Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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61 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ärzte sind anders, 26. März 2008
Holla, da haben sich die Ärzte aber was einfallen lassen. Nicht nur die Verpackung à la Pizzakarton sprüht nur so vor Originalität, sondern auch der Inhalt hat es in sich:
1) "Himmelblau" 5 Sterne
Cooler Einstieg in das langersehnte nächste Album. Erst das Spannung aufbauende Gitarren-Intro, dann Farins unverkennbare Stimme. Dieser optimistische, Gute Laune verbreitende Opener macht definitiv Lust auf mehr.
2) "Lied vom Scheitern" 5 Sterne
Dieser Song reiht sich nahtlos an den ersten an. Diesmal von Bela interpretiert appelliert der Text an das eigene Selbstbewusstsein, sein eigenes Ding durchzuziehen. Und tatsächlich baut dieses Lied einen mit der im Pop-Gewerbe angesiedelten Musik Stück für Stück auf und hinterlässt ein gutes Gefühl.
3) "Breit" 3 Sterne
Witziges, von Rod gesungenes Lied. Beim ersten Hören hab ich mich fast hingeschmissen vor Lachen. Doch so sind nun mal die Ärzte. Leider hat man dieses Lied nach ein paar Durchläufen satt und es fängt an, auf die Nerven zu gehen. Schade, dieses Lied hat keine Dauerhaftigkeit.
4) "Lasse redn" 5 Sterne
Einer meiner absoluten Lieblingssongs auf dieser CD, was durchaus schwer ist bei dieser Qualität. Man muss genau auf den Text achten. Er strotzt vor Witz, Geist und Charme. Beispiel: " Rasierst du täglich deinen Damenbart oder hast du im Garten ein paar Leichen verscharrt? Die Nachbarn haben da so was angedeutet, also wunder dich nicht, wenn bald die Kripo bei dir leutet." Die leicht elektronisch angehauchte Mucke passt dabei wie die Faust aufs Auge. Ein hoch auf Farins Ideenreichtum.
5) "Die ewige Maitresse" 4 Sterne
Einer der härteren Songs. Von Anfang an begleiten die harten Gitarrenriffs Belas Gesang, der im Refrain durch Farins Stimme ergänzt wird. Interessantes Lied, aber im Gegensatz zu den anderen Songs ein bisschen schwächer.
6) "Junge" 5 Sterne
"Junge" als ersten Auszug aus dem Album zu nehmen, war eine interessante, aber gute Wahl. Wie die meisten Songs vor ihm hält das Lied mit seinen ruhigen Strophen und dem Kracher-Refrain wieder mal das Schwert der Individualität in die Höhe, doch diesmal auf ironische Weise.
7) "Nur einen Kuss" 5 Sterne + die Milchstraße :)
Ich LIEBE dieses Lied. War nach "Junge" das erste Lied vom neuen Album, das ich in einer Radioshow mit den Ärzten hörte. Danach stand für mich fest: Die CD muss ich haben. Eine wunderschöne und doch makabre Ballade über Liebe und Verlust. Farins Stimme entführt jeden in dieses Lied.
8) "Perfekt" 5 Sterne
So ein Lied hätt man Bela ja gar nicht zugetraut. Hier zeigt er sich von seiner lieben Seite, wobei natü rlich der Sarkasmus nicht zu kurz kommt. Nachdem er die ganzen schnulzigen Liebesfilme und -lieder durch den Kakao gedreht hat, kommt dann doch noch der Schmuse-Bela hervor. Die Musik erinnert wieder mehr an Pop als an Rock, doch es passt zum Text.
9) "Heulerei" 4 Sterne
Endlich wieder mal mehr Rock mit dem Einsatz der E-Gitarre. Farins boshaftes Verständnis von Witz, das wir alle so lieben, sticht super heraus. Diesmal gehts ums Verlassen der Liebsten. Trotz allem überzeugt der Song nicht ganz. Irgendwas fehlt, vielleicht ist der Song mit seinen 2:13 einfach zu schnell vorbei.
10) "Licht am Ende des Sarges" 4 Sterne
Was hat Bela nur mit der Popmusik? Natürlich kommen die Instrumente hier alle gut durch und die Rockherkunft scheint immer wieder durch, doch irgendwie erinnert der Song schon wieder an Wilderei im Nachbargenre. Der Text hingegen ist mal wieder typisch Ärzte. Über irgendeinen Unsinn singen (hier über Dracula, der keinen Bock mehr auf Vampir-Sein hat) ist nun mal eins ihrer Markenzeichen.
