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Jeder stirbt für sich allein: Roman (Fallada) Taschenbuch – 16. April 2012

158 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 704 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 9 (16. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746628113
  • ISBN-13: 978-3746628110
  • Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 4,3 x 20,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (158 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.428 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

RUDOLF DITZEN alias HANS FALLADA wurde 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten geboren. Er besuchte, ohne es abzuschließen, das humanistische Gymnasium und absolvierte eine landwirtschaftliche Lehre. Zwischen 1915 und 1925 war er Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter. 1920 Roman-Debüt "Der junge Goedeschal", seit 1931 freiberuflicher Schriftsteller. Mit dem vielfach übersetzten Roman "Kleiner Mann - was nun?" (1932) wurde Fallada weltbekannt. In der Zeit des Faschismus lebte er als "unerwünschter Autor" zurückgezogen auf seinem Sechs-Morgen-Anwesen in Mecklenburg. 1945 siedelte er nach Berlin über und starb dort 1947.
Weitere wichtige Werke: "Bauern, Bonzen und Bomben" (1931), "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" (1934), "Wolf unter Wölfen" (1937), "Der eiserne Gustav" (1938), "Geschichten aus der Murkelei" (1938), "Jeder stirbt für sich allein" (1947).

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

RUDOLF DITZEN alias HANS FALLADA (1893–1947), zwischen 1915 und 1925 Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter, 1920 Roman-Debüt mit "Der junge Goedeschal“. Der vielfach übersetzte Roman "Kleiner Mann – was nun?" (1932) machte Fallada weltberühmt. Sein letztes Buch, „Jeder stirbt für sich allein“ (1947), avancierte rund sechzig Jahre nach Erscheinen zum internationalen Bestseller. Weitere Werke u. a.: »Bauern, Bonzen und Bomben« (1931), »Wer einmal aus dem Blechnapf frißt« (1934), »Wolf unter Wölfen« (1937), »Der eiserne Gustav« (1938).


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Kundenrezensionen

4.8 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

184 von 189 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Agricola am 8. März 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Hans Fallada beschreibt in diesem Roman das Schicksal der stillen Eheleute Otto und Anna Quangel, typische "kleine Leute", die im Berlin der beginnenden Vierziger Jahre nach einem herben Schicksalsschlag ihre ganz eigene Variante von Widerstand gegen das Nazi-Regime entwickeln: sie hinterlassen gefährliche Botschaften auf Karten, die sie nach und nach in der Stadt verteilen. Gestapo-Kommissar Escherich ist ihnen mit perfiden Methoden auf der Spur.

Das jetzt als schön gestalteter Hardcover-Band im aufbau-Verlag erschienene Buch ist ein wertvolles Zeitzeugnis und dazu spannend zu lesen wie ein Krimi.
Das Buch zeigt den Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung; insbesondere ist das 17. Kapitel erstmals vollständig enthalten, aber auch früher veranlaßte Streichungen und Textveränderungen (vor allem politisch motivierte Tilgungen) sind nun wieder aufgehoben worden. Die von Fallada (1893-1947) im Herbst 1946 geschriebene Geschichte vermittelt uns auf über 700 Seiten einen authentischen Eindruck von der Stimmung der Zeit, gewährt Einblicke in das von Mißtrauen und Angst, Feigheit und Verrat geprägte Miteinander der Zeitgenossen, die Fallada in unvergleichlicher Weise charakterisiert. Das Wirken des Unrechtsystems wird am Beispiel der keinem Recht unterworfenen, willkürlich agierenden Staatsmacht und ihrer Zuträger in beklemmender Eindringlichkeit demonstriert.

