Perlentaucher.de
Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 16.11.2001
Für Werner Burckhardt schließt das "Lexikon der Standardmelodien des Jazz" endlich eine Marktlücke. Der Leser kann sich über Titel, Komponist, Texter, Erscheinungsjahr und Verlag informieren, berichtet der begeisterte Kritiker. Zudem erfahre man, was aus Musical oder Film übernommen wurde und welche Melodien eine reine Eigenproduktionen aus Clubs und Jazzkellern seien. Zudem werden dem Leser Zusammenhänge verdeutlicht, meint Burckhardt, so zum Beispiel die Einflüsse aus Harlem oder die des "erwachenden Selbstbewusstseins afro-amerikanischer Kultur". Schon jetzt ein Standardwerk.
© Perlentaucher Medien GmbH
Pressestimmen
"In der Fülle an Musikliteratur und einschlägigen Enzyklopädien ist das von Hans-Jürgen Schaal verfasste 'Jazz-Standards - Ein Lexikon' ein besonderer Glücksgriff. Mit der Beschreibung von insgesamt 320 Themen wird eine der spannendsten Musikarten des 20. Jahrhunderts schon auf dem Papier lebendig." (FonoForum 12/2001)
"Ein Lexikon zum Standardrepertoire des Jazz hat schon lange gefehlt. Wenn es dazu noch so spannend zu lesen ist wie dieses, kann man es als Pflichtlektüre jedem am Jazz Interessierten guten Gewissens empfehlen ... man kann zu diesem Buch nur gratulieren, zu dem es meines Wissens selbst in den USA kein Gegenstück gibt." (Jazz Zeitung, November 2001)
Kurzbeschreibung
Jeder Musik-Fan kennt wohl das weltberühmte »Summertime« aus »Porgy und Bess« von George Gershwin. Jeder hat dabei einen bestimmten »Sound« im Ohr sei es eher Blues, Gospel, Soul oder Jazz. Aber nicht immer vermag man »sein« Stück wieder zu erkennen in den Interpretationen von beispielsweise Sidney Bechet (Traditioneller Jazz) oder Bob Crosby (Swing), Charlie Parker (Bebop), Miles Davis (Cool-Jazz), John Coltrane (Freejazz) oder, aktuell, Herbie Hancock mit Joni Mitchell, Wayne Shorter, Stevie Wonder. Wer genau wissen will, wann welcher Interpret mit welchen musikalischen Techniken und künstlerischen Absichten dieses Stück aufgenommen hat und was hinter seinem Arrangement steckt, der hat nun ein Lexikon zur Verfügung, in dem er nachschlagen kann, wie Musiker aller Lager und Stilrichtungen dieses Stück und ca. 320 weitere zu zeitlosen Klassikern gemacht haben. Das Buch von Hans-Jürgen Schaal greift das Konzept des Beatles-Song-Lexikons auf und gibt in unterhaltsamer und übersichtlicher Form Informationen zu den meistgespielten Stücken, den »Standards« der Jazz-Geschichte. Zu jedem Song präsentiert Schaal zunächst »nackte« Fakten wie ? Titel ? Komponist und Texter ? Copyright ? Verlag ? Wichtige Aufnahmen verschiedener Interpreten.
Dann informiert er in lockerer Form und Sprache über ? den musikalischen Aufbau ? den Inhalt des Textes ? die unterschiedlichen Interpretationen, die faszinierenden Umdeutungen und Neugestaltungen eines Standards in den verschiedensten Instrumental- und Vokalversionen.