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Jedermann: Roman [Gebundene Ausgabe]

Philip Roth , Werner Schmitz
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

15. August 2006
Philip Roth erzählt die Geschichte eines Lebens, wie es normaler nicht sein könnte und das uns gerade deswegen besonders berührt. Von der ersten schockierenden Konfrontation mit dem Tod in den Sommerferien seines Helden über die familiären Wirren und die beruflichen Erfolge in seinem Erwachsenenleben als Designer in einer Werbeagentur bis hin zu der Zeit, als ihm die eigenen Gebrechen zusetzen. Er ist der Vater zweier Söhne aus erster Ehe, die ihn verachten, und einer Tochter aus einer späteren Ehe, die ihn vergöttert. Er liebt, hasst und neidet und muss am Ende erkennen, dass er das wirklich große Glück nie erreicht hat.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 8 (15. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446208038
  • ISBN-13: 978-3446208032
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.662 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philip Roth ist Träger der wichtigsten US-amerikanischen Literaturpreise und hoch geehrt von der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. Oft wird er in einem Atemzug mit Faulkner, Bellow und Dos Passos genannt. Der 1933 in Newark, New Jersey, geborene Autor mit europäisch-jüdischem Hintergrund schreibt unermüdlich, schonungslos und in drastischer Sprache über seine Landsleute. Das erste Buch mit Short Storys erschien 1959. Die folgenden Romane und Erzählungen über die jüdische Mittelklasse der Nachkriegszeit, über ihre Beziehungen, Zwänge und Neurosen, lösten oft Skandale aus. Bis 1992 unterrichtete Roth an verschiedenen Universitäten. Liebe, Sexualität und Tod sind bis heute die Themen seines Werks. Philip Roth lebt - nach Stationen in Rom, Chicago, London und New York - in Connecticut.

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Jedermann, das ist nicht zuletzt Teil des Namens vom Juwelierladen seines jüdischen Vaters. Jedermann, das könnte aber auch sein eigener Name sein: Drei Exfrauen hat er hinterlassen, zwei Söhne aus erster Ehe, die ihn hassen, eine Tochter aus zweiter, die ihn vergöttert. Diese Tochter, Nancy, war es auch, die alle an sein Grab gerufen hat. Bereits hier, bei der beschriebenen Beerdigung im Anfangskapitel, der letzten Konfrontation Jedermanns mit dem Tod, entfaltet der US-amerikanische Schriftsteller Philip Roth gekonnt die psychologische Zusammensetzung der Gruppe, die einzig durch die Person des toten Helden zusammen gehalten wird. Danach entfaltet er aus der Retrospektive das Leben eines Werbefachmanns und späteren Frauenhelden, sein Siechtum im Alter: eine Biografie, die in der Einsamkeit mündet und den Protagonisten zu einer Gestalt werden lässt, der er nie hatte sein wollen. „Würde es nicht jeder Durchschnittsmensch genauso machen?“ fragt sich der Held an einer Stelle des Buchs, nachdem er in die Gefangenschaft der Ehe geschlittert ist. Später wird er eine treu sorgende Frau heiraten, die er wegen eines wesentlich jüngeren Fotomodels verlässt. Und am Ende wird er dies wie vieles andere bereuen. Der Leser aber ist angezogen und abgestoßen vom Lebenswandel dieser Figur, von seinen Schwächen und Fehlern zugleich: das große Verdienst des sezierenden Blicks von Philip Roth.

Jedermann ist ein trauriges, fast schon deprimierendes Buch. Unerschütterlich beschreibt es das Altern als eine Aneinanderreihung von Abschiednahmen: Von Freunden, die sterben, von Lieben, die vergehen, von Gesundheit, die nicht wiederkehrt -- und damit vom Leben selbst. Dadurch aber wird Jedermann auch zu einem überaus ehrlichen Buch, das zudem -- dem Autor sei dank -- wieder einmal blendend geschrieben ist. Mit diesem Roman ist Philip Roth vielleicht noch radikaler als bei seinen Vorgängern gewesen und hat damit einmal mehr beweisen, dass er zu den großen alten Männern der US-amerikanischen Literaturszene gehört. Schon deshalb möchte man ihm ein langes Leben wünschen. Denn Bücher wie dieses zu schreiben gelingt nur den Wenigsten. --Stefan Kellerer

Pressestimmen

"Philip Roth ist einer der größten Schriftsteller unserer Zeit." (Marcel Reich-Ranicki)

"So einfach, so existenziell anrührend kann Literatur sein." (Deutschlandradio)

