Problems waren die Eltern allerdings bisher weitgehend auf sich allein gestellt.


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310 von 321 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Versuch einer etwas anderen Rezension, 19. April 2011
Dies ist der Versuch einer etwas anderen Rezension mit dem Schwerpunkt mehr auf den praktischen Problemen von Eltern, die von Schlafentzug gebeutelt sind und verzweifelt nach einer Lösung suchen und weniger an ideologischen Grundsatzdiskussionen interessiert sind.

Vielleicht mal vorneweg etwas zur eigenen Situation. Ich bin Vater zweier Mädels, heute 5 1/2 und 3 1/2 Jahre alt. Beide waren anfangs ganz schwierige Schläfer.

Die erste (mittels Abpumpen und Flasche ernährt, da in der 35. SSW geboren und damit leider zu klein um von der Brust meiner Frau zu trinken) wachte immer wieder nachts auf (mit 8-9 Monaten wurde das sogar wieder schlimmer) und brauchte dann bis zu einer halben Stunde Aufmerksamkeit um wieder einzuschlafen. Danach war man dann selber so wach, daß an Einschlafen so schnell nicht mehr zu denken war und schon bald gingen meine Frau und ich auf dem Zahnfleisch.

Also habe ich so ziemlich alles an Büchern zum Thema Babies und Schlafen gelesen, was der Markt 2005 und 2006 hergab. U.a. auch dieses von einigen Eltern empfohlene Buch: "Jedes Kind kann schlafen lernen".

Aber aus dem Zimmer zu gehen und sein Kind so lange schreien zu lassen, bis es einschläft kam mir irgendwie grausam und unnatürlich vor. (Alle paar Minuten kurz reinzuschauen und ein paar Worte zum Kind zu sagen, ändert daran nicht wirklich etwas). Zudem schreckten mich diverse im Internet gefundene Berichte von Eltern, die die Methode probiert hatten, davon ab, es überhaupt an meinem Kind zu versuchen.
Hier eine kleine Auswahl dessen, was meine Recherche so hervorbrachte:
- Babies die sich aus Angst und Panik komplett vollgekotzt hatten
- Babies die daraufhin die Mutterbrust verweigerten
- Babies die sogar die Fütterung von den eigenen Eltern verweigerten und wo schließlich die Oma einspringen mußte, um dem Kind sein Breichen zu geben

Das nur zu den direkt möglichen Konsequenzen. Von den Spätfolgen (z.B. fehlendes Urvertrauen später beim erwachsenen Menschen) mal ganz abgesehen, die keiner hier wirklich überblicken kann.

Die gelesene Literatur hatte aus meiner Sicht zwei Extreme:
A) Auf der einen Seite Bücher wie "Attachment Parenting" von William Sears, die als Lösung das Familienbett vorschlagen. Die Methode klang ganz toll, also haben wir sie ausprobiert. Dabei lernten wir jedoch auch einiges über die Nachteile auf die harte Tour, wie z.B.:

1. Um wirklich alle drei (Mama, Papa, Kind) ungestört schlafen zu lassen, muß man eigentlich sein Bett komplett umbauen. Zum einen vergrößern, damit alle auch wirklich genug Platz haben und sich nicht gegenseitig wecken. Und zum anderen entweder die Matratze auf den Fußboden verlagern oder das Bett rundum absichern, damit ein nachts im Schlaf von der Matratze rollendes Baby sich nicht verletzten kann.

Wir haben das Familienbett über Monate durchgezogen, mit dem Ergebnis, daß wir irgendwie alle drei nicht so wirklich toll und schon gar nicht durchgeschlafen haben und regelmäßig entweder meine Frau oder ich ins Kinderzimmer ausgewichen sind, um mal wieder frei von Unterbrechungen schlafen zu können.

