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Jeder stirbt für sich allein: Roman (Fallada)
 
 
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Jeder stirbt für sich allein: Roman (Fallada) [Taschenbuch]

Hans Fallada
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 656 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 8 (1. Februar 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746653215
  • ISBN-13: 978-3746653211
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,6 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 164.168 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans Fallada
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Stoff dieses Romans ist authentisch. Fallada erfuhr 1945 aus einer Gestapo-Akte vom Schicksal eines Berliner Ehepaars, das mit Botschaften auf Karten und Kanzleibögen einen einsamen, aussichtlichslosen Widerstand wagte und 1943 hingerichtet wurde. Den Roman, seinen letzten, schrieb Fallada ein Jahr später, im Herbst 1946, in knapp vier Wochen. „… seit ‚Wolf unter Wölfen’ wieder der erste richtige Fallada“, schrieb er in dieser Zeit an seine geschiedene Frau Anna Ditzen. Als das Buch 1947 im Aufbau-Verlag erschien, lebte Fallada nicht mehr. Heute gehört der Roman – verfilmt und dramatisiert – zu den eindrucksvollsten und populärsten Büchern des Autors.

Über den Autor

RUDOLF DITZEN alias HANS FALLADA wurde 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten geboren. Er besuchte, ohne es abzuschließen, das humanistische Gymnasium und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre. Zwischen 1915 und 1925 war er Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter. 1920 Roman-Debüt "Der junge Goedeschal", seit 1931 freiberuflicher Schriftsteller. Mit dem vielfach übersetzten Roman "Kleiner Mann - was nun?" (1932) wurde Fallada weltbekannt. In der Zeit des Faschismus lebte er als "unerwünschter Autor" zurückgezogen auf seinem Sechs-Morgen-Anwesen in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über und starb dort 1947. Weitere wichtige Werke: "Bauern, Bonzen und Bomben" (1931), "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" (1934), "Wolf unter Wölfen" (1937), "Der eiserne Gustav" (1938), "Geschichten aus der Murkelei" (1938), "Jeder stirbt für sich allein" (1947).

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
140 von 145 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Agricola
Format:Gebundene Ausgabe
Hans Fallada beschreibt in diesem Roman das Schicksal der stillen Eheleute Otto und Anna Quangel, typische "kleine Leute", die im Berlin der beginnenden Vierziger Jahre nach einem herben Schicksalsschlag ihre ganz eigene Variante von Widerstand gegen das Nazi-Regime entwickeln: sie hinterlassen gefährliche Botschaften auf Karten, die sie nach und nach in der Stadt verteilen. Gestapo-Kommissar Escherich ist ihnen mit perfiden Methoden auf der Spur.

Das jetzt als schön gestalteter Hardcover-Band im aufbau-Verlag erschienene Buch ist ein wertvolles Zeitzeugnis und dazu spannend zu lesen wie ein Krimi.
Das Buch zeigt den Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung; insbesondere ist das 17. Kapitel erstmals vollständig enthalten, aber auch früher veranlaßte Streichungen und Textveränderungen (vor allem politisch motivierte Tilgungen) sind nun wieder aufgehoben worden. Die von Fallada (1893-1947) im Herbst 1946 geschriebene Geschichte vermittelt uns auf über 700 Seiten einen authentischen Eindruck von der Stimmung der Zeit, gewährt Einblicke in das von Mißtrauen und Angst, Feigheit und Verrat geprägte Miteinander der Zeitgenossen, die Fallada in unvergleichlicher Weise charakterisiert. Das Wirken des Unrechtsystems wird am Beispiel der keinem Recht unterworfenen, willkürlich agierenden Staatsmacht und ihrer Zuträger in beklemmender Eindringlichkeit demonstriert.