"Peter Fitz' weiches Timbre macht süchtig und zeugt von erhabener Reife." (Stuttgarter Nachrichten) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schmach der Wahrheit 23. Januar 2009
Format:Taschenbuch
Wer das Buch zur Hand nimmt, sollte keine Illusionen haben, denn es bietet keinen Trost, es liefert keine Hoffnung und das Ende ist endlos-traurig. Trotzdem gehört es zu den besten und faszinierendsten Werken, die ich je gelesen habe. Es ist die Angst vor dem Verlust des Existentiellen, die uns im Leben zu so vielen Fehlern und Ungerechtigkeiten führt, die uns Fehlentscheidungen treffen lässt und die den Drang zur ständigen Veränderung auslöst. Das ist Roths Thema und er beschreibt es an der unsteten und zum Teil ungerechten Lebensführung seines Protagonisten. Roth macht deutlich, dass derjenige, der sich dem Tod abwendet, indem er um sich herum stets neues Leben erfindet, am Ende seiner herzlosen Macht besonders ausgesetzt ist. Denn Trost findet nur der, der Menschen um sich hat, die ihn auf seinem langen Weg treu begleiten. Wer die zuvor aufgegeben hat, stirbt allein. Ein großes Buch!
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93 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perspektiven über das Lebensende 17. August 2006
Von CB
Format:Gebundene Ausgabe
Philip Roth Jedermann

Hanser Verlag

In seinem soeben erschienen Roman schreibt Philip Roth über das Alter. Es ist sein unvergleichlich realistischer, klarer und reflektierter Sprachausdruck, der mich auch an diesem Buch fasziniert.

Dieses Mal steht nicht Zuckermann, sondern Jedermann für das Alter Ego des Dichters.

Es ist ein unbekannter Er, von dem berichtet wird.

Und warum fesselt diese Erzählung so ungemein?

Wer von uns kennt nicht die Gedanken, die einen zu besonderen Zeiten überfallen, sich fortspinnen, an Vergangenes und Gegenwärtiges anknüpfen, Erinnerungen hochkommen lassen und wie an einem Faden diese Gedanken zu einem Ganzen zusammenfügen?

So geht es diesem Er, der für Jedermann stehen kann.

Er, ehemaliger Artdirektor, lebt im Ruhestand in einem Seniorendorf an der Küste in New Jersey und malt.

Durch seine Gedanken wandern die eigenen Kinder, vergangene Ehen, Liebesaffären, das Sterben des Vaters, der Mutter--- und er denkt an seinen großen, vitalen Bruder, den er um seine Gesundheit beneidet. Bei diesem Er, der seit seinen fünfziger Lebensjahren immer wieder an koronaren Verschlüssen leidet, und der sich wiederholt operativen Eingriffen unterziehen muss, vermischen sich die gegenwärtigen Ängste mit denen aus früher Kindheit, wenn er selber oder der Vater, Onkel schwer erkrankt war. Seine Söhne aus einer geschiedenen ersten Ehe bleiben unversöhnlich ihm gegenüber, eine Tochter aus einer anderen, ebenfalls geschiedenen Ehe, bleibt ihm eng verbunden und er ihr.
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von Diamanten und Kindern 22. November 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Dem Buch reist sein Ruf voraus. Man weiß die ganze Geschichte, die eine ernüchternde ist, bevor man es zum ersten Mal in der Hand hat. Mehr noch reist ihm sein Titel voraus. 'Jedermann' gemahnt nicht nur jeden Leser daran, dass auch er mit diesem sterbenden Menschen beschrieben ist, sondern erinnert auch an Hugo von Hofmannsthal Theaterstück 'Jedermann' aus dem Jahre 1911. Dort ist Jedermann bekanntlich ein Reicher, der kein Mitleid mit seiner ärmeren Umwelt hat, bis ihn der Tod holen kommt und er gezwungen wird, Demut zu zeigen und wieder gottesfürchtig zu werden. Hofmannsthal wiederum bezieht sich auf mittelalterliche Vorbilder wie Mysterienspiele. Das Thema ist also ein altes. Es geht um die schlichte aber bedeutsame Tatsache, dass wir sterben, und nichts, was wir lieben, überdauert die Zeiten. Was hat Philipp Roth diesem Thema Neues zuzufügen? Die Frage ist schon absurd. Es ist dasjenige Thema, dem seit Urzeiten nichts Neues hinzugefügt werden kann ' und zugleich ist es das Thema, an dem sich jeder einzelne Mensch bis in die Unendlichkeit abarbeitete, würde er nicht vorher abberufen.
Der Jedermann, von dem hier geschrieben wird ist ' oder vielmehr war ' ein Werbefachmann. Das Buch beginnt mit seiner Beerdigung. Von einer höheren Warte aus betrachtet der Verstorbene die versammelte Trauergemeinde, wie jeder einzelne nach vorne tritt, eine Schaufel Erde auf den Sarg wirft. Reden werden gehalten, die das Leben des Verschiedenen Revue passieren lassen. Es handelt sich bei dieser Beschreibung also um eine Phanatsie, die wohl jeden von uns einmal heimgesucht hat: Unserer eigenen Beerdigung beizuwohnen und am Grad der Trauer, die wir uns natürlich sehr groß vorstellen, die eigene Bedeutung in der Welt zu taxieren.
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54 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fortsetzung des Menschlichen Makels 15. Juni 2006
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Es ist weniger der Tod, mit dem sich Philip Roth in seinem neuen Buch beschäftigt, als Krankheit und Siechtum im Alter. Dieser kurze Roman, der mit dem klaren, geschliffenen Stil einer Kurzgeschichte daherkommt, beschreibt den körperlichen Verfall und das Sterben eines Durchschnittsmenschen mit, für heutige Verhältnisse, unauffälliger Vita: Behütete Kindheit, Karriere in der Werbebranche, 3 gescheiterte Ehen. Söhne die ihn verachten, eine Tochter, die ihn trotz seiner Eskapaden stur liebt. Auch in seiner eigenen Einschätzung ist er kein "guter" Mensch. Sex bietet ihm immer wieder nur kurzfristige Erlösung und Ablenkung von sich selbst.