2. Ein weiteres Problem, das einem keiner vorher sagt: ein Baby braucht in dem Alter gemäß diverser Tabellen nachts über 11 Stunden Schlaf. Das kann ich bestätigen. Ich brauche aber nur 8 Stunden Schlaf. Was bedeutet das also in der Praxis? Entweder ich lege mich mit meinem Kind zusammen hin und wache dann im Idealfall 3h vor ihm auf und schleiche mich davon (wovon es nicht selten wach wird - und ehrlich gesagt will ich auch nicht schon um 20:00 Uhr ins Bett gehen) oder aber ich lege mich erst später dazu, dann liegt das Kind aber de facto alleine im "Familienbett" und ich kann es gleich in sein eigenes Bett im Kinderzimmer legen.

Unsere "Lösung" sah dann so aus, daß sich einer von uns also neben unser Baby gelegt hat, bis es sanft eingeschlummert war, und dann leise versuchte rauszuschleichen. Aber auch das gelang nicht immer, da das Baby beim Rausschleichen wieder wach wurde, manchmal schlief man auch gleich mit ein (natürlich noch komplett angezogen, weil man ja eigentlich wieder zum Partner rauswollte, auch toll) und nicht selten merkte unsere liebe Kleine im Verlauf der nächsten 3 Stunden, daß es doch alleine im großen Familienbett lag und unterbrach den abendlichen Frieden mit Gemecker und dem Einfordern von Mama oder Papa, um wieder weiterzuschlafen. Wieder einschlafen zu können muß ich eigentlich sagen, dazu später mehr.

Alles in allem zwar eine Lösung, bei der unsere Tochter ohne langes Schreien die Nacht verbrachte (außer dem Gemecker eben, wenn sie merkte, daß Mama oder Papa nicht mehr neben ihr lagen oder sie mitten in der Nacht keinen Bock mehr auf Schlafen hatte), aber nicht wirklich eine Lösung für die nächsten Jahre.

Zudem war meine Frau wieder schwanger und die Aussage in Sears Buch, daß nach seiner Erfahrung die Kinder im Alter von 3 oder 4 Jahren von alleine das Familienbett verlassen würden, weil es ihnen dort "zu laut und zu unruhig mit den vielen Geschwistern" ist, fand ich weder von der zeitlichen Perspektive her noch sonstwie ein besonders erstrebenswertes Ziel.

B) Wir versuchten uns also an den Vorschlägen anderer Bücher, u.a. von Christine Rankl: Einschlafen - (k)ein Kinderspiel: Die Schlafstörungen Ihres Kindes verstehen und lösen
und von Elizabeth Pantley (damals nur auf Englisch unter dem Titel "No cry sleep solution" verfügbar):
Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte

Die Vorschläge dort in verschiedenen Härtegraden: das Kind einschlaftechnisch langsam von den Eltern zu entwöhnen. Also z.B. auf einem Stuhl neben dem Bett sitzen, bis das Kind eingeschlafen ist und diesen Stuhl jeden Abend ein bißchen weiter wegschieben, bis man irgendwann das Zimmer faktisch verlassen hat. Oder dem Baby ein Kuscheltier als Ersatz für die Eltern angewöhnen (hat unsere Kinder leider überhaupt nicht interessiert, Kuscheltiere im Bett waren erst interessant, als Durchschlafen für beide schon lange kein Problem mehr war). Oder zwar mit dem Kind zusammen hinlegen, aber dann wieder aufstehen, bevor das Kind komplett eingeschlafen ist. Insbesondere das Buch von Elizabeth Pantley (zumindest im englischen Original: The No-Cry Sleep Solution: Gentle Ways to Help Your Baby Sleep Through the Night: Foreword by William Sears, M.D.) bietet eine Fülle von Ideen.

Mit viel Geduld (ich rede hier von mehreren Wochen) und Ruhe hatten wir es dann irgendwann geschafft, daß die Ältere mit ca. 1 1/2 Jahren alleine ins Bettchen in ihrem Zimmer ging und in der Regel auch durchschlief (es sei denn, der leidige Schnuller fiel raus und sie fand ihn nicht ohne Hilfe wieder).

Insofern lautet mein Vorschlag, vielleicht erstmal diese Bücher zu lesen und die darin beschriebenen Methoden zu versuchen, bevor man direkt und ohne Not zur radikalsten Maßnahme ("alleine schreien lassen") greift!!!