11) "Niedliches Liebeslied" 2 Sterne
Das nächste Lied von unserem Rod. Die nächste Veralberung von schnulzigen Liebesliedern. Nur leider klingt das Lied genauso. Lieber weiterschalten.
12) "Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend)" 4 Sterne
Bei diesem Ulk-Lied der Extraklasse hälts einen nicht auf den Beinen. Irgendwie muss man zu diesem Rhythmus tanzen. Auch wenns nur albern aussieht. Das Gitarrensolo zum Ende hin ist noch mit das Beste am Lied. Insgesamt witzig, doch kein 1a-Song.
13) "Allein" 5 Sterne
Endlich mal wieder etwas Düsteres. Zum Ende hin haun die Ärzte nochmal auf die Pauke. Nachdem sie am Anfang das Selbstbewusstsein aufgebaut haben, zertrümmern sie es wieder. Bei diesem eingängigen Rock-Sound und den einprägsamen Zeilen kann man spätestens beim Refrain nicht umhin, einfach mitzusingen. Der Song baut sich immer weiter auf und wird von Zeile zu Zeile immer genialer bis zum Finale furioso.
14) "Tu das nicht" 5 Sterne
Einer der interessantesten Songs der Ärzte überhaupt. Langsamer Einstieg, man wartet und wartet und fragt sich, wo der Rest des Liedes bleibt. Dann: Bumm. Ab geht der Rock, Belas Stimme schreit sich fast einen ab. Einfach geil, wie die Ärzte hier die Musikindustrie im Hinblick auf das Raubkopieren von Musik anklagen.
15) "Living Hell" 5 Sterne
Nein, das Lied ist Gott sei Dank nicht auf Englisch. Wär auch schade, denn der Text hat es in sich. Man muss einfach auf jedes Detail achten. In diesem melancholischen Rocksong fordert Farin die reichen Leute auf, sich nicht ständig über ihr Leben zu beschweren. Aber natürlich wieder aus ironische Weise.
16) "Vorbei ist vorbei" 4 Sterne
Nach den vorigen Krachern ist der letzte Song irgendwie enttäuschend. Vom Text her ein super Schlusslied. Aber die Musik klingt wieder mehr nach Pop. Oder ich hab was mit den Ohren. Jedenfalls kein guter Abschluss für so eine super CD.
Insgesamt hält sich das Album die Waage. Hier mehr Pop, dort mehr Rock. Meist handelt es sich um Gute-Laune-Mucke. Textlich zieht sich der Rote Faden auch erkennbar duch, da die meisten Lieder die Individualität eines jeden Menschen behandeln. Das Album ist erkennbar die Ärzte, aber auch irgendwie anders. Vielleicht gerade deswegen: Denn die Ärzte sind eben anders als andere.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gehört zu den Top 3 der Ärzte-Alben!!!, 18. Oktober 2007
Nach den hier eher negativen Kritiken möchte ich mich nun auch äußern. Meines Erachtens nach haben Die Ärzte ein grandioses Album hingelegt! Die Songs wirken wirklich gemeinsamer als auf "Geräusch", sind vielfältiger. Es gibt sehr gute Rock-stücke, z.B. "Junge", "Allein", "Die ewige Maitresse". Diese werden kombiniert mit etwas poppigeren Songs, lustigen Songs ("Licht am Ende meines Sarges"), langsame und zugleich sehr schöne Songs ("Nur einen Kuss") und musikalische Experimente, z.B. das Funky-Lied "Deine Freundin(wäre mir zu anstrengend)". Belas Songs erinnern etwas an sein Solo-Album, aber ehrlich gesagt tun das auch sehr viele Ältere Songs von ihm. Rod hat zwar ein eher schwaches Lied hervorgebracht ("Niedliches Liebeslied"), dies gleicht er aber mit "Breit" wieder aus. Insgesamt kann ich nur sagen, dass "Jazz ist anders" ein sehr gutes Ärzte-Album ist, das Abwechslung bietet und unterhält.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Anders? Ja! Aber deswegen auch schlechter?, 14. März 2008
Ich habe mich lange dazu durchgerungen eine Rezension zu "Jazz ist anders" zu schreiben.
Jedoch habe ich das Album seit dem erscheinen mehrer Male durchgehört und denke nun kann man in der Lage sein eine halbwegs vernünftige Kritik zu verfassen.
