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Jeder stirbt für sich allein: Roman
 
 

Jeder stirbt für sich allein: Roman [Kindle Edition]

Hans Fallada
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (106 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Buch hat die Spannung eines Le-Carré-Romans: ein tiefgehendes, erschütterndes Portrait." The New Yorker

Kurzbeschreibung

»Das beste Buch, das je über den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus geschrieben wurde.«

Primo Levi



»Ein literarisches Großereignis.«

The New York Times



Ein einzigartiges Panorama des Berliner Lebens in der Nazizeit: Hans Falladas eindrückliche und berührende Darstellung des Widerstands der kleinen Leute avanciert rund sechzig Jahre nach der Entstehung zum internationalen Publikumserfolg. Jetzt erscheint erstmals die ungekürzte Fassung nach dem bislang unveröffentlichten Originalmanuskript.



Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. – Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext.



»Der Erfolg von ›Jeder stirbt für sich allein‹ zeigt, dass das Schwarzweißbild der Hitlerjahre endlich einer nuancierten Wahrnehmung weicht.« F. A. Z.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1517 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 705 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3351033494
  • Verlag: Aufbau Digital; Auflage: 1 (21. März 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004TTN2PS
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (106 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #3.349 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
165 von 170 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grandioses Leseerlebnis 8. März 2011
Von Agricola
Format:Gebundene Ausgabe
Hans Fallada beschreibt in diesem Roman das Schicksal der stillen Eheleute Otto und Anna Quangel, typische "kleine Leute", die im Berlin der beginnenden Vierziger Jahre nach einem herben Schicksalsschlag ihre ganz eigene Variante von Widerstand gegen das Nazi-Regime entwickeln: sie hinterlassen gefährliche Botschaften auf Karten, die sie nach und nach in der Stadt verteilen. Gestapo-Kommissar Escherich ist ihnen mit perfiden Methoden auf der Spur.

Das jetzt als schön gestalteter Hardcover-Band im aufbau-Verlag erschienene Buch ist ein wertvolles Zeitzeugnis und dazu spannend zu lesen wie ein Krimi.
Das Buch zeigt den Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung; insbesondere ist das 17. Kapitel erstmals vollständig enthalten, aber auch früher veranlaßte Streichungen und Textveränderungen (vor allem politisch motivierte Tilgungen) sind nun wieder aufgehoben worden. Die von Fallada (1893-1947) im Herbst 1946 geschriebene Geschichte vermittelt uns auf über 700 Seiten einen authentischen Eindruck von der Stimmung der Zeit, gewährt Einblicke in das von Mißtrauen und Angst, Feigheit und Verrat geprägte Miteinander der Zeitgenossen, die Fallada in unvergleichlicher Weise charakterisiert. Das Wirken des Unrechtsystems wird am Beispiel der keinem Recht unterworfenen, willkürlich agierenden Staatsmacht und ihrer Zuträger in beklemmender Eindringlichkeit demonstriert.

Der aufbau-Verlag bereichert uns hier um ein besonderes Stück Literaturgeschichte. Die Deckelinnenseite zeigt einen schön und informativ gestalteten Stadtplan (Wohnort der Quangels, Fundort der ersten Karte, Gestapo-Zentrale usw.), ein kurzer Anhang vermittelt die biografischen Daten des Autors, zeigt aber auch einige Fotos und Aktenauszüge des realen Falls, an den sich der Roman entfernt anlehnt.

