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Jean-Luc Godard Edition 2 (7 Discs, OmU)
 
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Jean-Luc Godard Edition 2 (7 Discs, OmU)

Isabelle Huppert , Jean-Pierre Léaud , Jean-Luc Godard    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 54,70 Kostenlose Lieferung. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Isabelle Huppert, Jean-Pierre Léaud, Jane Fonda
  • Regisseur(e): Jean-Luc Godard
  • Format: HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Französisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 7
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 5. Mai 2011
  • Produktionsjahr: 1989
  • Spieldauer: 678 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • ASIN: B00498NB9G
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 34.226 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

"Die Chinesin": Fünf Studenten versuchen, die Botschaft Maos unters Volk zu bringen. "Die fröhliche Wissenschaft": Zwei junge Leute diskutieren über die Sprache der Bilder und Töne. "Ein Film wie die anderen": Studenten diskutieren mit Fabrikarbeitern über die Ereignisse im Mai 1968. "Wladimir und Rosa": Godard stellt den Prozess gegen die Chicago Eight nach. "Alles in Butter": Ein Regisseur und seine Geliebte werden von Arbeitern mit einem Fabrikdirektor eingesperrt. "Hier und anderswo": Gegenüberstellung von zwei Familien in Frankreich und Palästina. "Wie geht's": Anhand eines Videos über die Produktionsabläufe bei einer kommunistischen Zeitung wird das Filmemachen hinterfragt. "Rette sich, wer kann (das Leben)": Die Geschichten eines Regisseurs, seiner Geliebten und einer Prostituierten.

Produktbeschreibungen

Alles in Butter (Frankreich/Italien 1972, 95 Min.)


Susan arbeitet als Korrespondentin für eine US-amerikanische Rundfunkgesellschaft in Paris. Sie soll einen Wurstfabrikanten interviewen. Als Susan und ihr Ehemann Jacques, ein linksgerichteter Filmemacher, in dem Werk eintreffen, werden sie von den streikenden Arbeitern festgehalten. Fünf Tage müssen sie ausharren und werden mit den unterschiedlichen Positionen der Beteiligten konfrontiert.

Die Chinesin (Frankreich 1967, 96 Min.)


Es ist Sommer in Paris und Rebellion liegt in der Luft. Während der Semesterferien gründen die Studenten Guillaume, Véronique und Yvonne eine Kommune - teils aus politischer Überzeugung, teils einfach nur aus Langeweile. Zusammen wollen sie den Marxismus-Leninismus endlich in die Tat umsetzen und immer mit dabei die rote Mao-Bibel.

Die fröhliche Wissenschaft (Frankreich/Deutschland 1969, 95 Min.)


Patricia und Émile treffen sich an mehreren Abenden in einem dunklen Filmstudio. Sie fabulieren über das Erfassen und das Verhältnis von Bilder, Tönen, Worten und Zeichen. Sie hören Texte von Descartes und betrachten Werbung in Zeitungen. Ein enthusiastischer Diskurs beginnt.

Ein Film wie die anderen (Frankreich 1968, 113 Min.)


In Jean-Luc Godards Dokumentarfilm diskutieren drei Studenten aus Nanterre mit zwei Renault-Fabrikarbeitern über die Ereignisse des Mai 1968. Sie versuchen zu ergründen, was passiert ist, vor allem aber was nicht geschehen ist. Warum haben sich die gemeinsamen Streikparteien so sehr von einander entfernt?

Rette sich, wer kann (das Leben) (Frankreich/Deutschland/Österreich/Schweiz 1980,


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kino jenseits des Kinos 19. März 2011
Von coma VINE™-PRODUKTTESTER
Wer immer auf die Idee verfallen ist, diese Zusammenstellung zu veröffentlichen, hat auf jeden Fall Mut bewiesen. Filme von Godard, haben sich noch nie einen Deut um (filmische) Konventionen geschert, aber was den Inhalt dieser Box betrifft, so stellt er auch den Liebhaber von Godard auf eine harte Probe.

Die vorliegenden Filme wurden zwischen 1967 bis 1980 gedreht und legen den Schwerpunkt damit auf den politischen Aspekt - der Film als politisches Pamphlet, welcher sich nur noch rudimentär als filmisches Produkt betrachten lässt.

Chronologisch beginnt das mit "Die Chinesin" (La Chinoise) von 1967, der bereits in Deutschland auf DVD veröffentlich ist, in dem Jean-Pierre Léaud noch ab und an von dem überbordenden Maoismus abzulenken vermag, führt über "Ein Film wie die anderen" (Un film comme les autres), der fast zwei Stunden lang eine politische Diskussion begleitet, zunächst zu "Die fröhliche Wissenschaft" (Le gai savoir) von 1969, in dem abermals Jean-Pierre Léaud und Juliet Berto zusammentreffen und durchaus unterhaltsam über Bilder, Filme, Zeichen, Comics etc. diskutieren und diskursieren, womit die sechziger Jahre einen unterhaltsamen Abschluss feiern.