Der aufbau-Verlag bereichert uns hier um ein besonderes Stück Literaturgeschichte. Die Deckelinnenseite zeigt einen schön und informativ gestalteten Stadtplan (Wohnort der Quangels, Fundort der ersten Karte, Gestapo-Zentrale usw.), ein kurzer Anhang vermittelt die biografischen Daten des Autors, zeigt aber auch einige Fotos und Aktenauszüge des realen Falls, an den sich der Roman entfernt anlehnt.

Wer verstehen möchte, wie aus biederen Bürgern ein Heer an Wegduckern und Wegguckern werden konnte, wird hier - vor allem im fast unerträglichen Schlußteil des Buches, der sich mit dem befaßt, was der Festnahme der Quangels folgte - die Antwort finden.
Ich kann das Buch jedem - nicht nur dem historisch interessierten - Leser uneingeschränkt empfehlen. Es handelt sich um einen literarischen Hochkaräter, der im Ton vielleicht ein wenig an Döblins "Berlin - Alexanderplatz" erinnert, aber natürlich eine gänzlich andere Story fesselnd erzählt. Zu einem Lesevergnügen ganz besonderer Art kommt ein Zweites: das überaus angemessene Preis-/Leistungsverhältnis.
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72 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der kleine Widerstand 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit und gegen die Verzweiflung, für Zivilcourage auch in kleinen Dingen, auch im geringfügigen Versuch, sich gegen das Verderben aufzulehnen. Hans Fallada wollte mit diesem Buch ausdrücklich die Verantwortung der Kollektivschuld, der Schuld aller Deutschen am Zweiten Weltkrieg und am Holocaust relativieren. Er ist erneut Anwalt der kleinen Leute, ein verständnisvoller Beobachter, der sich gegen die pauschalisierende Verurteilung wehrt. In seiner mitfühlenden Geschichte eines wahren Falles lässt er das Ehepaar Quangel als aufrechte und sich nur ihrem Gewissen verantwortliche Menschen erscheinen, die ihr Möglichstes tun, um ihrem Misstrauen und ihrer Verzweiflung gegenüber dem Hitlerregime Ausdruck zu verleihen. In ihren bescheidenen Mitteln hoffen sie, mit ausgelegten Karten die anderen Menschen zum Nachdenken zu bewegen, die Menschen aufzurütteln aus ihrer verzweifelten Lethargie, ohne zu ahnen, dass ihr kleines Aufbegehren in der angstvollen Atmosphäre jener Zeit ungehört verpufft, einzig registriert von einem unerbittlichen und unmenschlichen Staatsapparat, trotzdem man hier dem Menschenfreund Fallada zugute halten muss, dass er kein Freund der Schwarz-Weiß-Zeichnung war, denn auch der Kripobeamte besitzt menschlich-sympathische Züge, trotzdem er die Staatsgewalt vertritt. Auch in ihrer Todesangst stehen sie wacker zueinander und zu ihren Taten, sie sollen ein Vorbild sein und sind. Mitfühlend, wie vom Autor geschildert, beendet auch der Leser das Buch, um eine schmerzliche, aber notwendige Erfahrung reicher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tom Kadi VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Quangel, die - ausgelöst durch den Kriegstod ihres Sohnes - in Berlin einen jahrelangen kleinen Widerstandskampf führten, indem sie Postkarten mit selbstverfassgten Anti-Nazitexten in Berliner Hausfluren auslegen, bis sie gefasst, vor dem Volksgerichtshof verurteilt und hingerichtet wurden, ist Falladas letzter Roman, den er kurz nach dem Krieg verfasste. Er basiert auf den Akten einer wahren Geschichte. Derzeit erlebt er einen Riesenerfolg im In- und Ausland, nachdem er in der unbereinigten Ur-Fassung vorgelegt worden ist, in der z.B. nicht mehr weggestrichen ist, dass einige der positiven Figuren (die Quangels, die Briefträgerin Eva Kluge) Mitglied in NS-Organisationen waren. Was Fallada kann: Packend schreiben - bereits auf den ersten Seiten, auf denen die Briefträgerin an den Wohnungen eines ganz normalen