Louis Armstrong, Duke Ellington, Sydney Blechet - sie alle spielten in den 1920er Jahren auf den Bühnen der Jazzclubs und Dancehalls von New York. Diesen einzigartigen Schmelztiegel urbaner Subkultur fing Robert Nippoldt in schwungvollen Arrangements mit dem Zeichenstift ein und kreierte daraus eine swingende Chronik des Jazz zu seiner Blütezeit. Texte des Musikexperten Hans-Jürgen Schaal und eine Begleit-CD mit 20 Originalaufnahmen machen den hochwertigen Bildband "Jazz im New York der wilden Zwanziger" zu einem wahren Schatzkasten.
Mit seinem hochwertigen Bildband legt der Illustrator und Graphiker Robert Nippoldt in Zusammenarbeit mit Autor Hans-Jürgen Schaal kräftig los. In einem einzigartigen Gesamtkunstwerk fängt er die Atmosphäre der damaligen Zeit in schwungvollen Bildern ein. Seine federleichten Zeichnungen scheinen förmlich jene Stimmung zu atmen, die New York in den goldenen zwanziger Jahren beseelte, nein, beswingte. Auf edlem Kunstdruckpapier entfalten sich großformatige Porträts von Barpianisten, Bluessängerinnen, Drummern - meist über eine ganze Doppelseite. Plakatartig, aber keineswegs plakativ, zeichnet Robert Nippoldt Jazzmusiker in Aktion. In jenem smarten Braunton, der der "Hot-Chocolate-Ära" ihren Namen gab, gleiten Finger über Klaviaturen, steppen Tanzschuhe über das Parkett, leuchten Reklameschilder vor Szeneclubs und Kinosälen. Ein einzigartiges Panorama breitet sich vor den Augen des Betrachters aus. New York und der Jazz verschmelzen zu einer swingenden Symphonie. Auch mit Details wird dabei keineswegs gespart. Kleine Embleme berühmter Jazzmusiker, Großaufnahmen von Originalschallplatten, ein Stadtplan von Harlem mit den wichtigsten Clubs und vieles mehr, bereichern den Bildband um informative Anschauungsobjekte der damaligen Zeit. Eine dem Buch beigefügte CD mit 20 Originalaufnahmen von Jelly Roll Morton bis Cab Calloway rundet das Gesamtbild klanglich ab.
Last but not least sei auf die vielen unterhaltsamen, aber nicht weniger aussagekräftigen Texte von Hans-Jürgen Schaal verwiesen, die die einzigartigen Illustrationen von Robert Nippoldt begleitend kommentieren. Nach einer kleinen geschichtlichen Einführung schildert der Jazzexperte die größten Musikerpersönlichkeiten der wilden Zwanziger. Jazzgrößen wie Thomas "Fats" Waller, Louis Armstrong oder Ethel Waters treten dem Leser in der Sprache von Hans-Jürgen Schaal lebhaft vor Augen. In zahlreichen Anekdoten malt er deren Biografien aus, kleine Informationskästchen geben dabei Lebensdaten, Alter der Erstveröffentlichung, Zahl der Aufnahmesessions und sonstige künstlerische Tätigkeiten des jeweiligen Musikers wieder.