Aber dann wurde die Schwester geboren und von Mama Tag und Nacht gestillt und unsere inzwischen 2jährige fragte zu recht, wieso sie denn alleine im Kinderzimmer schlafen solle, wenn ihre Schwester auch nachts bei Mama sein darf. Da es mir dort eh zu laut war und ich beim Stillen sowieso nicht helfen konnte (Abpumpen wollte meine Frau nicht mehr), schlief ich also nachts auf dem Gästebett im Kinderzimmer und meine Frau mit dem neuen Baby im Elternschlafzimmer.

Wir meinten auch, aus den Fehlern gelernt zu haben, und anstatt das Kind in den Schlaf zu wiegen und dann hinzulegen (mit der Folge, daß es, wenn es nachts wach wird, exakt die gleiche Behandlung wieder haben will! Ist ja eigentlich auch logisch: wenn ich an einem kuscheligen Ort eingeschlafen bin und nachts wach werde und mich plötzlich ganz woanders wiederfände, würde ich auch anfangen zu schreien!), wollten wir gemäß der "No Cry Sleep Solution" gleich von anfang an alles richtig machen. Also von Anfang an Kuscheltier in die Krippe, wach hinlegen etc.

Leider hatten wir die Rechnung nicht mit unserer Kleinen gemacht, die sich als noch miesere Schläferin entpuppte, als die erste. Während diese wenigstens ab ca. 11 Monaten alleine solide 1,5 bis 2h Mittagsschlaf gemacht hatte, war die Jüngere völlig unberechenbar. Zwischen 20min, 45min, 1h und (gaaanz selten) 1,5h war alles drin. Insgesamt kam sie auch auf weniger Stunden Schlaf pro Tag, als ihre Schwester. Was sich bis heute nicht wirklich geändert hat, da sie in der Regel morgens früher als ihre ältere Schwester wach wird. Sie scheint ganz einfach weniger Schlaf zu brauchen. Selbst bei gleichen Eltern sind Kinder offensichtlich schon sehr früh sehr unterschiedlich und sehr individuell.

Nachts war es auch nicht besser, meine Frau wurde in manchen Nächten 6-8x geweckt, weil die Kleine teilweise schon nach 45min wieder wach wurde und Milch oder sonstwie Mama haben wollte. Trotz deutlich längerer Zeitabstände zwischen dem Stillen bzw. Essen tagsüber.

