"Aún aprendo. Noch immer lerne ich", der Satz Francisco Goyas ist auch Lotti Hubers Lebensmotto. Natürlich hat sie feste Meinungen entwickelt in ihrem bewegten Leben, aber sie ist immer noch jederzeit bereit, sich überraschen zu lassen und vielleicht auch ihre Meinung zu revidieren. Auf die Frage "Wo bleibt die Würde des Alters?" ist ihre Antwort "Im Arsch. 'Würde' reimt sich auf 'Bürde'", wobei für sie ihr Alter ihr einfach die Möglichkeit gibt, andere Erfahrungen zu machen - andere als in ihrer Jugend. Die Faszination dieses Buches entsteht für mich aus der Ungezwungenheit mit der Lotti Huber auf die ihr gestellen Fragen antwortet, Fragen aus allen Themenbereichen: Kunst ("Kunst: sie verbindet"), Tanz und Theater ("mein Stil ist out"), Film ("Ich bin filmbesoffen"), Temperament ("Ich halte mich sehr zurück - also sagen wir mal: relativ"), Minderheiten ("Ich kenne keine Minderheiten, ich kenne nur Menschen") und - natürlich - die Liebe ("Liebe ist wie eine unvollendete Symphonie". Für mich einfach lesenswert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)