Wer verstehen möchte, wie aus biederen Bürgern ein Heer an Wegduckern und Wegguckern werden konnte, wird hier - vor allem im fast unerträglichen Schlußteil des Buches, der sich mit dem befaßt, was der Festnahme der Quangels folgte - die Antwort finden.
Ich kann das Buch jedem - nicht nur dem historisch interessierten - Leser uneingeschränkt empfehlen. Es handelt sich um einen literarischen Hochkaräter, der im Ton vielleicht ein wenig an Döblins "Berlin - Alexanderplatz" erinnert, aber natürlich eine gänzlich andere Story fesselnd erzählt. Zu einem Lesevergnügen ganz besonderer Art kommt ein Zweites: das überaus angemessene Preis-/Leistungsverhältnis.
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77 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der kleine Widerstand 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit und gegen die Verzweiflung, für Zivilcourage auch in kleinen Dingen, auch im geringfügigen Versuch, sich gegen das Verderben aufzulehnen. Hans Fallada wollte mit diesem Buch ausdrücklich die Verantwortung der Kollektivschuld, der Schuld aller Deutschen am Zweiten Weltkrieg und am Holocaust relativieren. Er ist erneut Anwalt der kleinen Leute, ein verständnisvoller Beobachter, der sich gegen die pauschalisierende Verurteilung wehrt. In seiner mitfühlenden Geschichte eines wahren Falles lässt er das Ehepaar Quangel als aufrechte und sich nur ihrem Gewissen verantwortliche Menschen erscheinen, die ihr Möglichstes tun, um ihrem Misstrauen und ihrer Verzweiflung gegenüber dem Hitlerregime Ausdruck zu verleihen. In ihren bescheidenen Mitteln hoffen sie, mit ausgelegten Karten die anderen Menschen zum Nachdenken zu bewegen, die Menschen aufzurütteln aus ihrer verzweifelten Lethargie, ohne zu ahnen, dass ihr kleines Aufbegehren in der angstvollen Atmosphäre jener Zeit ungehört verpufft, einzig registriert von einem unerbittlichen und unmenschlichen Staatsapparat, trotzdem man hier dem Menschenfreund Fallada zugute halten muss, dass er kein Freund der Schwarz-Weiß-Zeichnung war, denn auch der Kripobeamte besitzt menschlich-sympathische Züge, trotzdem er die Staatsgewalt vertritt. Auch in ihrer Todesangst stehen sie wacker zueinander und zu ihren Taten, sie sollen ein Vorbild sein und sind. Mitfühlend, wie vom Autor geschildert, beendet auch der Leser das Buch, um eine schmerzliche, aber notwendige Erfahrung reicher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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60 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Tränen nah 24. März 2011
Von Tobias Nazemi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Das hatte ich schon lange nicht mehr. Beim Lesen so vereinnahmt zu werden, dass man völlig in die Handlung eintaucht, alles miterlebt und mitfühlt. Dass man sich fragt, wie man sich wohl verhalten hätte, damals im dritten Reich. Ob man wohl den Mut gehabt hätte, sich zu wehren, gegen den Stumpfsinn, die kulturlose Barbarei? Ob man es gewagt hätte, dem schreienden Nazi einfach mit der Faust ins Gesicht zu schlagen? So wie ich es mir beim Lesen tausendmal gewünscht habe - im Jahr 2011, sicher und bequem auf meinem heimischen Sofa.

Nein, das passiert einem nicht oft, dass man solch ein Buch in die Hände bekommt. Von einem begnadeten Erzähler, der einem zwar vom Namen her seit vielen Jahren bekannt ist, von dem ich aber noch nie ein Werk gelesen habe. Da müssen erst die Amerikaner kommen, mit ihrem Faible für spannende Geschichten aus der Nazizeit, damit wir Deutschen einen unserer ganz großen Autoren wieder lesen und würdigen.

Auch ohne ihn zu kennen, hatte ich eine Meinung zu Fallada. Für mich war er so etwas wie der Simmel oder Konsalik der deutschen Kriegsjahre. Gepflegte Unterhaltung auf durchschnittlichem Niveau. Aber weit gefehlt. Dieser Roman Falladas ist ganz große Literatur. Da stimmt wirklich alles. Unterhaltung, Anspruch, literarisches Niveau. Ich wüsste nicht, was man bei diesem Roman hätte anders, besser machen können. Das Werk ist perfekt, spannend wie ein Thriller und aufgrund des realen Hintergrundes der Geschichte emotional sehr aufwühlend. Immer wieder musste ich beim Lesen zu den im Anhang abgedruckten Gestapo-Fotos des Ehepaares Quangel/Hampel blättern. Lange habe ich in die Gesichter gesehen, die einen mit jeder Seites des Romanes immer vertrauter erschienen. So vertraut und ans Herz gewachsen, dass ich zum tragischen Ende der Geschichte, den Tränen nahe war.