Es wurde dann etwas erträglicher, als meine Frau sie erfolgreich im 10. Monat von der Brust komplett auf Flaschennahrung umgestellt und es zusätzlich geschafft hatte, die Kleine mit Fläschen und längerem leichtem... Lesen Sie weiter... ›
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Aus menschlicher und wissenschaftlicher Sicht ist das Buch total veraltet, 22. Dezember 2011
Aus Erfahrung meiner Elternberatungstätigkeit kann ich sagen, dass das in diesem Buch empfohlene Schlaftraining zwar bei manchen Kindern recht schnelle "Erfolge" zeigt, diese jedoch kaum längerfristig anhalten und sehr häufig kindliche Verhaltensstörungen mit sich bringt.
Gerne möchte ich hier einige Zitate aus dem Buch aufführen, die den kritischen Leser nachdenklich stimmen und die dringend aus fachlicher Sicht hinterfragt werden müssen. Angefügt an die Zitate finden Sie kurze, auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse basierende Überlegungen.
* "Alle gesunden Babys, die mindestens sechs Monate alt sind, können durchschlafen. Wenn sie es noch nicht tun, können sie es lernen. Sogar schnell." (S.13) Kindliche Entwicklungsschritte vollziehen sich niemals "schnell" und schon gar nicht auf Knopfdruck.
* "Hingabe und sogar Aufopferung für das eigene Kind kann eine Zeitlang etwas Schönes und Beglückendes sein. (...) Aber irgendwann muss auch das eigene Leben wieder zu seinem Recht kommen." (S.19) Gerade in den ersten Lebensjahren ist ein Kind auf konstante Zuwendung seiner Bezugspersonen angewiesen. Es kann seine Bedürfnisse nicht seinen Eltern zuliebe zurücknehmen.
* "Die meisten Kinder, die extrem kurze Schlafzeiten haben (...) können auch lernen, länger zu schlafen." (S.22) Prof. Remo Largo hat mit seinen Langzeitstudien und seiner Schlafsprechstunde klar aufzeigen können, dass das Schlafbedürfnis eines Kindes nicht verlängert oder verkürzt werden kann.
* "Wenn Ihr Baby nachts (...) nicht gleich wieder einschlafen will, lassen Sie es ruhig ein Weilchen vor sich hin quengeln. Erst, wenn es richtig anfängt zu schreien und sich offensichtlich nicht selbst beruhigen kann, versuchen Sie es zu trösten." (S. 44) Alle erfahrenen Eltern wissen, dass ein Kind, welches erst einmal richtig schreien musste, nur noch schwer beruhigt werden kann. Umgekehrt schläft es oft schnell wieder ein, wenn es die Nähe der Eltern spürt.
* "Es braucht nicht ständig Ihre körperliche Nähe als Beweis Ihrer Zuwendung. Um sich bei Ihnen sicher und geborgen zu fühlen, braucht es aber die Erfahrung, dass Sie ihm (...) Grenzen setzen und sich nicht zum Spielball seiner kindlichen Launen und Forderungen machen lassen." (S. 63) Ein kleines Kind braucht über viele Monate hinweg vor allem nachts die Versicherung, dass es nicht allein gelassen wurde. Bei einem Mangel an Nähe und Zuwendung fordert es diese ein, was positiv zu werten ist. Das ist eine uralte genetische Einrichtung, ohne die kein Baby zu Urzeiten überlebt hätte.
* "Es spürt: Ich kann hier die Regeln bestimmen. Ich brauche nur zu weinen - und Mami tut, was ich will." (S.65) Ein kleines Kind verfügt noch nicht über keinen eigenen Willen. Schade, dass Frau Kast-Zahn und Herr Morgenroth über so schlechte Kenntnisse der kindlichen Entwicklung verfügen. Ein Baby und Kleinkind ist zu solchen Schlussfolgerungen gar nicht fähig.
* "Ein kleines Kind hat es mit seiner Willenskraft geschafft, seine erwachsenen Eltern an den Rand zu drängen und ihnen zu zeigen, wer in der Familie die Hauptrolle spielt." (S. 69) Warum sollte ein Kind seine Eltern an den Rand drängen wollen? Es ist sich instinktiv bewusst, dass es von ihrer Zuwendung abhängt und Machtspielchen", die die Eltern nur wütend werden lassen, machen keinerlei Sinn. Ein gesundes Kind meldet seine Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit an und kann sich optimal entwickeln, wenn diese zuverlässig erfüllt werden.
* "Ganz ohne Probleme verändern die Kinder auch bei dieser Methode (das im Buch empfohlene Schlaftraining) nur selten ihre Gewohnheiten. Ihr Schreien wird jedoch in Grenzen gehalten, denn sie bekommen regelmässig Zuwendung von ihren Eltern. Sie bekommen aber nicht genau das, was sie mit ihrem Schreien erreichen wollen. Deshalb stellen sie ihr Schreien bald ein." (S. 80) Wie schlimm, wenn ein Kind das Schreien - sein vorerst einziges verbales Kommunikationsmittel - einstellt! Welch ein Vertrauensbruch in der Eltern-Kind-Beziehung. Hier dürfen sich die Eltern nicht wundern, wenn ihr Kind ihnen auch später nichts von sich erzählt.
* "Einige Kinder neigen (beim Schlaftraining) dazu, zu erbrechen. (...) Die Eltern sollen dann sofort zu ihrem Kind gehen, alles sauber machen, danach aber mit dem Behandlungsprogramm fortfahren, ohne das Erbrechen zu belohnen." (S. 90) Kein Kommentar!
* "Ein Vater hatte eine besonders ausgefallene Idee: Er übernahm das Zubettbringen - und schloss seine Frau in bestem Einvernehmen jedes Mal solange ein, bis das Baby eingeschlafen war, damit sie ihm nicht in den Rücken fiel." (S. 93) Kein Kommentar!
* "Viele Einschlaf-Gewohnheiten sind wie Schokolade. Auf die Dauer kann es nicht sinnvoll sein, den Kindern zu überlassen, wie viel sie wann davon haben wollen." (S. 113) Wie kann man das gesunde, emotionale Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung mit Schokolade vergleichen? Ein sehr schwaches Argument!
Es gibt noch zahlreiche andere, erschreckende Aussagen in diesem Buch.
Wir wissen heute, dass ab Geburt (und vermutlich schon früher) jede Erfahrung neurologisch abgespeichert wird. Seien Sie sich bewusst, dass Ihr Kind sich immer daran "erinnern" wird, dass Sie es damals, als es so klein und hilflos war, alleine und schreien gelassen haben.
Buchtipp: "Schlafen & Wachen" von William Sears, "Babyjahre" von Remo Largo,"Vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen" von Rüdiger Posth (alles renommierte Kinderärzte). Ausserdem "Kinder brauchen uns auch nachts"
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494 von 533 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen veraltet, gefährlich, 28. März 2010
Autorin ist Verhaltenstherapeutin (VT), das Buch ist aus den 90íger Jahren.

