Die erste Rezension zu diesem Buch kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde, dieses Buch äußerst demotivierend und ärgerlich. Es ist teilweise nicht durchdacht. So soll man in der zweite Lektion schon das D spielen, das erst in der dritten erklärt wird. Dann heißt es schon in der ersten Lektion, man solle auch eine Oktave hören spielen und dabei DIE Oktaveklappe benutzen. In der begleitenden Skizze werden aber beide Oktaveklappen angezeigt. Soll man nun beide spielen, dann müßte es doch aber heißen: Benutzen Sie die OktavekLAPPEN, also Plural, oder darf man sie sich aussuchen? Es hätte durch aus etwas mehr erklärt werden können.
Wenn man den Einstieg leicht machen will, muß man dann mit der Notation der Syxophone anfangen, wozu man nicht weiß, wozu man das braucht? Bei ungleicher Zahnlänge wird das Saxofonspielen quasi abgeraten. Ohwei, soll ich jetzt meine Zähne mal nachmessen, muß ich den Zahnarzt fragen?
Was mich aber am meisten ärgert, ist, daß man eigentlich nicht zum Spielen kommt. Es wird aber auf einem eingehämmert: Der beste Tag zum Üben ist heute! Das steht am Anfang und am Ende des Buches. Im Kapitel "Üben" steht dann unter Punkt 6 (sic!) Das Üben muß Befriedigung schaffen. und dann unter Punkt 10: "Üben muß Spaß machen, es darf keine lästige Pflicht sein". Ja, ganz richtig, aber eine Priorität hat das wohl nicht. Warum nicht einfach mit dem Spielen anfangen? Ich habe mir einfach ein paar Lieder aus dem Netz kopiert und losgelegt, jetzt wollte ich es systematisch hier lernen, mein Lehrer empfahl leider dieses Buch, und unter "Jazz und Rock" hatte ich dann auch gehofft, hier wären dann zumindest auch ein paar Rock-Stücke dabei, weit gefehlt. Kein einziges Stück ist da. Das ist schlichtweg Schwindel. Stattdessen irgendwelche Oldies wie Greensleeves und Scarborough Fields. Mein Gott, wir leben im Jahr 2010. Was soll dieser alte Mist? Das soll dann Spaß machen?