Da ist er wieder, der italienische Tausendsassa Signore Baldan mit dem einprägsamen Künstlernamen Bebo Best & The Super Lounge Orchestra. Doch anders als bei Senor Coconut steckt dahinter wirklich ein amtliches Orchester mit gestandenen (Jazz-)Musikern aus Brasilien, Frankreich und Italien. Die Debüt-Platte "Sitar and Bossa" ließ schon aufhorchen Ausgesprochen abwechslungsreich servierte er locker, leichten Bossa-Sound und psychedelisch anmutenden Sitar-Funk mit wilden Tabla-Rhythmen, eingebettet in knackiges, europäisches Elektro-Gemüse. Die Unbeschwertheit hat er sich behalten, seine loungigen Bossa-Tracks sind so leicht und locker, dass sie gar in Milch schwimmen. Und dann gibt es aber auch kleine Funky-Beat-Explosionen, die den Hintern massiv zum wackeln bringen. Alles mit einer anspruchsvollen Jazz-Note gewürzt und ab und an angereichert mit einer fidelen Italo-60ies-Cinema-Attitüde. Es sind auch wieder zwei auffällige Cover dabei: Quincy Jones Funk-Jazz-Burner "Soul Bossa Nova" und Nirvanas "Come as you are". Letzterer lässt aufhorchen und verfolgt einen nachhaltig. Insgesamt ist "d'jazzonga" runder und fließender geraten, hat aber dadurch auch weniger Kanten und Ecken.