- VT's gehen davon aus, dass Verhalten größtenteils gelernt ist. Das Schlafverhalten von Babys ist aber zunächst einmal genetisch bedingt, es ist von der Natur nicht vorgesehen, dass Babys durchschlafen, tun sie es dennoch ist das im Bestenfall schön, im schlechtesten Fall wird diskutiert, ob früh durchschlafende Kinder eher SIDS gefährdet sind. Dann ignorieren die Autoren die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Kinder. Alle können nach sechs Monaten auf Nahrung verzichten, alle können durchschlafen. Erfahrene Mütter wissen, das jedes Kind sein ganz eigenes Tempo hat, die Spannbreite beim Laufen z.B liegt bei mehr als einem dreiviertel Jahr.

-Für VT's muss man die Ursache der "Symptome" (wir erinnern uns, nicht durchzuschlafen ist zunächst einmal bei so kleinen Babys kein Symptom, sondern genetisch vorgesehen) nicht kennen. Was interessiert ist das Ergebnis, nicht die Ursache, nicht der Preis. Es zählt nur, was man sehen kann. Was im Verborgenen (nicht sichtbar im Menschen selber) passiert, ist nicht meßbar und deshalb nicht bedeutsam.

- Man muss eine gewisse Reife haben, um etwas LERNEN zu können. Aus der Entwicklungspsychologie weiß man, dass Babys im besten Fall klassisch konditioniert werden wie ein Hund, einen Lerneffekt gibt es diesbezüglich bei Kindern im ersten Lebensjahr nicht (deshalb ist die Methode unter anderm von dem Erfinder Ferber für dieses erste Jahr auch nicht vorgesehen).

- Das Buch ist nun fast 20 Jahre alt, in den letzten Jahrzehnten hat sich viel getan, so weiß man heute um die Bedeutung des Urvertrauens für die Suchtprophylaxe, für die Entwicklung des Selbstwertgefühles, für die Vermeidung von Persönlichkeitsstörungen, für eine vertrauensvolle, positive Weltsicht, für die Bindungsfähigkeit, welches sich besonders im ersten Lebensjahr entwickelt. Dieses heute selbstverständliche Wissen fehlt in diesem Buch gänzlich. Es ist einfach veraltet und aus meiner Sicht damit sehr bedenklich.