Mietshauses im Prenzlauer Berg vorbeigeht und damit alle Facetten des Lebens in dieser Zeit erfasst (den schweigenden Widerstand Leistenden Kammergerichgtsrat, das Nazipack im ersten Stock, bis hoch zu einer verängstigten Jüdin, die sich nicht mehr aus der Wohnung wagt), wird der Leser in den Sog dieses Buches gezogen. Die Athmosphäre von Bespitzelung und Angst überträgt sich derart, das einen die Geschichte buchstäblich in die Träume verfolgt. Der Autor kann Sucht (Hanno, der alles friskiert, um seine Rennwetten abzugeben) schildern, gestörte Vaterbeziehungen beschreibt er überaus plastisch. Das hat starke autobiografische Züge. Was er nicht so kann: Die Quangels in ihrem Arbeitermilieu bleiben ihm merkwürdig fremd. Wie ein Insektenforscher werden sie von Fallada mit einem freundlich leutseligen Plauderton geschildert. Und: Man merkt an manchen stilistischen Schwächen und Redundanzen, dass dieser Roman - wahrlich in einem (Kokain-)Rausch - innerhalb von sechs Wochen heruntergeschrieben wurde bis hin zu dem kitschigen Schluss, wo aus den Ruinen des Krieges die Jugend geläutert und gebessert einer guten Zukunft entgegenschreitet.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Weltklasse
Das Buch handelt von einem Ehepaar (den Quangels), dessen Sohn im Zweiten Weltkrieg als Soldat fällt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Tagen von Bücherwurm veröffentlicht
großartiges Buch mit Parallelen...
... zu dem Tatsachenroman Für Freudensprünge keine Zeit" von Eugen Herman-Friede. Aber wie durch ein Wunder hat Eugen Herman-Friede überlebt und konnte seine... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Jazz veröffentlicht
ein sehr bedrückendes Buch, aber absolut Lesenswert
Dies ist eines der wenigen Bücher, welches mich richtig berührt hat. Das Thema beschäftigt mich sehr und ich habe mir viele Gedanken zu dem Buch gemacht. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Mella veröffentlicht
Wunderbar und intensiv
Ich habe den Roman gelesen, weil er mir von Amazon empfohlen wurde, nachdem ich Volker Ferkau ALLES AUF ANFANG genossen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von fanty09 veröffentlicht
Endlich für alle
Dieser Roman von Fallada zeigt, dass dieser Autor ein ganz Großer war. Obwohl das Ende der Geschichte feststeht, fesselt sein lockerer Schreibstil den Leser, den... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Anita Dreisahm veröffentlicht
Ein gutes und unheimliches Buch
Dieses Buch beschreibt sehr gut, wie das alltägliche Leben im Dritten Reich war. Auch konnte ich spüren, wie die Atmosphäre immer grimmiger wurde. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Peter Berends veröffentlicht
Spannend, erschreckend und gut
»Das beste Buch, das je über den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus geschrieben wurde.« So wird dieser Roman beworben. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von birgitt veröffentlicht
Dieses Buch ist ein MUSS
Dieses Buch sollte jeder Mensch gelesen haben, ob jung oder alt. Junge bekommen ein Gefühl dafür, wie es mal war unter brauner Knute. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Wieso? veröffentlicht
Ergreifendes Mahnmal
Berühmt wurde Hans Fallada in den frühen Dreißigerjahren durch seinen Roman "Kleiner Mann, was nun? Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Volker M. veröffentlicht
"Ich glaube nicht, dass es noch lange hält, das...
Ich habe eine alte, gekürzte Fassung von Hans Falladas "Jeder stirbt für sich allein" gelesen-die aktuelle Version mag neue Aspekte hineinbringen, die Grundgeschichte... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von ytsym veröffentlicht
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