Der aufbau-Verlag bereichert uns hier um ein besonderes Stück Literaturgeschichte. Die Deckelinnenseite zeigt einen schön und informativ gestalteten Stadtplan (Wohnort der Quangels, Fundort der ersten Karte, Gestapo-Zentrale usw.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek VINE-PRODUKTTESTER am 18. April 2011
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Es kommt wirklich ganz selten vor, dass ich ein Buch an einem Wochenende durclese. Aber diese Buch ist so spannend, aufrührend geschrieben, dass es sich wie ein Krimi liest. Hans Fallada beschreibt in seinem Buch das Berlin der kleinen Leute, ähnlich wie Zille in seinen Zeichnungen. Das Buch beruht auf der Lebens- und Todesgeschichte der Familie Hampel. Fallada ändert lediglich den Namen. Das stille Ehepaar Quangel, ganz einfache Leute, verliert im Krieg wie so viele seinen Sohn. Sie waren nie Nazis, aber dieses Ereignis verändert ihre zunächst durchaus von Opportunismus geprägte Einstellung zum Regime von Grund auf. Sie werden zu Gegnern. Die Art ihres Widerstandes ist naiv und letztlich wirkungslos. Aber sie sind wenigstens anständig geblieben. Sie schreiben Karten, in denen sie das verbrecherische Regime anprangern. Diese Karten legen sie zumeist in öffentlichen Gebäuden aus. Das ist Hochverrat und sie sind sich der Gefahr ihres Handelns durchaus bewusst. Wenn sie gefasst werden, wird es sie den Kopf kosten. Diese Karten setzen die Maschinerie der Gestapo in Gang. Dennoch dauert es über zwei Jahre und es bedarf eines Zufalls, dass sie gefasst werden. Das Meisterwerk von Hans Fallada vermittelt uns einen Eindruck von der Stimmung der Zeit, geprägt von Misstrauen, Angst Denunziantentum und Fanatismus. Einmal in der Mühle des Systems, das keinerlei Gesetz unterworfen ist, zieht Frau Quangel durch eine Unachtsamkeit die ehemalige Verlobte ihres gefallenen Sohnes und deren Mann mit in den Kreis der Verdächtigen ein. Einmal in den Fängen der Gestapo gibt es kein Entrinnen, das wissen die Quangels. Sie werden sterben müssen.Lesen Sie weiter... ›
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85 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 11. Januar 2000
Format: Taschenbuch
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit und gegen die Verzweiflung, für Zivilcourage auch in kleinen Dingen, auch im geringfügigen Versuch, sich gegen das Verderben aufzulehnen. Hans Fallada wollte mit diesem Buch ausdrücklich die Verantwortung der Kollektivschuld, der Schuld aller Deutschen am Zweiten Weltkrieg und am Holocaust relativieren. Er ist erneut Anwalt der kleinen Leute, ein verständnisvoller Beobachter, der sich gegen die pauschalisierende Verurteilung wehrt. In seiner mitfühlenden Geschichte eines wahren Falles lässt er das Ehepaar Quangel als aufrechte und sich nur ihrem Gewissen verantwortliche Menschen erscheinen, die ihr Möglichstes tun, um ihrem Misstrauen und ihrer Verzweiflung gegenüber dem Hitlerregime Ausdruck zu verleihen. In ihren bescheidenen Mitteln hoffen sie, mit ausgelegten Karten die anderen Menschen zum Nachdenken zu bewegen, die Menschen aufzurütteln aus ihrer verzweifelten Lethargie, ohne zu ahnen, dass ihr kleines Aufbegehren in der angstvollen Atmosphäre jener Zeit ungehört verpufft, einzig registriert von einem unerbittlichen und unmenschlichen Staatsapparat, trotzdem man hier dem Menschenfreund Fallada zugute halten muss, dass er kein Freund der Schwarz-Weiß-Zeichnung war, denn auch der Kripobeamte besitzt menschlich-sympathische Züge, trotzdem er die Staatsgewalt vertritt. Auch in ihrer Todesangst stehen sie wacker zueinander und zu ihren Taten, sie sollen ein Vorbild sein und sind. Mitfühlend, wie vom Autor geschildert, beendet auch der Leser das Buch, um eine schmerzliche, aber notwendige Erfahrung reicher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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