Das hatte ich schon lange nicht mehr. Das ist Lesevergnügen auf ganz hohem Niveau. Das kann ich nur jedem weiterempfehlen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Unglaublich gut!
Ein unfassbar eindringlich geschriebener Roman! Beeindruckend! Bewegend! Und wenn man bedenkt, dass Fallada die Geschichte nur zwei Jahre nach dem Ende des grausamen Kapitels der... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Tag von federhalter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Original - grandios!!!
Berlin, NS-Zeit, Figuren, Charaktere, Milieus, Leben und Sterben, Handlung und Verrat, Widerstand, Hoffen, Bangen, der kleine Mann/Mensch und die große, allzu große... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Tagen von Dr. Jörg Steinz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Mehr Einblick
Hier wird deutlich gezeigt,wie der Kleine Mann mit dem Geschehen während des Krieges klar kam, bzw. nicht klar kam.
Sehr berührend und mitreißend erzählt!
Vor 28 Tagen von Veronika Winter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein ergreifendes Portrait des "Alltags unterm Hakenkreuz"
Kurz nach Kriegsende begann Fallada mit der Arbeit an seinem wohl bekanntesten Werk „Jeder stirbt für sich allein“. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Rezi384 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach nur ein Meisterwerk
Gehört hatte ich von Hans Fallada schon, jedoch ihn aufgrund seiner Lebensweise eher als negativ abgespeichert und von dem ich jetzt nicht unbedingt ein Buch lesen würde. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Elena veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen - Eine Nacht -
Das Buch bindet, fasziniert und läßt nicht los. In einer Nacht habe ich es gelesen und nehme es trotz seins Umfangs immer wieder zur Hand, um erneut die Seiten zu... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Dorothee von Frankenberg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Jeder stirbt für sich allein
dieses Buch ist mit großen einer großen Spannung und Ergreifend geschrieben. Man kann fast nicht aufhören es zu lesen wennn man es begonnen hat.
Vor 1 Monat von Ute Gabler veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein buch, das man nicht vergisst
ich habe das buch bereits vor mehreren monaten gelesen.
als es zu ende war, hatte ich das gefühl, noch nicht fertig zu sein. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Käthe veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Erschütternde Erzählung aus einer unmenschlichen Zeit
Ich lese seit Jahren die Rezensionen zu Büchern, die mich interessieren oder die ich bereits gelesen habe. Aber noch nie habe ich eine eigene verfaßt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von HarryLu veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr bewegend!
Dies war, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, mein erstes (Hör-) Buch von hans Fallada und ich frage mich, warum ich nicht schon früher auf diesen Autor aufmerksam... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Bücherwurm Tanni veröffentlicht
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Beliebte Markierungen

 (Was ist das?)
&quote;
So haben wir alle einzeln handeln müssen, und einzeln sind wir gefangen, und jeder wird für sich allein sterben müssen. Aber darum sind wir doch nicht allein, Quangel, darum sterben wir doch nicht umsonst. Umsonst geschieht nichts in dieser Welt, und da wir gegen die rohe Gewalt für das Recht kämpfen, werden wir am Schluss doch die Sieger sein.« &quote;
Markiert von 6 Kindle-Nutzern
&quote;
Kurz, den Quangels erging es wie allen Menschen: sie glaubten, was sie hofften. &quote;
Markiert von 6 Kindle-Nutzern
&quote;
Möchten Sie denn lieber für eine ungerechte Sache leben als für eine gerechte sterben? &quote;
Markiert von 6 Kindle-Nutzern

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