Annie Fortenberry hat alle Hände voll damit, ihre Pension für die Hochzeit ihrer Freunde Jamie und Max auf Hochglanz zu polieren. Deshalb liest sie ihrem nichtsnutzigen Hausmeister auch gehörig die Leviten, weil der die Arbeit schleifen lässt. Wes Bridges, der sich ein Zimmer mieten wollte, will in dem Streit schlichten und wird prompt von Annie - völlig unbeabsichtigt - K.O. geschlagen. Wäre er ein normaler Gast, hätte Wes sich sicher nach einer anderen Unterkunft umgeschaut. Aber er ist von ihrer Schwiegermutter beauftragt, heimlich herauszufinden, was mit ihrem Sohn passiert ist. Annie glaubte eigentlich, ihr treuloser Gatte hätte sich mitsamt ihrer Ersparnisse aus dem Staub gemacht. Doch dann wird beim Umgraben des Gartens seine Leiche gefunden, und Annie wird zur Mordverdächtigen Nummer Eins. Wes, der immer mehr für sie empfindet, ermittelt weiter.
Im fünften Teil der Full-Serie spielen Jamie Swift und Max Holt nur Nebenrollen. Ansonsten hat sich das Schema nicht geändert. Erneut zünden Janet Evanovich und Charlotte Hughes ein krachendes Gag-Feuerwerk, das immer wieder zum Schmunzeln einlädt und durch lustige Unterhaltungen besticht. Die spritzige Krimikomödie ist so voll gespickt mit neckischen Einfällen, dass es nicht weiter auffällt, wenn nicht jede Pointe sitzt. Mit dem Verhältnis zwischen Annie und Wes kommt auch noch etwas Romantik ins Spiel, der sogar ein Happy End beschert ist. Vorher streiten sie sich aber noch ganz herrlich wie die Kesselflicker. Der Mordfall wird eher nebenbei gelöst. Sicher neigt das Autorengespann zu Albernheiten, die sie genüsslich bis zur Neige auskosten. Fans überspannten Humors werden sich allerdings vorzüglich damit amüsieren. (TD)