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Aziza ist eine Klavier- und Vocalvirtuosin in einer Person. Dies zeigt sie eindrucksvoll in diesem Studioalbum. Sie singt mit sich selbst: im Duett, Terzett, Quintett oder sind es noch mehr parallele Stimmen von Ihr? Außerdem spielt sie mindestens vierhändig.
Auf Ihren bisherigen CD's deutlich orientalisch beeinflusst, liegt der Focus hier mehr auf amerikanischen Jazzstandards und klassischen Anleihen.
Egal, ob Standard oder Eigenkompositionen, jedes Stück ein Unikat. Ihre Improvisationen, egal ob Stimme oder Klavier, ist eine Steigerung der vorherigen, noch höher, weiter, schneller, rhytmischer und komplexer. Trotzdem immer melodisch und hörbar.
Sie Singt auch! ja, aber sie schmatzt, stöhnt, juchzt, gurrt, schreit in perfekter Vokalakrobatik. Ihre Interpretation von 'Take five' verglichen mit der Al Jarreaus lässt ihn wie ein Anfänger dastehen.
Ein kleines Manko des Albums. Nach dem Motto: es kann nur einen (eine) geben, dominiert Aziza die gesamte CD. Leider kann keiner Ihrer Begleiter mit Ihrer Genialität und Virtuosität mithalten. Für den Gitarrenpart hätte sie sich vielleicht doch besser einen Gitarrengott zum musikalischen Wettstreit eingeladen, und die Stücke mit der Mundharmonika besser nicht auf die CD genommen.
Anspieltipps:
Black Orpheus (6 Sterne)
Character (aus dem ersten Album, diesmal mit Percussion)
Sunny Rain
Nature boy
Take five
Butterflies (play Bach)
Scrapple in the apple (super schräg, BroadwayLike)
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