- In dem Buch werden heute bekannte entwicklungspsychologische Erkenntnisse schlichtweg ignoriert. Möglicherweise auch, weil das Buch zu alt ist, oder weil es sich so gut verkauft hat? In dem Buch wird auf die verschiedenen Entwicklungsstadien nicht eingegangen. Es gibt z.B. Zeiten, in denen das Kind besonders anhänglich ist, oder unter starker Verlustangst leidet. Es wäre fatal, das "Programm" in dieser Zeit "durchzuziehen" (Wer sich hier weiter informieren möchte, dem sei "Oh je ich wachse", oder "Vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen" sehr ans Herz gelegt. Letzterer Autor (Posth) hat ein Internetforum hierzu. Die Autoren versuchen ständig zu vermitteln, dass das Kind nicht zu bestimmen hat, sondern die Eltern. Aus meiner Sicht ein ganz billiger psychologischer Trick, die Eltern zum umsetzen zu bewegen. Ein Kind ist erst mit ca 12- 14 Monaten in der Lage zu erkennen und dann umzusetzen, dass es mit einer Handlung A letztlich B erreichen kann und dies absichtlich herbeizuführen. VORHER NICHT! Wenn man vorher den Eindruck hat, dass das Kind schreit, um etwas zu bekommen, dann liegt das daran, das es weint, weil etwas stört z.B., oder weil es etwas haben will. (Das kann es schon sehr früh, Z.B. weint es aus Hunger, da sage ich ja auch nicht, es weint, damit ich ihm etwas zu essen gebe, sondern einfach weil es Hunger spürt. Da habe ich auch nicht das Gefühl, es will jetzt seinen Willen durchsetzen). Das kann es natürlich schon merken. Aber es kann vorher nicht planen jetzt zu weinen, damit Sie ihm dann den Willen erfüllen. Aber diese Sichtweise hält sich leider hartnäckig und begegnet mir auch in meinem Umfeld immer wieder. Wie oft habe ich mich in den letzten Monaten gefragt, wie man so eine distanzierte Sicht auf sein Baby haben kann, wieso so viele mir immer den Eindruck vermittelt haben, man müsse sich vor "den kleinen Tyrannen" früh schützen. Alles seien Machtkämpfe... . Puh, wie nimmt man so sein Kind war. Als zu bezwingenden Feind? Die Sicht der Autoren ist eine, die davon ausgeht, dass das Baby seinen Willen durchsetzen will. Heute weiß man, das ein Kind diesen Alters das noch gar nicht kann, sondern dass es ein hilfloses, nähebedürftiges Wesen ist, welches einem komplett ausgeliefert ist. Somit wird es durch die Methode nicht dazu gebracht zu akzeptieren, dass der Willen der Eltern zählt, sondern, dass seine Bedürfnisse zu ignorieren sind. Diese Sicht wird es später schlimmstenbfalls in seine Persönlichkeit integrieren, da sich das eigene Selbst erst in den ersten Jahren aufbaut und entwickelt, in Abhängigkeit davon, wie mit dem Baby umgegangen wird, wie es wahrgenommen wird.

- Zudem bilden sich erst im Alter von 8 / 9 Monaten die sogenannten Objektrepräsentanzen (ein Inneres Wissen von der Existenz einer Bezugspersonen) und erst noch später die Objektpermanenz (ein inneres Wissen, dass es diese Person auch gibt, wenn ich sie nicht sehe), vom nicht vorhandenen Zeitgefühl mal ganz zu schweigen.
Das Baby ist also nicht in der Lage zu erkennen, ob Sie es nun lange oder 2 Minuten schreien lassen (Soviel zu den "harmlosen" Methoden die eine kürzere Schreidauer empfehlen). Es bemerkt nur, mir hilft jemand, oder aber da ist niemand. Und das als weltumfassendes (für ein Baby ist zunächst denken, fühlen handeln alles eins), nicht zeitlich eingegrenztes Gefühl. Da ein 6 Monate alter Säugling keine inneren Bilder seiner Bezugspersonen hat und erst recht nicht weiß, dass sie im Nebenraum sind, ist es in der Zeit EINSAM.

- Unverschämt gelogen ist, dass die Autoren behaupten, dass es sich nicht um Schreien lassen handelt, obwohl das die Grundsäule der Ferbermethode ist, auch wenn man sie verkürzt. Nur weil ich sage, Gras ist nicht Grün verändert es nicht seine Farbe.