Die Phase der 70er Jahre beginnt dann mit einem bislang schmerzlich vermissten Fehlschlag Godards - "Alles in Butter" (Tout va bien) von 1972, in dem Yves Montand und die damals überaus politisch aktive Jane Fonda aufeinandertreffen und in der gekünstelten Situation eines Streiks von Fabrikarbeitern, grandios an einander vorbei agieren. Montand versucht verzweifelt seine Klischees aus Filmen von Sautet zu übernehmen, während Fonda bemüht ist, sich als Homo Politicus, jenseits von Barbarella, zu gerieren.
Die auf einer DVD zusammengefassten Filme "Wladimir und Rosa" (Vladimir et Rosa) und "Hier und Anderswo" (Ici et ailleurs) von 1971 / 76, fallen dann wieder in den Bereich der schweren Kost und sind vermutlich nur für diejenigen zugänglich, die während des Studiums schon begeistert an Sitzungen von Kadergruppen teilgenommen haben - auch wenn JLG, in der Rolle von Rosa Luxemburg, durchaus einige groteske Momente zu bieten hat. "Wie geht's?" (Comment ca va?) von 1978, dreht sich ebenfalls um eine politische Diskussion und ist - meiner Meinung nach - ein weiteres Exempel dafür, dass Godard zwar ein brillanter Denker und Demagoge ist, aber ebenfalls dazu tendiert, seine Zuschauer gnadenlos zu überfordern.

Einen versöhnlichen Abschluss findet die Reihe dann in "Rette sich, wer kann (das Leben)" (Sauve qui peut (la vie von 1980, mit Jacques Dutronc, Nathalie Baye und Isabelle Huppert, mit dem JLG die eingängigere und auch aus Sicht des Publikums, erfolgreichere Phase einleitet, die in "Vorname Carmen", "Detektiv" und "Nouvelle Vague" ihre Forsetzung findet und in der er zu einer Form des Filmemachens findet, die sowohl Raum für Entspannung, als auch für Ironie lässt.

Wenn man die technische Seite betrachtet, sollte man sich nicht wundern, dass die meisten Filme im französischen Original mit deutschen Untertiteln vorliegen - kein Wunder, sind doch viele davon niemals in Deutschland - zumindest nicht im Kino - gelaufen. Verwirrend ist allerdings, dass dies hier auch auf "Alles in Butter" und "Rette sich wer kann..." zutrifft, von denen definitiv deutsche Fassungen existieren, zumal Letzterer auch synchronisiert vom ZDF ausgestrahlt wurde. Ob hier die Recherche zu kurz gekommen ist oder ob man schlichtweg Lizenzgebühren und Arbeitsaufwand sparen wollte, lässt sich nicht entscheiden, das Ergebnis ist aber ein deutlicher Faux Pas. Immerhin wurden die deutschen Tonspuren von "Die fröhliche Wissenschaft" und "Die Chinesin" aufgetrieben, respektive (vermutlich) von Laservision lizensiert.

Darüber hinaus sind die DVDs weitgehend frei von weiterführendem Material. "Die Chinesin" weist eine Kurzeinführung von Colin MacCabe aus der Universal-Edition auf, "Alles in Butter" zwei Interviews mit dem Kameramann und einem Filmkritiker und "Rette sich wer kann..." zumindest mehrere Interviews mit Darstellern, dem Kameramann und dem Komponisten der Filmmusik, Gabriel Yared, die sich auf eine knappe Stunde summieren.

Fazit: kinowelt / Arthaus gebührt ausdrücklich Respekt dafür, dermassen schwer verdauliches Material zugänglich zu machen. Umso mehr, als diese Box garantiert die Mischkalkulation heftig belasten dürfte. Schade ist nur, dass man - aus naheliegenden Gründen - diese Filme nicht mit (reichhaltig vorhandenem) Bonusmaterial versehen und ihre Zugänglichkeit damit erhöht hat. Als Minimum hätte ich mir hier erhofft, dass "Letter to Jane" vorhanden wäre - ein Postscriptum zu "Alles in Butter", der z.B. auf der Ausgabe von Criterion zu finden ist. Diese Oberflächlichkeit und das unnötige Fehlen vorhandener deutscher Tonspuren, würden eigentlich zwei Sterne kosten, aus Sympathie für das Projekt, vergebe ich hier dennoch ****. Ich hoffe, diese Box verkauft sich immerhin gut genug, damit auch die noch fehlenden Filme von JLG demnächst veröffentlicht werden.
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