Fazit: Den Tod hält jeder aus, viele fürchten ihn nicht einmal. Wie kann man aber den Weg dorthin aushalten, wenn er nicht kurz und schmerzlos ist? Wie tief wurzelt die Hoffnung in uns? Philip Roth hat sich sehr souverän und tiefgründig mit den Zumutungen des Alterns auseinandergesetzt. Leider werden in unserer infantilen Gesellschaft, die ewige Jugend zum Fetisch hat und ständige Verdrängung praktiziert, nur wenige Leser zu diesem Meisterwerk greifen. Schade.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Zum Gähnen langweilig ...
... kam mir dieses Buch vor. Leider habe ich mich von vielen guten Rezensionen blenden lassen und das Buch nicht rechtzeitig zur Seite gelegt! Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Smash veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Philip Roths Buch "Jesermann"
Das Buch kam in der angegebenen Zeit bei uns an.

Die Bücher von Philip Roth sind lesenswert. Er beschreibt die amerikanische Gesellschaft der Moderne.
Vor 10 Monaten von Karin Wendt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die letzten Jahre eines amerikanischen Ostküstenpensionärs
Jedermann Philip Roth

Ein wunderbarer, melancholischer Roman über die letzten 10 Lebensjahre eines amerikanischen Rentners der oberen Mittelschicht. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Dr. Volker Hoeper veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Mit angehaltenem Atem
Man liest den gerade mal 170 Seiten langen Roman mit angehaltenem Atem. Hier wird kein Leben dargestellt, sondern die unausweichliche Auseinandersetzung eines Jeden - mit Sterben... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von maria veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen MUSS
Philip Roth muss man einfach gelesen haben.
Toller Schriftsteller. Werde mir weitere Bücher von ihm kaufen.
Es lohnt sich immer.
Vor 13 Monaten von CITRINER veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Leben.....
Einfach ein genialer Roman über das "Älterwerden" und alle vorherigen Stationen im Leben eines Mannes. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Hinrich veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Jedermann ist nicht jedermann
Jedermann, so lautet der Name des väterlichen Juweliergeschäfts der ebenfalls namenlosen Hauptfigur. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Januar 2012 von Limo
3.0 von 5 Sternen nicht Jedermanns Sache
Ja, manchmal lese ich auch etwas, das nicht unbedingt...

Egal.

Das Buch hat mir nicht unbedingt komplett gefallen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2011 von CogitoLeider
1.0 von 5 Sternen langweiliges Gejammere über Krankheit und Alter
Ich weiß, Phil Roth kann durchaus schreiben. Von der reinen Technik her bewegt sich auch dieses Werk auf dem gewohnten Niveau. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Januar 2011 von Naftade
5.0 von 5 Sternen Ein Leben aus der Sicht des Todes
Der Roman beginnt mit der Beerdigung der Hauptfigur: eines ehemaligen angesehenen leitenden Kreativ-Mitarbeiters einer New Yorker Werbeagentur, der seinen Ruhestand als Maler... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2010 von Tom Kadi
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