- Was ebenfalls völlig ignoriert wird ist, dass heutzutage Babys und auch Kinder in Krankenhäusern sogar schmerzstillende Pflater vor einer Spritze bekommen, da man festgestellt hat, wie besorgniserregend hoch der Blutdruck bei einem so kleinen Kind gehen kann, wenn es Stress hat. Ebenso ist bekannt, was ein zu hoher Cortisolspiegel mit dem Gehirn machen kann (ständige Überschwemmung mit Cortisol kann zu Schädigungen in bestimmten Bereichen des Gehirns führen, was z.B. eine höhere Anfälligkeit z.B. für Angsterkrankungen zur Folge haben kann. Trösten senkt den Cortisolspiegel zügig, ohne kann er tagelang erhöht bleiben. Trösten darf man laut Buch sogar, 1-2 Minuten. Jedoch reicht diese Zeit nicht, um den Cortisolspiegel zu senken und schon gar nicht, wenn er kurz drauf wieder in die Höhe getrieben wird, durch erneutes Weinen. Natürlich kann es sein, dass das Baby noch viel stärker anfängt zu weinen, wenn seine vertraute Bezugsperson endlich kommt, um ihm aus seiner Notsituation zu helfen, denn das ist seine einzige Möglichkeit sich mitzuteilen. Genauso, wie es vielleicht anfängt zu lachen, weil es sich freut, dass sie kommen und seine Verzweiflung lindern. Das wird fälschlicherweise oft für ein Triumpflachen gehalten. (Was für eine Heimtücke unterstellen wir ihm eigentlich?) Und wie hilflos muss sich ein Baby fühlen, wenn seine vertraute Bezugsperson kurz darauf das Zimmer wieder verläßt. Laut Buch soll man das Trösten dann sogar so kurz wie möglich halten, um das ungewünschte Verhalten nicht zu verstärken. Ein Mensch ist jedoch mehr als das was man äußerlich sieht. Stellen Sie sich vor Sie fühlen sich einsam, oder wütend, oder verzweifelt und Sie würden von Ihrem Partner IGNORIERT, damit sie "unerwünschtes Verhalten" nicht mehr zeigen. A) wie würden Sie sich dabei fühlen, Ernstgenommen? Angenommen? Wütender? Verzweifelt, weil er Sie einfach ignoriert und Sie auf seine Hilfe angewiesen sind? B)ist Ihr Gefühl dadurch weg? Oder haben Sie nun sogar Zwei Probleme? C) was macht das mit Ihrem Gefühl für Ihren Partner, Lieben Sie Ihn dafür mehr?, Geht Ihr VErtrauensverhältnis dadurch vielleicht sogar kaputt?

- Ein Baby muss schlafen lernen. Wieso muss es das alleine? Ein Baby hat nicht nur die Bedürfnisse nach einer trockenen Windel, Schmerzfreiheit, gestilltem Hunger, genügend Schlaf bzw. Beschäftigung, sondern auch nach Geborgenheit und Nähe. Ist das schlimm und unverschämt? Der Mensch ist ein soziales Wesen in ALLEN Bereichen. Von Natur aus ist ein Baby bei seiner Mutter, IMMER. Beim Schlafen ebenso wie am Tag. Die Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung für häufiges Stillen nach Bedarf gedacht. Was kann ein Baby dafür, wenn das nicht in unsere moderne Zeit paßt? Jeder kann sich dafür entscheiden sein Kind diesem Zeitgeschehen anzupassen. Aber dann ehrlich und mit allen Konsequenzen: "Ich behandele mein Kind so, dass es für mich paßt, auch gegen seine Bedürfnisse". Nur das ist ehrlich. Ansonsten suche ich zur Selbstberuhigung einen Fehler bei einem unschuldigen hilflosen Wesen.

- In den letzten Monaten habe ich als Argument auch immer wieder gehört: Das hat uns doch auch nicht geschadet. Was bitte ist das für ein Argument? Zum einen denke ich bei den meisten: doch! Und wenn ich es mir recht überlege, wenn ich eine Krebserkrankung habe, möchte ich nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden und nicht nach einer fast 20 Jahre alten Methode, die viele neue... Lesen Sie weiter... ›
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