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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Im Kern richtig und wertvoll aber..., 24. März 2005
Von Ein Kunde
Vorab. Das Buch hat mir gefallen und es trifft mit seinen Gedanken die Sache auf den Kopf. Mit dem Frauen hinterhersehen ist es wie mit Zigaretten. Es ist cool, jeder macht es und manchmal scheint es eh aussichtslos, dagegen an zu gehen. Aber es macht unfrei und tut nicht gut. Daher lohnt sich ein kritisches überdenken. Ist nicht weniger mehr? Bedeutet Liebe und Treue nicht auch, dass man eine Entscheidung trifft? Hat man nicht die Wahl? Ja, man hat. Doch muss man(n) sich darüber klarwerden, dass er mehr aufgibt als gewinnt, wenn er weiter jedem Rockzipfel hinterhersieht. Sexuelle Stimulation ist wie Salzwasser trinken. Der Durst steigt eher. Und schnell gerät man auf Wege, die später das Gewissen plagen und nicht selten der Anfang vom Ende einer grundsätzlich glücklichen Beziehung sind.
In sofern ist das Buch gut und muss vielleicht um wachzurütteln etwas radikaler daherkommen. Es erfordert schon ein Umdenken, wenn man sich als Mann mit den Negativseiten gesellschaftlich anerkannter Rituale beschäftigt.
Also vier Sterne für die absolut nachvollziehbar richtige Denkrichtung und weil ich das Buch allen Männern als Denkanstoss wünsche. Einen Stern musste ich jedoch definitiv abziehen weil ich es zwischendurch mehrmals in die Ecke werfen wollte. Auch wenn ich mich bemühe christlicher zu leben, so ist das Buch schon sehr dogmatisch geschrieben und mir zu amerikanisch. Ebenfalls gehen die oft militärischen Formulierungen ein wenig auf die Nerven obwohl ich zustimmen muss, manchmal ist das Wort Kampf hier schon gerechtfertigt. Und zu guter letzt. Es hätte ruhig auch eine Brücke für Nichtchristen gebaut werden können.
Der Kampf um die Freiheit lohnt sich und viele christliche Lebensweisen tun auch gut, wenn man nicht an Gott glaubt.
Lesen, Leute, und das für Euch Wahre weiterdenken.
Ergänzung nach 3 Jahren
Nun, einige Zeit später, kann ich Herrn Mehlhase nur Recht geben und halte seine Rezension auch für die treffendere.
Heilung kann nur durch Verstehen der Ursachen und Akzeptanz des Ist-zustandes entstehen. Erst aus dem Annehmen und Verständnis haben kann Veränderung erwachsen.
Es ist wie mit dem Rauchen aufhören. Erst als ich angstfrei auf den Blödsinn der Raucherei sehen konnte, hörte ich auf. Und zwar nicht aus dem Gefühl heraus stark sein zu müssen sondern weil ich Lust darauf hatte. Also, sobald ich unaufgeregt aber wachsam und Neugierig auf meinen Pornografiedurst sehen kann, werde ich ihn auflösen. Weil mir der Mechanismus dahinter klar wird, wie auch immer dieser dann aussieht: Einsamkeit, Angst vor Zurückweisung, Unfähigkeit Konflikte auszuhalten, Nicht mit dem Partner oder Frauen in der Realität gelebte Wünsche und Phantasien oder vielleicht auch schlichtweg, Bequemlichkeit.
Und noch eines sollte man nicht unterschätzen. Die Anlagen der Natur. War es früher für den Mann und die Menschheit sinnvoll, visuell über optische Schlüsselreize die bestmögliche Sexualpartnerin zwecks Zeugung möglichst gesunder Nachkommen zu fixieren, so kann man diese Anlage wohl heute mit Fug und Recht als eher ins Leere laufend bezeichnen. Denn der Konsum von virtuellen Schlüsselreizen führt nicht nur nicht zu gesunden Nachkommen sondern sorgt ironischerweise zwischenzeitlich eher für das Gegenteil. Weil Man(n) lieber mit dem Computer "schläft", tut er es nicht mehr so häufig in der Realität und so wird das dann natürlich auch nichts mehr mit den Nachkommen...
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Darstellung der Problematik und Ziel des Buches gut; Darstellung der Therapie und große Teile der Argumentation zweifelhaft., 20. März 2007
Vorab: Ich habe das Buch gelesen, weil auch ich zu den Männern gehöre, die durch die gesellschaftliche Sexualisierung mehr oder weniger "angemacht" werden, obwohl ich das eigentlich nicht will und es mich deshalb verärgert. Außerdem bin ich ein christlich orientierter Mensch.
Gut an diesem Buch finde ich die Darstellung des Problems, mit dem viele Männer zu kämpfen haben. Man liest über viele Fallbeispiele, die mir das Gefühl gegeben haben, daß ich nicht allein auf der Welt mit diesem Problem konfrontiert werde. Auch das Ziel dieses Buches, nämlich das Führen einer gefestigten Ehe mit all seinen wunderbaren Vorteilen in Verbindung mit Gott, hat mir sehr gefallen.
