| ||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Von den allermeisten Promi-Biografien unterscheidet sich diese hier eindeutig: Zum einen ist sie sehr gut geschrieben (sicher das Verdienst von Journalistin und Koautorin Sally Jenkins). Andererseits hat dieser Mann wirklich etwas zu erzählen. Und zwar zusätzlich zu seinen Tour de France-Berichten, deren intime Details jeden Radsportfan interessieren werden. Eine Botschaft, eine Lebensphilosophie wird uns hier näher gebracht. Aber in keiner Zeile möchte Armstrong sie dem Leser aufdrängen. Er sagt nur immer wieder: Schaut her, das ist mir widerfahren und so hat es mich verändert. Als Helden sieht er sich nicht, auch wenn aus solchem Stoff natürlich unsere medialen Heroen gemacht werden: todkrank und ein paar Jahre später Dominator des Profiradsports.
Das Sportidol präsentiert sich in Jede Sekunde zählt auch als "ganz gewöhnlicher Bursche", dem im Schatten des Erfolges fast seine Ehe kaputt geht, der gar nicht so cool und kontrolliert ist, wie er in der Öffentlichkeit und vor allem im Fahrradsattel wirkt. Der Leser hat tatsächlich den Eindruck, einiges über den Menschen Lance Armstrong zu erfahren -- und das ist schließlich neben dem Unterhaltungsaspekt, was man sich von einer Autobiografie erhofft. --Christian Stahl
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Die Bücher von Lance Armstrong ragen unter den Sportler- und Künstlerbiographien, die in den letzten Jahren erschienen sind, meilenweit heraus. Zum einen hat der Mann wirklich etwas zu erzählen. Zum anderen finden er bzw. seine Co-Autorin Sally Jenkins dafür auch die passenden Worte. Von der Arroganz, die Armstrong in den deutschen Medien oft angedichtet wird, ist in diesem Buch nichts zu spüren, im Gegenteil. Er ist selbstbewusst aber auch bescheiden, enorm kämpferisch (fast trotzig in manchen Dingen), ehrlich, realistisch, sensibel, mitfühlend. Auch Jan-Ullrich-Fans kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen, denn ihr Held kommt ausgesprochen gut weg, auch wenn die deutsche Boulevard-Presse uns etwas anderes glauben machen will (das Armstrong die Dinge nicht durch die schwarz-rot-goldenene Brille sieht, ist doch wohl verständlich).
Und noch etwas. Damit wir uns richtig verstehen: ich halte Jan Ullrich für einen großartigen Sportler und symphatischen Menschen. Aber wer dieses Buch gelesen hat, ahnt, warum Armstrong (bisher) fünfmal die Tour gewonnen hat.
Ging es im ersten Band vor allem um die Kindheit und Jugend, den Kampf mit dem Krebs bis hin zum ersten Erfolg bei der Tour de France, so findet man hier nun vor allem eine ausführliche Beschreibung seiner Erfolge bei der Tour de France in den Jahren 2000 bis 2003. Wenngleich es manchmal Überschneidungen zwischen den beiden Büchern gibt, erscheinen viele neue Aspekte des Lebens der Familie Armstrong. Der Schreibstil von Jenkins ist wiederum so gelungen wie bereits im ersten Teil. Die Lebenslust des Lance Armstrong wird förmlich greifbar. Auch hier vermisst man allerdings - wie bereits in "Tour des Lebens" - Informationen über den Tagesablauf eines Ausnahmesportlers. Wie sieht eine typische Vorbereitungszeit aus, wie wird trainiert, wie strikt sind Ernährungspläne, wie intensiv ist die medizinische Betreuung, etc. Dennoch gelungen und durchaus empfehlenswert.
|
|