Da ich Jazzpiano lernen will, habe ich mir entsprechende Literatur besorgt, unter anderem die Bücher von Ignazek (Solo und Akkorde) sowie die Jazzharmonielehre von Sikora. Zudem auch das Bluesbuch von Richards. Ich muss sagen: Mir gefallen die Bücher von Richards am besten. Langsam geht der Autor von simplen Stücken und Dreiklängen über zu komplexeren Voicings und Stücken. Jedes Stück hat einen eigenen Übungsteil mit Tipps zu Variation und Improvisation sowie Erklärungen und theoretische Ausführungen. Toll ist, dass der Autor ganz klare Anweisungen gibt ("Übe das Pattern in der linken Hand auswendig, bis Du die Akkordwechsel beherrschst") und so sehr gut zum Durchdringen des Stoffs beiträgt. Man hat einfach viele Erfolgserlebnisse, so dass man es immer gern in die Hand nimmt. Das alles in Zusammenhang mit einem konkreten Stück. Viele Stücke sind zudem als Playalongs ausgestaltet, so dass man schon früh mitspielen kann, was riesig Spass macht. Für jeden, der wie ich aus mittelerem "klassischen" Klavierniveau kommt, das ideale Buch um den Einstieg ins Jazzpiano zu finden. Man darf hier selbstverständlich keine Wunder erwarten: Ich arbeite schon ein halbes Jahr mit dem Buch und bin noch längst nicht "durch". Aber jedes Mal, wenn ich mich damit hinsetze kommt ein kleines Aha-Erlebnis. Das Bluesbuch ist übrigens ebenso empfehlenswert und vielleicht sogar der noch bessere Einstieg.