Darüber hinaus hat mir das Buch aber nicht sonderlich weiter geholfen. Die "Therapie" ist im Grunde genommen nichts anderes als ein, in die Bibellehre geschmücktes und eingebettetes, "instrumentelles Konditionierungsprogramm", das im Grunde genommen keine "echte" Heilung bewirkt. Nach durchschnittlich sechs Wochen, so wird von den Autoren gesagt, hat man das Wegsehen gelernt und die "Sexobjekte" müssen nicht mehr zwanghaft angeschaut werden. Immer wieder wird man aber trotzdem davor gewarnt, "rückfällig" zu werden, wenn man "den Bund mit den Augen", den "Gedankenfilter" und den "Herzenszaun" aufgibt. Attraktive Frauen im nahen Umfeld des Mannes müssen von ihm mehr oder weniger rigoros abgewiesen werden ohne Rücksicht auf die eigenen Gefühle, was die Ehrlichkeit dann aber letztlich wieder in Frage stellt. Viele der im Buch dargestellten Ehefrauen "kontrollierten" ihre Männer weiterhin, wenn diese mit "erotischen Ereignissen" konfrontiert wurden, nachdem sie sich ihren Frauen geöffnet und sich dem Konditionierungsprozess unterworfen hatten. Bewusstes Wegsehen und Gedankenkontrolle per Bibelverse sind für mich aber keine Heilung. Heilung bedeutet, daß dann das Wegsehen und die Gedankenkontrolle nicht mehr nötig sind. Dazu bedarf es meiner Meinung nach einer "Erweiterung" des Geistes der Liebe, der sich ins Herz hineinmanövriert, und kein "Konditionierungsprogramm".
Aus den Texten der Verfasser geht eher hervor, daß die Männer die "Sexbesessenen" sind, und zwar von Natur aus, nicht aber die Frauen. Die Frauen werden hier oft als die "Engel" und Unschuldigen, die Opfer gesehen. Das sehe ich in meiner Realität aber anders. Im Buch wird das Beispiel "David, Uria und Batseba" beschrieben. David ist hierbei der große Untreue. Dass zum Untreusein aber immer zwei gehören, davon ist in diesem Buch keine Rede. Auch Salomo wird glorreich zitiert. Dass er aber 1000 Frauen hatte (300 Hauptfrauen und 700 Nebenfrauen), auch davon ist im Buch keine Rede. Auch die dargestellten Argumente des großen Verführers Satan sind in meinen Augen eher an den Haaren herbeigezogen. Da wird sehr viel zurecht gebastelt, damit es am Ende stimmt. Letztlich entsteht für mich der Eindruck, man könnte theoretisch dieses "Konditionierungsprogramm" in jede Religion und Ideologie integrieren.
Durch dass "in den Himmel heben" der Ehefrauen im Buch, erweckt sich in mir der Eindruck, dass die Autoren eher einen großen Schuldkomplex in sich tragen, den sie sich "abkonditionieren" wollen. So geht das meiner Meinung aber nicht. Einige Frauen in diesem Buch stecken ihren Partner sofort in die "perverse Schublade", wenn sie sich ihren Frauen mit ihrem Problem vertrauensvoll öffnen. Das hat für mich nur wenig mit Christsein zu tun. Schuld und Sünde sind oftmals Wegbegleiter in diesem Buch, und das halte ich persönlich nicht für sehr förderlich. Dadurch wirkt dieses Buch zum Teil eng und zwanghaft, da die Autoren mit dem Mittel der monotonen Konditionierung Gott gefallen wollen, die ganzheitliche Bedeutung der "Freiheit der Liebe" bleibt für mich in weiten Bereichen aber auf der Strecke.
Interessant fand ich auch den Aspekt des vermehrten sexuellen Hungers der Männer gegenüber ihren Ehefrauen, wenn sie sich von den sexuellen Reizen ihrer Umwelt gelöst hatten. Einige Männer wollten dann einfach zu oft Sex mit ihrer Frau. Daraufhin sollte sich der Mann, nach Meinung der Autoren, einer allgemeinen "Psychotherapie" unterziehen. Plötzlich ist Gott gar nicht mehr gefragt, stattdessen ein Psychotherapeut oder Psychiater.
Symptombekämpfung steht in diesem Buch im Mittelpunkt, auf die Ursachen wird kaum eingegangen. Außerdem halte ich das Buch in der Tat für sehr "Amerikanisch". Es mag sein, dass dieses Buch für bestimmte Männer eine große Hilfe ist, meine Erwartungen hat es aber nur zum Teil erfüllt. Ich bereue es aber trotzdem nicht, dieses Buch gelesen zu haben.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Trifft den Kern von "unserem Problem" - und zeigt den Ausweg, 8. Juni 2007
Das Buch "jeder mann und die versuchung" ist von drei Autoren geschrieben worden. Das macht das Buch "rund" und leicht lesbar. Es trifft das Kernproblem christlicher Männer: die sexuelle Versuchung. Neben vielen Berichten und Erlebnissen der Autoren sowie anderer Männer, wird die Problematik gezeigt, aber auch der Ausweg aus der Situation. Das Buch gilt in erster Linie verheirateten Männern, enthält aber auch hilfreiche Hinweise für ledige, christliche Männer.
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