"Himmelblau" ist der Opener des Albums. Ein sehr eingängiges Stück das sich direkt zu den stärkeren des Albums zugesellt. Farins Stimme ist entspannt und eingängig. Ein Lied das zum mitsingen einlädt!
8,5/10
"Lied vom Scheitern" ist die zweite Singleauskopplung des Albums. Was mir zunächst als schnöder Lückenfüller vorkam, entwickelte sich nach der Zeit zu einem sowohl textlich wie auch gesanglich gut durchdachtem Song. Und aus wessen Herzen spricht der Refrain denn nicht?
8/10
"Breit" ist wie ich finde der erste schwache Song des Albums. Rod versucht sich mal wieder als Sänger, sollte aber vielleicht doch lieber verzichten. (Was nicht bös gemeint ist). Ist aber auch kein Ärzte-typischer Song. Halt anders...
4,5/10
"Lasse redn". Wahnsinn's Song. Wahnsinn's Text! Farin sagt wie es ist und nimmt kein Blatt vor den Mund. Klasse Song mit hervorragender Botschaft. So wollen wir die Ärzte sehen (hören)!
9,5/10
"Die ewige Maitresse". Gut, aber auch nicht mehr. Ein mittelmäßiger Song der leicht zu den Punk-Wurzeln zurückführt.
7,5/10
"Junge". Die erste Singleauskopplung aus "Jazz ist anders" ist wohl bereits jetzt zum Kultlied geworden! Knüpft quasi irgendwo an "Rebell" an und bietet ein (oder zwei?) klasse Video(s)!
9/10
"Nur ein Kuss" ist der erste etwas gemächlichere Track. Dafür ist dem so ist, ist der Song aber ganz ordentlich geworden! Solider Track bis zum heftigen Ende.
7/10
"Perfekt", beschreibt wie "Lied vom Scheitern" einen Satz den wir wohl alle mal gedacht haben: "Warum kann's nicht perfekt sein?" Bela klärt euch in diesem gelungenen Song auf!
7,5/10
"Heulerei" bietet mal wieder Punk vom feinsten! Farin kehrt zu den Wurzeln der Ärzte zurück. Dieser, wie ich finde zu unrecht, etwas stehengelassene Song gehört zu den besten des Albums!
8,5/10
"Licht am Ende des Sarges". Bela will sich von seinem "Vampier-Image" verabscheiden und auch mal Fussball spielen, ins Kino gehen und im Moshpit bis zum kotzen pogen! Sehr guter Song der genau wie "heulerei" etwas liegen gelassen wurde.
8,5/10
"Niedliches Liebeslied" ist der schwächste Song des Albums. Was haben sich die Ärzte dann dabei gedacht? Unschöne Melodien und unschöner Text. Dazu noch gesungen von Rod...
3/10
"Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend)" führt die Liste der guten Songs zum Glück weiter! Auch wenn der Song recht Ärzte-untypisch ist, der Refrain brennt sich fest (Pflegeleicht!) und das anhören macht einfach nur Spaß!
8/10
"Allein" war von Anfang an mein Favorit. Hervorragender Text und ein emotionsgeladener Farin! Herrlich!
9,5/10
"Tu das nicht" ist eine Message an alle Raubkopierer und die Folgen die das unbeschwerte Saugen haben kann. Die erste Minute wird nur "Tu das nicht" geträllert, doch dann geht's richtig los! Sehr guter Song und mal wieder was Ärzte-typisches.
9/10
"Living Hell". Das Album nähert sich langsam dem Ende, doch zum Glück bleibt die Qualität der Songs stetig erhalten. "Living Hell" zeigt die Schattenseiten eines Promilebens auf... sollte man wohl aber nicht 100%ig ernst nehmen.
8/10
"Vorbei ist vorbei". Hier endet das reguläre Album (zu der EP möchte ich auch keine Wertung abgeben, die steht wohl etwas aussen vor) und das auch mit einem Hammersong! Die Message kommt wohl klar rüber: Schöpft alles aus eurem Leben, denn wenn's vorbei ist, ist's vorbei!
8,5/10
So das war sie, meine Rezension zu "Jazz ist anders" und ich höre die Hardcore-Ärztefans schon gröhlen. Aber es ist nunmal so. Jazz ist anders, die Ärzte sind es auch geworden. Doch nicht alle veränderungen sind schlecht!
"Jazz ist anders" - 8,5/10
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