Aus der Amazon.de-Redaktion
Die körperliche Verfettung nimmt in den Industrieländern weiter zu. Tausende von namenlosen Opfern werden jedes Jahr begraben, eine Sekunde des Nachdenkens verursacht höchstens der Tod eines Stars. Latino-Rapper Christopher Rios alias Big Punisher war einer, doch 350 Kilogramm Körpergewicht führten zu einem finalen Herzschaden. Der noch junge Mann starb nach einer Herzattacke viel zu früh. Sein großer Mentor und Schwergewicht Joe Cartagena, berühmt als Fat Joe (Da Gangsta) veröffentlicht nun sein erstes Album nach dem Tod des Freundes, und auf
Jealous Ones Still Envy brodeln wieder die ganzen Zutaten einer scharfen Hardcore-Gangsta-Rap-Suppe. Als Kinder liebten alle Nudelbuchstaben im weniger beliebten Eintopf, und Mutter wäre ganz schön sauer, wenn sie sehen könnte, zu welchen Worten Fat Joe sie aneinander reiht: Dirt, Thug, Murder, Dick, Bitch, Fuck -- eben alles, was ordentlichen Gangsta-Rap ausmacht.
Dabei outet er sich als politischer und sozialer Mensch, den nur einige Verfehlungen darin hinderten, Bürgermeister seiner Heimatstadt New York zu sein. Immerhin, er kümmert sich nicht nur um sein Label Terror Squad und die Modeabteilung 560, er engagiert sich auch in seinem sozialen Umfeld. Abgesehen vom mäßig gelungenen, stereotypen Cover zeigt sich Fat Joe im Booklet sehr nachdenklich und führt dort an, durch die härteste Zeit seines Leben gegangen zu sein. J.O.S.E. reflektiert unüberhörbar diese Niedergeschlagenheit. Musikalisch unterscheidet sich das Album zu seinen Vorgängern wie Don Cartagena durch die namhaften Produzenten Rockwilder, Irv Gotti, Alchemist oder Psycho Les und natürlich Studiogäste wie Xzibit, Busta Rhymes, Noreaga, R.Kelly oder Buju Banton. Das Team erfindet das Genre zwar nicht neu, doch der sehr fette Sound und die wuchtigen Beats geben wenig Anlass zur Klage. --Sven Niechzio
Jazz thing (06/02)
An Prominenz gespart hat auch Fat Joe nicht. Ja Rule, Ashanti, M.O.P. und sogar Schmusesouler R. Kelly sind dabei, wenn Hispano-Rapper Fat Joe über trockene, aber vielfältige Beats gemeinsam mit Armageddon und Prospect von seiner Terror Squad harte Reime über sein Leben abfeuert. Nach dem Tod von Big Pun ist Fat Joe noch mehr das Aushängeschild der Latino-HipHopper aus der Bronx. Dieses Hardcore-Album, mit einigen Kompromissen ans Radio produziert, stellt das eindrucksvoll klar.
© Jazz thing - Christoph Giese
Produktbeschreibungen
Jealous Ones Still Envy (J.O.S.E) (CD Album) by Fat Joe - 18 Tracks :
1. Intro 0:27,
2. J.O.S.E. 2:26,
3. King Of N.Y. 4:07 Featuring Buju Banton,
4. Opposites Attract (What They Like) 4:03 Featuring Remy Martin,
5. Definition Of A Don 3:57 Featuring Remy Martin,
6. My Lifestyle 3:25,
7. We Thuggin' 3:33 Featuring R. Kelly,
8. Fight Club 5:17 Featuring M.O.P. & Petey Pablo,
9. What's Luv ? 4:19 Featuring Ashanti & Ja Rule,
10. He's Not Real (Intro) 0:22,
11. He's Not Real 3:42 Featuring Prospect & Remy Martin,
12. The F**K Up (Interlude) 0:56,
13. Get The Hell On With That 4:02 Featuring Armageddon & Ludacris,
14. It's O.K. 3:21,
15. Murder Rap 4:17 Featuring Armageddon,
16. The Wild Life 3:35 Featuring Prospect & Xzibit,
17. Still Real 4:11,
18. We Thuggin' (Remix) 3:33 Featuring R. Kelly , Busta Rhymes , Noreaga & Remy Martin
- Executive Producer: Fat Joe, Executive Producer [Co-executive]: Armageddon , Rob "Reef" Tewlow