Die Nachricht vom Tod von Keith Elam, besser bekannt unter dem Namen "Guru", veranlasste mich, mein musikalisches Gedächtnis aufzufrischen. "Jazzmatazz Vol. 1" hab ich 1993 kennen- und liebengelernt. Leider hab ich die irgendwann aus den Augen (bzw. den Ohren) verloren, und jetzt ist die Zeit reif, die Bekanntschaft aufzufrischen!
Hei, der Funke ist gleich wieder rübergesprungen. Ich fühle mich, als ob ein alter Freund, den ich vor über 10 Jahren zuletzt gesehen hab, mir wieder über den Weg läuft. Und der Faden kann gleich wieder aufgenommen werden, man versteht sich sofort und Freude herrscht!
"Jazzmatazz Vol.1" ist einfach unendlich coooooool! Dies ist eins der ersten Alben überhaupt, welches Jazz (Bebop, Acid, inkl. Samples aus alten Tagen) und Hiphop kombiniert, und Guru glänzt sowohl als Produzent als auch als Rapper und diese Mischung, Jazz/Rap, schmeckt nach wie vor gar wunderbar - funkig, jazzig, frisch...!
Die Liste der mitwirkenden MusikerInnen liest sich wie ein "Who's who" der Musikszene der 90-Jahre: Die Ehre geben sich unter anderen Lonnie Liston Smith, Branford Marsalis, Ronny Jordan, Donald Byrd, Roy Ayers sowie N'Dea Davenport (von den Brand New Heavies) sowie der französischen Rapper MC Solaar.
"Jazzmatazz Vol. 1" ist ein Jazz-Album für Rap-Fans und ein Hip-Hop-Album für Jazz-Fans, wobei Jazz-Puristen darauf hinweisen, dass hier vor allem der eher funkige Jazz der 70er Jahre gespielt wird und Hardcore-Hip-Hopper sich über die heitere musikalische Substanz mokieren könnten. Aaaaber - "Jazzmatazz" ist letztendes weder Jazz noch Hiphop, sondern eine clevere, leckere Kombination von beidem und daraus entsteht etwas ganz packendes Eigenes!
Many thanks for this, Guru. Rest in Peace, Man!